Wie viel Energie verbraucht Deutschland? Wie verteilten sich Energiemix und Strommix im Jahr 2024?
Inhalt
Deutschlands Energieverbrauch ist 2024 auf einem neuen Tiefststand und um 14% niedriger als 2021.
Die Energiekrise führte zu massiven Verlusten, aber der Verbrauch fällt bereits seit 2017 mit insgesamt 21%.
Der Sinkflug beim Stromverbrauch ist noch stärker mit 16% Verlust seit 2021 und 23% seit 2017.
Im Energiemix dominieren nach wie vor die fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas und Kohle.
Die klimafreundliche Energieerzeugung ist sogar seit 2019 rückläufig durch den Atomausstieg.
Die Kohleverstromung sinkt dennoch, hauptsächlich durch den Nachfrageeinbruch und Importsteigerungen.

Primärenergie: Energieverbrauch Deutschland 2024
Deutschland verbrauchte im Jahr 2024 gut 3.200 Terawattstunden Primärenergie nach Substitutionsprinzip.1 Das ist der niedrigste Stand seit 1969!
Erdöl war 2024 mit 33% Anteil der deutsche Primärenergieträger Nummer Eins. Öl wird hauptsächlich im Transportsektor in Form von Benzin und Diesel genutzt, aber auch als Heizöl im Wärmesektor.
Ebenfalls hoch war 2024 der Erdgasverbrauch mit 23% Anteil an der Primärenergie. Erdgas wird in Deutschland überwiegend zum Heizen genutzt, aber auch zur Stromerzeugung in Gaskraftwerken.
Drittgrößter Primärenergieträger war die Kohle mit 13%. Braunkohle und Steinkohle werden hauptsächlich in Kraftwerken verbrannt. Dabei wird Strom erzeugt und Fernwärme.
Zusammen decken die fossilen Brennstoffe rund 70% unseres Energieverbrauchs, alle klimaschädlichen Energieträger zusammen sogar 82%.
Nach den drei klimaschädlichen Fossilen kommt die Windkraft als erster klimafreundlicher Energieträger mit 11% Anteil. Wind wird ausschließlich zur Stromerzeugung genutzt.
Danach folgt die Verbrennung klimaschädlicher Biomasse mit knapp 11%. Etwa zur Hälfte wird Holz zum Heizen verbrannt, dazu werden Energiepflanzen und Pflanzenreste verstromt.
Es folgen die klimafreundlichen Erzeuger Solar mit 6% und Wasserkraft mit 2%. Die übrigen 2 Prozent entfallen hauptsächlich auf die Müllverbrennung.
Nicht enthalten in diesen Zahlen sind der internationale Flugverkehr (72 TWhth im Jahr 2019) und der internationale Schiffsverkehr (16 TWhth im Jahr 2019).2

Primärenergie: Energieverbrauch Deutschland 2000 bis 2024
Im zeitlichen Verlauf seit dem Jahr 2000 lassen sich Wachstum und Schrumpfen verschiedener Primärenergieträger verfolgen.3
Seit Beginn der Energiewende zeigen sich mehrere Trends:
- Wind und Solar sind in gut 20 Jahren von quasi 0% auf 16% des Energiemix gewachsen.
- Der Energieverbrauch aus Biomasse ist auf das Vierfache gewachsen.
- Die Kernenergie ist von 12% auf 0% der Energieerzeugung gefallen.
- Der Kohleverbrauch ist um gut die Hälfte zurückgegangen, der Großteil davon seit 2017.
- Der Erdölverbrauch ist um ein Drittel zurückgegangen.
In den letzten Jahren zeigen sich diese beiden Trends:
- Der Energieverbrauch ist seit 2017 stark gesunken.
- Die klimafreundliche Energieerzeugung (<100 gCO2) ist seit 2019 gesunken.
Erklärungsversuche für diese Trends finden sich im Artikel zum aktuellen Stand der Energiewende.

Strommix: Stromverbrauch Deutschland 2024
Die Stromerzeugung verursacht nur etwa ein Drittel des Primärenergieverbrauchs. Ein weiteres Drittel entfällt auf den Wärmesektor und ein Fünftel auf den Verkehrssektor.
Der Stromsektor ist deutlich einfacher zu dekarbonisieren als die anderen Sektoren. Deshalb ist der Anteil klimafreundlicher Energie hier am größten mit etwa der Hälfte.
Trotzdem ist im deutschen Strommix die Kohle die zweitwichtigste Energiequelle mit 18% Anteil. Braunkohle und Steinkohle stehen bei der Stromerzeugung im Verhältnis von etwa 3:1 zueinander.
Die Windkraft hat mit 25% einen etwas größeren Anteil. Wind an Land und Offshore Wind vor der Küste stehen im Verhältnis 4:1 zueinander. In anderen Ländern ist dieses Verhältnis umgekehrt.
Es folgen Gaskraftwerke und Solar mit jeweils 14% und Biomasse mit 8%. Wasserkraft und Sonstige sind bei niedrigen einstelligen Prozentpunkten. Alle AKW sind vom Netz genommen worden.
Importe decken 12% des deutschen Stromverbrauchs. Der Importmix ist deutlich sauberer als der deutsche Strommix und wird dominiert von Kernkraft, Windkraft und Wasserkraft.4
Der Importmix wird von der Bundesnetzagentur volumengewichtet, aber Durchleitungen werden nicht berücksichtigt. Ein großer Teil des „Windstroms aus Dänemark“ dürfte tatsächlich durchgeleitete Kernenergie und Wasserkraft aus Schweden und Norwegen sein. Auch Stromimporte aus der Schweiz sind teilweise nur eine Durchleitung von Kernenergie aus Frankreich.

Strommix: Stromerzeugung Deutschland 2000 bis 2024
Im zeitlichen Verlauf der Stromerzeugung seit 2000 machen sich Atomausstieg und die dreistelligen Milliardenförderungen für Wind und Solar bemerkbar.
Trends seit Beginn der Energiewende sind:
- Der Anteil von Atomstrom ist von einem Drittel im Jahr 2000 auf 0 gefallen durch das Kernkraft-Verbot von 2002.
- Der Anteil von Solar und Wind ist von quasi Null langsam auf zusammen gut ein Drittel gestiegen.
- Vor 2017 ist rund ein Fünftel der Kohleverstromung durch Erdgas und Biomasse verdrängt worden.
- Der Stromverbrauch ist seit 2017 um 23% gesunken und die Importe haben sich seitdem vervierfacht. Die Kohleverstromung wurde so mehr als halbiert.
Der stark sinkende Stromverbrauch seit 2017 ist einmalig in der Geschichte des deutschen Stromnetzes. 2024 war der Verbrauch so niedrig, wie seit den Achtzigern nicht mehr.
Trotz der nach wie vor hohen Gaspreise ist Kohle den Erzeugungszahlen nach der unsubventionierte Erzeuger mit den höchsten Grenzkosten. Das liegt vermutlich mit am CO2-Preis.
2024 haben Wind und Solar 38% des Nettostromverbrauchs gedeckt. Bis 2045 soll der Anteil auf rund 90% steigen, obwohl sich der Stromverbrauch durch Sektorkopplung vervielfachen wird.
Gegenüber 2019 ist der klimafreundliche Stromanteil um einige Prozentpunkte gefallen durch die Abschaltung von 7 Kernkraftwerken.

Klimafreundlicher Strom von 2000 bis 2024
Die maximale Erzeugung klimafreundlichen Stroms (<100 gCO2kWh) in Deutschland fand im Jahr 2019 statt mit 259 TWhel. Seitdem wurden 7 AKW abgeschaltet und mit ihnen eine große Menge sauberer Stromerzeugung. Wir haben 2024 mit 231 TWhel nur 13% klimafreundlichen Strom mehr erzeugt als 2 Jahrzehnte vorher in 2004.
Alle 4 klimafreundlichen Erzeuger Kernkraft, Wasserkraft, Wind und Solar werden hauptsächlich zur Stromerzeugung eingesetzt. Wenn wir von klimafreundlichen Strom sprechen, dann auch gleichzeitig von klimafreundlicher Primärenergie.
Die Energiewende hat in 24 Jahren vor allem ein Ziel erreicht: Es wurde die klimafreundliche Energie aus Kernkraft (12 gCO2/kWh) bilanziell durch die klimafreundliche Energie aus Windkraft (17 gCO2/kWh und Photovoltaik (70 gCO2/kW) ersetzt, zu immensen Kosten.
Währenddessen blieb der Anteil klimaschädlicher Energiequellen bis 2013 völlig gleich und ist seitdem nur von 86% auf 82% Anteil gesunken. Ein Großteil der Senkung wurde durch hohe Energiekosten und sinkende Nachfrage erreicht, zum Preis einer Deindustrialisierung.
Wir treten bei der klimafreundlichen Energieerzeugung leider seit Jahrzehnten auf der Stelle, trotz enormer Energiewende-Kosten.

Wetterabhängige Auslastung 2024: Kapazitätsfaktor von Wind & Solar
Je weiter der geplante Ausbau von Solar und Wind in Deutschland voranschreitet, desto mehr sind wir beim Strommix vom Wetter abhängig. Günstige oder schlechte Wetterbedingungen zeigen sich immer mehr in der Jahresbilanz.
2024 war ein schlechtes Jahr für Sonnenstrom und ein durchschnittliches Jahr für Windstrom in Deutschland:
- 32% Kapazitätsfaktor Wind Offshore
- 20% Kapazitätsfaktor Wind an Land
- 8% Kapazitätsfaktor Photovoltaik
Im Zehnjahresmittel sind wir bei 20% Kapazitätsfaktor für Wind an Land und 10% für Photovoltaik.
Bei weiterem Ausbau dürfte die Auslastung von Windrädern und Solaranlagen weiter abnehmen. Das bedingt allein schon die steigende Kannibalisierung zu sonnenreichen und windreichen Zeiten mit deutlich mehr Abregelungen.
Außerdem findet der weitere Ausbau immer mehr an nicht optimalen Orten mit weniger Wind- und Sonnenstunden statt. Küstennahe Windräder mit hohem Kapazitätsfaktor werden kaum noch hinzukommen. Der verstärkte Windradausbau in Süddeutschland wird den Kapazitätsfaktor drücken.
Die stark wetterabhängigen Energiequellen Wind und Solar sind zusammen mit der Wasserkraft natürlich auch am meisten vom Klimawandel betroffen. So führt zum Beispiel der Klimawandel zu weniger Windstunden.
Der Kapazitätsfaktor wird berechnet über die tatsächlich erzeugte Nettostrommenge geteilt durch die maximal mögliche Strommenge anhand der Nennleistung.5 6

Strommix Europa 2000-2024: Erzeugung im Verbundnetz
Wie die Stromimporte zeigen, ist Deutschland bei der Stromversorgung keine Insel, sondern mit der Schweiz und Dänemark eins der am besten elektrisch vernetzten Länder in Europa, wenn nicht weltweit.
Im europäischen Strommix ist Kernkraft der wichtigste Energieträger mit 20% Anteil an der Sromerzeugung. Darauf folgen Wasserkraft mit 18%, Windkraft mit 17% und Erdgas mit 15%.78
Viele europäische Länder sind bereits aus der Kohle ausgestiegen, der Kohleanteil liegt nur noch bei 12%. Den Rest des Strombedarfs decken Solar mit 10% und Biomasse mit 5%. Anders als in Deutschland sinkt in Europa die Stromerzeugung nicht.
Das gleichgekoppelte kontinentaleuropäische Verbundnetz erstreckt sich von Portugal bis zur Türkei und von Dänemark bis Tunesien. Dazu kommen Seekabel zu den Inselnetzen in Skandinavien und im Baltikum sowie in England und Irland.
Island, Russland, Belarus, Malta und Zypern sind nicht mit dem Kontinentalnetz verbunden und werden nicht berücksichtigt. Leider sind auch Irland, Kosovo und die Ukraine nicht berücksichtigt, weil die Datenquelle keine Daten für das Jahr 2024 führt.
Ember Climate berücksichtigt 30 europäische Länder mit einem Strombedarf von um die 3.700 TWh.9
Das Verbundnetz ist natürlich keine Kupferplatte. Die Koppelstellen haben teils nur sehr geringe Leistungen, z.B. zur Türkei, nach Spanien und Portugal oder nach Marokko/Algerien/Tunesien – gleiches gilt für Seekabel. Für deutsche Importe und Exporte relevant sind nur die Nachbarländer plus die per HGÜ angekoppelten Länder Norwegen und Schweden.

Endenergie und Nutzenergie Deutschland 2021
Primärenergieträger sind nicht vollständig nutzbar. Trotzdem wird hier die Primärenergie wird hier verwendet, weil die Zahlen zeitnah verfügbar sind und nicht erst nach Jahren ausgewiesen werden. Die Primärenergie nach Substitutionsprinzip kann die Nutzenergie approximieren.
Auf dem Weg zur Nutzenergie bestimmt eine Kette von Umwandlungen mit verschiedenen Wirkungsgraden, wieviel Energie verloren geht. Welcher Energieanteil letztendlich nutzbar ist, hängt vor allem von der Anwendung ab:
- Wärme/Kälte: Kaum Verluste
- Elektrizität: ~60% Verluste
- Verkehr: ~75% Verluste
Einen Teil dieser Verluste versucht die Kennzahl Endenergie abzubilden. Sie berücksichtigt Verluste bei der Stromerzeugung und auch Umwandlungen wie die Raffinierung von Öl zu Benzin, Diesel, Heizöl und Kerosin.
Die Endenergie berücksichtigt aber nicht die zwingend folgende Umwandlung in Bewegungsenergie im Verkehrssektor. Mit einem optimistischen Wirkungsgrad von 25% schrumpft die für Transport nötige Energie – siehe Diagramm.
Wirkungsgrade sind aber nicht in Stein gemeißelt. Ein riesiger Schiffsmotor kann Diesel effizienter verbrennen als ein PKW. Ein Kleinwagen schluckt weniger als ein SUV. Außerdem steigt die Energieeffizienz mit dem technischen Fortschritt.
Das muss aber nicht so sein. Die Sektorkopplung sekt die Effizienz der Prozesswärme-Erzeugung. Hohe dreistellige und vierstellige Temperaturniveaus lassen sich leider nicht mit Wärmepumpen erreichen.
Updates:
- 13.01.2022: Erstmals veröffentlicht.
- 20.10.2022: Aktualisiert mit neuem BP Statistical Review
- 25.12.2022: Aktualisiert mit neuen AGEB Zahlen
- 03.07.2023: Kapazitätsfaktor Offshore ergänzt, neues Statistical Review vom Energy Institute, ehemals BP, verarbeitet
- 11.04.2024: mit Zahlen für 2023 aktualisiert, europäischen Strommix hinzugefügt
- 07.01.2025: mit Zahlen für 2024 aktualisiert
Quellen
- Primärenergieverbrauch AG Energiebilanzen (2024) vom Wirkungsgradprinzip umgerechnet auf Substitutionsprinzip mit PEF 2,44
- Simplified energy balances Eurostat (2022)
- Statistical Review Energy Institute (2023)
- Energieträgerscharfe Importe SMARD (2025)
- Installierte Netto-Leistung zur Stromerzeugung in Deutschland Energy-Charts (2025)
- Gesamte Nettostromerzeugung in Deutschland Energy-Charts (2025)
- 2000-2023: Yearly electricity data Ember Climate (2025)
- 2024: Monthly electricity data Ember Climate (2025)
- berücksichtigte Länder: Austria, Belgium, Bulgaria, Croatia, Czechia, Denmark, Estonia, Finland, France, Germany, Greece, Hungary, Italy, Latvia, Lithuania, Luxembourg, Montenegro, Netherlands, Norway, Poland, Portugal, Romania, Serbia, Slovakia, Slovenia, Spain, Sweden, Switzerland, Türkiye, United Kingdom






Es ist sehr belustigend dieses Propagandaspinning Jahr für Jahr zu lesen. Ich freue mich bereits auf das Update 2025, da dürfte es bereits kein Zerrbild mehr sein. Das hat irgendwie informationspolitische DDR-Vibes.
Also wenn du die Lobhudelei Anfang Januar zum Energieverbrauch meinst, da kann ich nur zustimmen mit den DDR-Vibes. Fehlt nur noch ein „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“ 😉
Wenn man sich dagegen, wie hier im Artikel, die Zahlen anschaut, wundert man sich nicht mehr über Desillusionierung und Politikverdrossenheit.
Ich habe ein Problem mit dem Vergleich der Zahlen von oben und den BDEW-Zahlen.
Die AGEB-Zahlen werden nach Wirkungsgradprinzip gerechnet oben nach Substitionsprinzip und Primärenergiefaktor 2,44, wenn ich das richtig verstanden habe.
Für Öl Kohle und Gas ergeben sich ziemlich die gleichen Zahlen wie von der AGEB, die EE sind sind dort summiert und erhält wahrscheintlich auch die Biomasse.
Wenn ich das vergleich erhalte ich für EE summiert oben 922 TWh und bei AGEB die 582 TWh, wenn das so einigermaßen stimmt: Wie sind diese beiden Zahlen miteinander zu vergleichen?
Hi Martin,
Dass für die Erneuerbaren im Substitutionsprinzip deutlich mehr Primärenergie veranschlagt wird, liegt daran, dass das Wirkungsgradprinzip Wind, Solar und Wasserkraft kleinrechnet. Es wird nämlich nur die elektrische Energie (Arbeit) gezählt, während beim Substitutionsprinzip die substituierte thermische Energie (Wärme) gezählt wird.
Arbeit und Wärme auseinanderzuhalten ist Grundlage einer jeden aussagekräftigen Bilanzierung. Und das Prinzip der Primärenergie ist die Bilanzierung thermischer Energie (Heizwert), nicht elektrischer Energie. Das Wirkungsgradprinzip vermischt aber Arbeit und Wärme und ist daher meiner Meinung nach abzulehnen. Das gilt insbesondere in modernen Energiesystemen mit hohen Anteilen von Wind und Solar. Mehr dazu im Artikel Wie misst man Energie?
Zur genauen Berechnung: Da AGEB in ihrer Primärenergiebilanz erneuerbare Energieträger nur zusammengefasst ausweist, musste ich die Strombilanz von AGEB verwenden, wo erneuerbare Energieträger einzeln aufgeschlüsselt sind. Mithilfe des PEF 2,44 ist eine Umrechnung von Wind, Solar und Wasserkraft möglich.
Das ist sicher keine perfekte Berechnung bis zur x-ten Nachkommastelle, aber die Abweichungen zum Statistical Report des Energy Institutes für vergangene Jahre sind klein. Einen neuen Statistical Report gibt es leider erst im Juni, so lange wollte ich nicht warten.
Habe es jetzt besser verstanden (PEF 2.44) für die „echten“ EE Wind, Wasser und Sonne, die Biomasse leidet natürlich wie Kohle unter den Wirkungsgradverlusten.
(Mit KWK würde man auch bei den fossilen vermutlich bessere Ergebnisse erreichen, aber wollen wir’s mal nicht zu kompliziert machen).
Danke jedenfalls für die wirklich guten Informationen hier!
Pingback: Kosten der Energiewende: Wie teuer sind EEG-Umlage & co? - Tech for Future
Primärenergie zur Basis der ganzen Analyse zu machen ist sowas von unseriös. Damit war ich auf ihrer Seite zum ersten und letzten Mal.
Kopfschüttel …
Kein Wunder, dass sich so viele Märchen an Stammtischen halten …
Im Gegenteil, Primärenergie nach Substitutionsprinzip ist die seriöseste Basis für eine Analyse.
Hier ein ganzer Artikel zu den Tricks und Schönrechnereien bei Energiebilanzen.
Pingback: Lügen mit Zahlen: Wie bei der Energiewende getrickst wird - Tech for Future
Sie substituieren sich noch zu Tode!!
Hier werden eben keine Gefahren gescheut um unterschiedliche Energieträger vergleichbar darzustellen 😉
Hallo: Wo werden denn 105 TWh für Kernenergie ausgewiesen??
Ganz oben sind es 2,4% von 3600 TWh.
Bleiben Sie doch bei den Zahlen und substituieren nicht so viel!
Stimmt, AGEB weist 105 TWh thermisch aus, weil die nen Wirkungsgrad von 35% ansetzen. Korrigiert nach Substitutionsprinzip sind es 87 TWh thermisch.
Die AKW erzeugten 2022 nur 37 TWh elektrisch. Analog mit Wasser, Wind und Solar, die 17 TWh elektrisch, 128 elektrisch und 61 TWh elektrisch erzeugten also 42 TWh thermisch, 316 thermisch und 150 thermisch
Ein letztes Mal:
Wenn Sie von 4,2% für PV und 8,9% für WIND sprechen, dann können das nur Anteile sein von der Endenergie und NICHT, wie in der Abbildung geschrieben, von der Primärenergie!
Es ist wirklich und tatsächlich die Primärenergie nach Substitutionsprinzip. Endenergie wäre wieder anders, weil da der Verkehrssektor enorm aufgebläht wird.
Das mit Wind und Solar läuft analog zur Kernkraft. Die erzeugte 2022 nur 38 TWh Elektrizität und wird trotzdem mit 105 TWh Primärenergie ausgewiesen.
Ich hab ja schon mehrere Links zur Erklärung des Substitutionsprinzips angeführt. Hier nochmal ganz knallhart mit Zahlen zur Berechnungs-Methodik.
Wenn eine Primärenergie von ca 3.600 TWh genannt wird und PV und WIND davon etwa 60 bzw. 130 TWh erzeugen, dann können Sie nicht von 4,2% für PV und 8,9% für WIND reden. Da können Sie substituieren, so viel Sie wollen, die Mathematik spricht dagegen.
Du machst den Fehler kWh-elektrisch mit kWh-thermisch gleichzusetzen. Bei Primärenergie zählt man ausschließlich letzteres.
Hier ein ganzer Grundlagen-Artikel dazu, der die Details erklärt.
Zitat:
„Ich verwende auf diesen Seiten ausschließlich das Substitutionsprinzip, welches alle Energiequellen gleichbehandelt.“
Genau diese Behauptung stimmt eben nicht.
Denn Sie ignoriert absichtlich die Tatsache, dass die meisten EE direkt und ohne Umwege el. Energie /Strom erzeugen.
Die hochwertigste und variabelst Energieform.
Fossile und auch Kernenergie brauchen dafür den verlustbehafteten Weg über Wasserkocher und Turbinen.
Genau deshalb spart jede durch EE erzeugte kWh el. Energie 2-3kWh fossile Primärenergie ein.
Sie dagegen rechnern zurück, wass man an fossiler Primärenergie benötigen würde, wenn man die kWh EE-Strom aus ihnen herstellen würde.
Ganz im Gegenteil, das Substitutionsprinzip BERÜCKSICHTIGT die Tatsache, dass Wind, Solar und Hydro direkt und ohne Umwege el. Energie /Strom erzeugen und berücksichtigt diese Energiequellen fair.
Das Wirkungsgradprinzip ignoriert diesen Umstand und tut so als ob die Abwärme von fossilen Energiequellen nutzbare Energie wäre. Das ist natürlich falsch und benachteiligt Wind, Solar und Hydro.
Weil unter Primärenergie üblicherweise Werte um 3600 TWh genannt werden (auch von Ihnen), und davon mach PV und WIND nie 4,2% bzw. 8,2% aus!
Doch, nach der Substititutionsmethode, die Wind und Solar nicht benachteiligt, sind das die entsprechenden Anteile.
Schau doch mal in die am weitesten verbreitete Quelle für Energiezahlen, den BP Statistical Report.
Dann hätte es aber in der Überschrift nicht „Energieverbrauch nach Primärenergieträger“ heissen dürfen.
Warum nicht? Das IST ja die Primärenergie – nach Substitutionsmethode.
Ich habe eine Frage zu der Abbildung zum Energieverbrauch.
Die Daten für Solar (4,2%) und Wind (8,9%) sind sehr hoch im Vergleich zu Zahlen, die anderweitig veröffentlicht werden, z.B. 1,6% und 3,5% vom BMWK. Beziehen sich Ihre Daten eventuell auf die Endenergie, was die Unterschiede allerdings auch nicht erklären würde, oder enthalten sie eine mir unbekannte Normierung?
Das liegt daran, dass BMWK und andere offizielle Stellen in Deutschland eine andere Berechnung verwenden, die sogenannte Wirkungsgradmethode. Nach Wirkungsgradprinzip wird die Abwärme von fossilen Energiequellen und der Kernkraft als nutzbare Energie gezählt, obwohl sie natürlich nicht nutzbar ist.
Das benachteiligt Wind, Solar und Wasserkraft um den Faktor ~3. Das verhindert eine Vergleichbarkeit der verschiedenen Energieträger untereinander als auch eine Vergleichbarkeit über die Jahre. Es führt außerdem zu statistischen Artefakten, wie einem Sinken der Zahlen beim Gesamtenergieverbrauchs bei einem Ausbau von Wind, Solar oder Wasserkraft, selbst wenn der Energieverbrauch real gar nicht sinkt.
Dieses für die allermeisten Schlussfolgerungen nicht brauchbare Wirkungsgradprinzip stößt regelmäßig auf berechtigte Kritik. Das ist gemeint, wenn jemand sagt „Primärenergie ist keine sinnvolle Metrik“. Tatsächlich meinen diese Leute, die Wirkungsgradmethode ist keine sinnvolle Metrik – und damit haben sie Recht. Warum sie trotzdem verwendet wird? Keine Ahnung!
Ich verwende auf diesen Seiten ausschließlich das Substitutionsprinzip, welches alle Energiequellen gleichbehandelt.
Mehr Erklärungen dazu:
Also wenn es die Franzosen endlich schaffen, ihre KKW (für die sie leider keine BackUp-Kapazitäten haben) wieder ans Netz zu bringen, dann sehe ich eher eine Abnahme der Kohle- und Erdgasverstromung in Deutschland in 2023.
Denn den seit Ende 2021 dauernden Ausfall der franz KKW mussten zu den Hauptbedarfszeiten die umliegenden Staaten mit Lieferungen kompensieren – oft mit Kohle- und Erdgasstrom. Deshalb ist unser Stromexportüberschuss (und die Gewinne aus dem Stromhandel) in 2022 steil nach oben geschossen.
Derzeit produzieren wohl von den 56 franz. KKW immer noch 16-18 KKW keinen Strom sondern hängen als Verbraucher am Netz.
Seit Ende 2021 haben diese Kraftwerke wegen Wartungs- und Sicherheitsproblemen andauernde „Dunkelflaute“ …
Wir schalten 3 AKW mit 4,1 GW Nennleistung und 90+% Kapazitätsfaktor ab und ersetzen sie durch Kohlekraftwerke. Dadurch nimmt dann die Kohleverstromung AB? Das musst du mir mal erklären.
Nein, wir ersetzen hier die abgeschalteten KKW nicht durch Kohle-KWs.
Diese Kohle-Reserven mussten aktiviert werden, weil in Frankreich seit Ende 2021 reihenweise KKW wegen Wartungs- und Sicherheitsproblemen vom Netz genommen werden mussten. Ein BackUp – wie von Ihnen für die EE immer großzügig gefordert / eingerechnet – gab es für diese KKW-Kapazitäten in Frankreich nicht.
Jetzt dauert diese „KKW-Ertragsflaute“ auch schon >1Jahr /zwei Winter an.
Anfang 2023 sind immer noch 15 KKW in FR Stromverbraucher statt Stromerzeuger.
Also mussten die restlichen Staaten in Europa ran, damit in FR das Licht nicht ausgeht.
Mit allen als Reserve vorhandenen Kapazitäten auch mit Kohle-KWs.
Prüfen Sie einfach den in 2022 stark gestiegenen deutschen Nettoexportüberschuss (trotz schon abgeschalteter KKW) …
Mit Frankreich hat die hohe Kohleverstromung in Deutschland wenig zu tun, siehe Visualisierung der FR-Exporte gegenüber der Kohleverbrennung bei SMARD.
Aus Ihrer verlinkten Visualisierung mit den gesetzten Filtern lese ich heraus, dass im betrachteten Zeitraum die Nettoexportmenge nach Frankreich (>1,8GWh) mehr als 10% des gesamten in Deutschland erzeugten Kohlestromes (16,2GWh) beträgt …
90% des Kohlestroms sind also zur Eigenversorgung. Vermutlich deutlich mehr, weil ein Großteil des exportierten Stroms Wind und Solar sein dürften.
Pingback: China verdient am Dilettantismus europäischer Politiker – SciFi – Welt25
Hier sieht man wieder mal: traue nur der Statistik die du auch selbst gefälscht hast!
Die richtigen Daten sind hier zu finden:
https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/news/2022/nettostromerzeugung-in-deutschland-2021-erneuerbare-energien-witterungsbedingt-schwaecher.html
Willst du damit sagen die Daten der AG Energiebilanzen sind gefälscht? Von wem denn und warum?
Fraunhofer weißt die Bilanz zur Primärenergie nicht einmal aus…
Hauptsache Trollen, oder wie?