Deutschland hat mit die teuersten Strompreise der Welt. Warum sind deutsche Stromkosten so hoch?
Inhalt
Wir sind ganz weit vorne beim Strompreis. In wenig anderen Ländern der Welt kostet der Strom so viel wie in Deutschland.
Im Jahr 2019 haben wir bei Stromkosten in Privathaushalten 30 Cents pro Kilowattstunde geknackt und seit 2023 sind wir über 40 Cents pro kWh.
Im Schnitt kostete Ende 2023 der Strom in der EU rund 29 Cents pro kWh. In den USA sind es nur noch 16 Cents, in China und Indien sogar nur 7 Cents.
Warum ist der deutsche Strom teurer als in den allermeisten Ländern der Welt?
- Die EEG-Umlage war Preistreiber bis 2020.
- Energiekrise und Netzausbau treiben seit Ende 2021 die Kosten.
Die EEG-Kosten werden seit Mitte 2022 über Steuern statt über die Stromrechnung finanziert. Diese Subvention wurde aber von der Verteuerung aufgefressen.
Auch nach dem Höhepunkt der Energiekrise werden die Verbraucherpreise höher als vor der Krise bleiben.1

Zusammensetzung des Strompreises 2024 in Deutschland
Der Strompreis in Deutschland im Juli 2024 beträgt 41,4 Cents pro kWh 2 mit dieser Zusammensetzung:
- 21,3 Cents pro kWh: Produktion & Bereitstellung
- 16,5 Cents pro kWh: Netzentgelt, Konzessionsabgabe & StromNEV-Umlage
- 2,4 Cents pro kWh: Energiesteuer auf Strom
- 0,8 Cents pro kWh: Offshore-Haftungsumlage
- 0,3 Cents pro kWh: Sonstige Umlagen wie KWK-Aufschlag
für Haushalte mit 3.500 kWh Jahresverbrauch inklusive 19% Mehrwertsteuer

Strompreiserhöhung: Strompreisentwicklung in Deutschland 2000 bis 2024 [Chart]
Im Jahr 2000 vor Beginn der Energiewende zahlten Privatverbraucher noch 13,9 Cents pro kWh Strom. Der Strompreis hat sich in 24 Jahren gut verdreifacht.
Dabei unterscheiden sich die Gründe für die Strompreiserhöhung in den Nullerjahren stark von denen in den Zehnerjahren und in den Zwanzigerjahren:3
- 2000 – 2010 Strompreiserhöhung von 13,9 Cents auf 23,7 Cents pro kWh
Die Beschaffung und Bereitstellung des Stroms kostete 2010 mehr als doppelt so viel wie 2000. Ab 2010 hielt sich das hohe Niveau hingegen halbwegs stabil. - 2010 – 2020 Strompreiserhöhung von 23,7 Cents auf 31,8 Cents pro kWh
Die EEG-Umlage und die Umlage für Offshore-Haftung sind von 2,4 Cents im Jahr 2010 auf 8,5 Cents pro kWh im Jahr 2020 gestiegen. Auch die Netzentgelte sind im zweiten Jahrzehnt langsam gestiegen, von rund 9 Cents pro kWh in den Jahren 2007 bis 2012 auf 11,5 Cents pro kWh heute. - 2020 – 2024 Strompreiserhöhung von 31,8 Cents auf 41,35 Cents pro kWh
Wie in den Nuller Jahren ist die Beschaffung und Bereitstellung des Stroms der Preistreiber. Das liegt an der Energiekrise seit 2021. Auch die Netzentgelte steigen weiter. Die EEG-Umlage ist seit 2020 gedeckelt und Mitte 2022 ganz abgeschafft. Das kann aber den Preisanstieg nur zu einem kleinen Teil kompensieren.
für Haushalte mit 3.500 kWh Jahresverbrauch inklusive 19% Mehrwertsteuer
vor 2006 wurden Netzentgelte und Produktionskosten nicht einzeln ausgewiesen

Weltweiter Strompreisvergleich: Wer hat den günstigsten Strompreis?
Deutschland hatte bis zur Energiekrise weltweit den teuersten Strompreis für Privatverbraucher unter Staaten mit mehr als 5 Mio. Einwohnern. Durch den Wegfall der EEG-Umlage seit 2022 haben mehrere andere Länder bei den Stromkosten aufgeholt. Die EEG-Umlage ist aber nicht weg, sondern wird jetzt steuerfinanziert.
Inseln wie Irland und Großbritannien haben grundsätzlich höhere Stromkosten als Länder, die stark in einem Verbundnetz integriert sind. Dänemark und Italien müssen einen großen Teil ihres Stroms importieren. Warum die Schweiz, Österreich, Tschechien und Belgien unter den teuersten Ländern sind, ist für mich unklar.
Hier ist der weltweite Preisvergleich von Stromkosten für den Juni 2024 ohne Kleinstaaten < 5 Mio. Einwohner: [efn_note]Strompreise Globalpetrolprices (2025)[/efn_note]
- 36,7 Cents pro kWh: Deutschland
- 36,1 Cents pro kWh: Schweiz
- 34,8 Cents pro kWh: Irland
- 34,8 Cents pro kWh: Belgien
- 33,9 Cents pro kWh: Großbritannien
- 32,2 Cents pro kWh: Italien
- 30,9 Cents pro kWh: Tschechische Rep.
- 30,7 Cents pro kWh: Dänemark
- 29,0 Cents pro kWh: Österreich
- 28,6 Cents pro kWh: Guatemala
- 28,3 Cents pro kWh: Frankreich
- 25,3 Cents pro kWh: Kenia
- 24,5 Cents pro kWh: Niederlande
- 24,0 Cents pro kWh: Sierra Leone
- 23,5 Cents pro kWh: Australien
- 22,5 Cents pro kWh: Portugal
- 22,4 Cents pro kWh: Honduras
- 21,6 Cents pro kWh: Polen
- 21,5 Cents pro kWh: El Salvador
- 21,4 Cents pro kWh: Spanien
- 21,0 Cents pro kWh: Japan
- 20,7 Cents pro kWh: Kolumbien
- 19,9 Cents pro kWh: Mali
- 19,8 Cents pro kWh: Libanon
- 19,5 Cents pro kWh: Griechenland
- 19,3 Cents pro kWh: Burkina Faso
- 19,3 Cents pro kWh: Schweden
- 18,8 Cents pro kWh: Slowakei
- 18,4 Cents pro kWh: Neuseeland
- 18,2 Cents pro kWh: Philippinen
- 17,7 Cents pro kWh: Togo
- 17,6 Cents pro kWh: Ruanda
- 17,6 Cents pro kWh: Peru
- 17,3 Cents pro kWh: Israel
- 17,3 Cents pro kWh: Vereinigte Staaten
- 17,3 Cents pro kWh: Costa Rica
- 17,2 Cents pro kWh: Südafrika
- 17,1 Cents pro kWh: Uganda
- 17,0 Cents pro kWh: Nicaragua
- 16,8 Cents pro kWh: Panama
- 16,6 Cents pro kWh: Finnland
- 16,5 Cents pro kWh: Senegal
- 16,1 Cents pro kWh: Rumänien
- 15,9 Cents pro kWh: Chile
- 15,0 Cents pro kWh: Kroatien
- 14,7 Cents pro kWh: Kambodscha
- 14,3 Cents pro kWh: Norwegen
- 13,5 Cents pro kWh: Bulgarien
- 13,2 Cents pro kWh: Namibia
- 13,0 Cents pro kWh: Südkorea
- 12,6 Cents pro kWh: Sri Lanka
- 12,3 Cents pro kWh: Côte d´Ivoire
- 12,2 Cents pro kWh: Mosambik
- 12,1 Cents pro kWh: Thailand
- 12,1 Cents pro kWh: Brasilien
- 12,0 Cents pro kWh: Serbien
- 11,9 Cents pro kWh: Madagaskar
- 11,4 Cents pro kWh: Albanien
- 11,4 Cents pro kWh: Kanada
- 11,3 Cents pro kWh: Marokko
- 10,6 Cents pro kWh: Ghana
- 10,5 Cents pro kWh: Dominikanische Rep.
- 9,7 Cents pro kWh: Ungarn
- 9,4 Cents pro kWh: Ecuador
- 9,1 Cents pro kWh: Taiwan
- 8,9 Cents pro kWh: Mexiko
- 8,8 Cents pro kWh: Botsuana
- 8,7 Cents pro kWh: Tansania
- 8,5 Cents pro kWh: Jordanien
- 8,5 Cents pro kWh: Indonesien
- 7,7 Cents pro kWh: Ver. Arab. Emirate
- 7,6 Cents pro kWh: Kamerun
- 7,5 Cents pro kWh: Belarus
- 7,2 Cents pro kWh: Malawi
- 7,2 Cents pro kWh: China
- 7,2 Cents pro kWh: Indien
- 7,1 Cents pro kWh: Vietnam
- 6,7 Cents pro kWh: Pakistan
- 6,3 Cents pro kWh: Tunesien
- 6,2 Cents pro kWh: Bangladesch
- 6,1 Cents pro kWh: Ukraine
- 5,9 Cents pro kWh: Argentinien
- 5,6 Cents pro kWh: Kongo, Dem. R.
- 5,4 Cents pro kWh: Russland
- 5,4 Cents pro kWh: Kasachstan
- 5,1 Cents pro kWh: Saudi-Arabien
- 4,9 Cents pro kWh: Paraguay
- 4,9 Cents pro kWh: Afghanistan
- 4,8 Cents pro kWh: Malaysia
- 4,5 Cents pro kWh: Venezuela
- 4,4 Cents pro kWh: Aserbaidschan
- 4,4 Cents pro kWh: Türkei
- 4,0 Cents pro kWh: Nepal
- 4,0 Cents pro kWh: Usbekistan
- 3,8 Cents pro kWh: Algerien
- 3,3 Cents pro kWh: Nigeria
- 2,5 Cents pro kWh: Laos
- 1,9 Cents pro kWh: Sambia
- 1,8 Cents pro kWh: Myanmar
- 1,8 Cents pro kWh: Syrien
- 1,7 Cents pro kWh: Ägypten
- 1,4 Cents pro kWh: Irak
- 1,4 Cents pro kWh: Kirgisistan
- 1,2 Cents pro kWh: Libyen
- 0,8 Cents pro kWh: Angola
- 0,6 Cents pro kWh: Sudan
- 0,5 Cents pro kWh: Kuba
- 0,3 Cents pro kWh: Äthiopien
- 0,2 Cents pro kWh: Iran
- 0,1 Cents pro kWh: Simbabwe
für Haushalte weltweit im Juni 2024
Sehr günstig mit unter 1 Cent pro kWh ist der Strom in Simbabwe, Iran, Äthiopien, Kuba, Sudan und Angola. In diesen Ländern wird der Strom staatlich subventioniert. Das gilt sehr wahrscheinlich auch für alle anderen Länder mit Stromkosten unter 5 Ct/kWh.
Für Deutschland wird hier ein Preis von 36,7 Ct/kWh angegeben im Juni 2024, während der BDEW im Juli 2024 mit 41,4 Ct/kWh rechnet. Das liegt daran, dass Globalpetrolprices Preisangebote für Neukunden betrachtet, während der BDEW alle vorhandenen Verträge berücksichtigt. Letzteres erscheint mir näher an der Wahrheit.

Europäische Energiekrise: Wann erholen sich die Energiepreise?
Der Einfuhrstopp für fossile Brennstoffe aus Russland hat Europas Energieversorgung hart getroffen. Auf mehr als das Zehnfache stiegen die Preise am Strommarkt zum Höhepunkt der Energiekrise Anfang 2022. Sie folgten weitgehend den gestiegenen Preisen für Erdgas.
Seitdem haben sich die Großhandelspreise bei Strom und Gas deutlich erholt. Das Erdgas ist aber immer noch 1/3 teurer als vor der Krise und die Strompreise sind immer noch gut 50% über dem Vorkrisenniveau.
Ein Grund, warum die Strompreise sich weniger erholt haben, sind die CO2-Emissionspreise, die 2019 deutlich gestiegen sind. Auch der deutsche Atomausstieg mit dem Verlust von 9,7 GW günstiger versorgungssicherer Leistung seit 2019 hat die Strompreise verteuert.
Der Strommarkt geht in Zukunft auch nicht von einer Besserung aus. Die Preise am Terminmarkt bleiben auf rund 170% des Vorkrisenniveaus.4 5
Bis 2027 normalisieren sich die Preise also nicht wieder auf das Niveau vor der Energiekrise von rund 40 Euro pro MWh. Die Energiekrise ist gekommen, um zu bleiben.

Netzentgelte: Ein zukünftiger Kostentreiber
In Zukunft dürften steigende Netzentgelte den Strompreis weiter nach oben treiben, wie schon in den letzten Jahren. Dabei wurden 2023 die Anstiege sogar noch durch €5,5 Milliarden Euro Steuergelder kompensiert. Auch seitdem wurden die höheren Netzentgelte kaum weitergegeben, aber das wird zwangsläufig noch geschehen.
Die Erhöhung der Netzentgelte liegt zum größten Teil am für Erneuerbare nötigen Netzausbau:
- Konventionelle Kraftwerke stehen versorgungsgerecht in Verbrauchernähe, während Wind, Solar und Biogasanlagen weit von den Verbrauchern entfernt dezentral über das Land verteilt sind.
- Das gilt besonders für die Offshore-Windanlagen, deren Netzanbindung sehr teuer ist und nicht vom Betreiber bezahlt werden muss.
- Die 4 neuen Nord-Süd-Gleichstromtrassen mit jeweils 2 GW für Offshore-Wind sind ebenfalls sehr teuer.
Laut Netzentwicklungsplan müssen bis 2045 schwindelerregende 26.000 Kilometer (!) Stromtrassen ausgebaut werden.6
Davon wurden bisher 14.000 Kilometer Netzausbau für die Energiewende geplant, aber erst 20% fertiggestellt.7.

Industrie: Hohe Strompreise für energieintensive Unternehmen
Auch bei den Industriestrompreisen für energieintensive Unternehmen ist Deutschland international abgeschlagen:8
- 5 €Ct/kWh USA
- 6 €Ct/kWh China
- 6 €Ct/kWh Frankreich
- 11 €Ct/kWh Spanien
- 11 €Ct/kWh Deutschland
- 14 €Ct/kWh Polen
Der Vergleich mit Spanien und Polen zeigt, dass hier viele europäische Länder abgehängt wurden. Die Energiekrise aufgrund des Importstopps von russischem Erdgas betraf vor allem Europa.
Die große Ausnahme hier ist Frankreich mit günstigem Atomstrom. Vermutlich gilt das gleiche für Länder mit viel Wasserkraft wie Norwegen, Island oder Schweden.
Die energieintensive Industrie wird bei höherem Verbrauch subventioniert durch Steuererleichterungen, den Wegfall von Umlagen und Netzentgelten und selbst durch die Rückerstattung der CO2-Steuer (Strompreiskompensation). Zu den höheren Verbräuchen ist leider die Datenlage sehr schlecht. Von BDEW, Eurostat & Co werden leider nur Geringverbraucher verglichen.
Natürlich wird sich die energieintensive Industrie bei solchen Wettbewerbsnachteilen nicht in Deutschland halten können. Eine teilweise Deindustrialisierung ist die wahrscheinliche Folge.

Hohe Strompreise behindern die Sektorkopplung
Bei einem mittleren Haushaltsverbrauch von 3.500 kWh im Jahr macht die Strompreiserhöhung um 20 Cent seit 2008 immerhin 800 Euro Extrakosten pro Jahr aus.
Besonders hart trifft das Geringverdiener, bei denen die Stromkosten relativ gesehen einen größeren Teil der Ausgaben ausmachen.
Aber der Schaden durch hohe Strompreise ist weitreichender als nur eine hohe Stromrechnung. Wenn Strom künstlich teuer gemacht wird, lohnt sich die Sektorkopplung nicht.
Ist ja logisch: Wenn eine Wärmepumpe oder ein E-Auto doppelt so hohe Betriebskosten hat wie die fossile Alternative, überlegt man sich die Neuanschaffung nochmal.
In Frankreich, Schweden oder Norwegen ist die Elektrifizierung des Wärme- und Transportsektors deutlich weiter als bei uns. Das sieht man gut am Anteil klimafreundlicher Energie am Primärenergieverbrauch.

EEG-Deckel & Ende der EEG-Umlage: Preisbremse seit 2021
Die EEG-Umlage wird seit dem Jahr 2023 vollständig steuerfinanziert und nicht mehr direkt durch die Stromrechnung. Diese Subvention konnte die Strompreiserhöhungen durch die Energiekrise für Geringverbraucher in der Industrie und private Haushalte etwas abfedern.
Schon 2021 gab es einen ersten Steuerzuschuss zur EEG-Umlage. Mit rund 11 Milliarden Euro wurde sie von 9,5 Ct/kWh auf 6,5 Ct/kWh gedrückt. Corona-bedingt waren die Marktwerte für Wind- und Solarstrom im Keller. Weil die Erneuerbaren nicht genug am Markt erlösen konnten, stieg die EEG-Umlage stark.
Auch im ersten Halbjahr 2022 wurde die EEG-Umlage durch Steuermittel gedeckelt auf 3,7 Cents. 9 Ab Juli 2022 wurde die EEG-Umlage ganz vom Steuerzahler übernommen. 10
Mit der EEG-Umlage fällt der hauptsächliche Kostentreiber beim Strompreis im letzten Jahrzehnt weg – nur um sofort vom Kostentreiber Energiekrise abgelöst zu werden. Die Preisanstiege durch die Energiekrise sind leider deutlich höher als die Preisbremse EEG-Abschaffung.
Stromkosten Zusammensetzung: Bestandteile der Stromrechnung
Was bedeuten eigentlich die verschiedenen Bestandteile auf der Stromrechnung? Hier ein kleines Glossar von Abgaben und Umlagen:
- Netz- und Messentgelte
Für den Transport und die Verteilung des elektrischen Stroms braucht man Stromnetze mit Hochspannung und Mittelspannung, sowie Niederspannung für die letzte Meile. Die Netzentgelte decken die Instandhaltung und Erweiterung des Stromnetzes. - Konzessionsabgabe
Die Stromnetze werden unter öffentlichen Wegen verlegt, wodurch nach dem Energiewirtschaftsgesetz eine Abgabe an die jeweilige Kommune fällig wird. Die Konzessionsabgabe ist also Teil der Netzkosten und wird hier im Artikel auch so behandelt. - EEG-Umlage
Die Subventionen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) werden seit 2000 direkt auf Stromverbraucher umgelegt. Die EEG-Umlage ist der Differenzbetrag zwischen dem Marktwert von EE-Strom und der garantierten Einspeisevergütung für Solar, Wind, Biogas und Wasserkraft. - KWK-Umlage
Die Subventionen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) werden seit 2002 direkt auf Stromverbraucher umgelegt. Die KWK-Umlage fördert Kraftwerke, die neben Strom außerdem Fernwärme produzieren um die Sektorkopplung zu erhöhen. - §19 StromNEV-Umlage
Als Teil der Mengenrabatte für Industriestrom werden energieintensive Unternehmen vom Netzentgelt befreit. Die Umlage nach Stromnetzentgeltverordnung gleicht diese Befreiungen seit 2012 aus. - Offshore-Haftungsumlage
Für Verzögerungen und Ausfälle beim Netzanschluss von Offshore-Windanlagen wird Schadensersatz fällig. Diese Zahlungen werden nach Energiewirtschaftsgesetz seit 2013 auf den Verbraucher umgelegt. - Umlage für abschaltbare Lasten
Durch den Zubau von Wind und Solar leidet die Versorgungssicherheit in Deutschland. Um Strommangellagen zu entschärfen, werden Großverbraucher seit 2014 dafür bezahlt ihren Verbrauch zu drosseln. Die Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten legt diese Kosten auf den Verbraucher um.
Updates:
- 13.05.2021: Erstmals veröffentlicht.
- 09.12.2021: Update angesichts der aktuellen Energiekrise. Verivox als neue Quelle für aktuelle Verbraucherpreise
- 27.04.2022: Update der Preise angesichts des Ukrainekrieges
- 06.10.2022: Update der Preise nach Wegfall EEG-Umlage und Verschärfung Gaskrise
- 08.03.2024: Update nach Veröffentlichung der letzten BDEW-Strompreisanalyse
- 04.04.2024: Update mit neuen Zahlen von Globalpetrolprices
- 11.07.2024: Update mit neuen Zahlen von BDEW & Globalpetrolprices via Verivox
Quellen
- Strompreisprognose Prognos (2023)
- BDEW-Strompreisanalyse Juli 2024 BDEW (2024)
- Strompreisanalyse Januar 2022 BDEW (2022)
- German Power Peakload Futures CME (2024)
- German Power Baseload Futures CME (2024)
- Netzentwicklungsplan 2037/2045 Netzbetreiber (2023)
- Monitoringbericht BNetzA (2023)
- Internationaler Vergleich
von Strompreisen für die Industrie AFRY (2023) - Altmaier: „EEG-Umlage 2022 sinkt auf den niedrigsten Stand seit 10 Jahren“ BMWI (2021)
- Abschaffung der EEG-Umlage Tagesschau (2022)






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Zitat:
„Welche Fakten habe ich eingeräumt?“
Na, dass Schwankungen am Spotmarkt erst verzögert bei Industrie und Versorgern ankommen. Die Gas-KWs waren also erst viel später als im Sommer 2021 von steigenden Gaspreisen betroffen. Denn erst als in Frankreich dutzende Reaktorblöcke unplanmäßig vom Netz gingen und die umliegenden Staaten plötzlich für Frankreich deutlich mehr Strom zusätzlich produzieren mussten – da brauchte es auch deutlich mehr (zusätzliches) Erdgas als ursprünglich geplant (Terminmarkt) und dieses gibt es dann nur am teuren Spotmarkt.
Diesen Zusammenhang finden Sie auch in etlichen Artikeln erläutert.
.
Zitat:
„Welche Zahlen wurden verfälscht wiedergegeben?“
Na bspw. ihre Darstellungen mit den absoluten Strompreise für Haushaltkunden, die ohne Berücksichtigung der Kaufkraft nichts darüber aussagen, wie teuer die Energie für den Einzelnen in einem Land ist. Sie behaupten, in Deutschland wäre Haushaltstrom für die Bürger am teuersten.
Ja, in Bulgarien ist der Haushaltstrompreis deutlich niedriger – nur können sich die Bürger in Bulgarien wegen der niedrigeren Einkommen die Energie trotzdem noch weniger leisten. Sie müssen für 1kWh deutlich länger arbeiten als in Deutschland.
Was ist da wohl besser?
Stimmt, die Preiserhöhungen kommen auf Verbraucherseite verspätet an. Ich habe aber ausdrücklich nicht die Verbraucherpreise angeführt, sondern explizit die Strompreise am Spotmarkt. Die stiegen seit spätestens Juni 2021 weitgehend synchron mit den Gaspreisen, welche wiederum infolge der russischen Angebotsverknappung stiegen. Reiner Zufall?
Was hat denn jetzt die Kaufkraft mit den Preiserhöhungen zu tun? Die hohe Inflation durch die Energiekrise schwächt natürlich auch die Kaufkraft. Energie steckt in fast jedem Produkt.
Das ist wohl war aber man kann auch keine Äpfel mit Birnen vergleichen . Das Grundübel liegt doch an der extrem hoher Inflationsrate und die sehr hohen Steuern die der Statt von den Deutschen Volke abverlangt und es wird nicht besser immer höhere EEG ,CO2 , Steuern und so weiter was die Kosten in die höhe schnellt und es wird immer schlimmer man hat keinerlei Planungssicherheit was da noch kommt. Es geht doch fast alles den Bach runter aber wen man nicht weiter weiß bildet man einen Arbeitskreis .
Na also die EEG-Umlage ist gerade erst von der Stromrechnung gestrichen wuorden. Das sind rund 5 Ct/kWh, die der Strom sonst teurer wäre.
Aber das mit der fehlenden Planungssicherheit ist sicher wahr.
Warum räumen Sie diese Fakten erst auf Nachfrage ein, argumentieren aber in Ihren angeblich so sauber recherchierten Artikeln ausschließlich mit den Zahlen, die in Ihr Denkschema (Atomstromt = toll) passen?
Mit Objektivität oder gar Wissenschaftlichkeit haben Ihre Beiträge nichts (mehr) zu tun.
Hatte am Anfang einen besseren Eindruck.
Welche Fakten habe ich eingeräumt?
Welche Zahlen wurden verfälscht wiedergegeben?
Sie wissen aber schon, dass der Großteil des Handelsvolumens weder beim Gas, noch beim Strom über den Spotmarkt abgewickelt wird?
Im Termingeschäft wird Monate und Jahre im Voraus gehandelt – i.d.R. zu günstigeren Preisen.
Daher wirkte sich die Gasverknappung auch erst einmal nicht so stark beim Strompreis aus.
Allerdings konnte Frankreich nach dem Ausfall der vielen KKW-Reaktorblöcke auch seine eigenen langfristigen Lieferverpflichtungen vom Terminmarkt nicht mehr erfüllen und musste nun große (zusätzliche) Strommengen zwangsweise am Spotmarkt nachkaufen …
Ja, die hohen Gaspreise kamen erst verzögert bei den Versorgern und der Industrie an, wenn diese langfristige Lieferverträge hatten. Auf den Strompreis am Spotmarkt schlug der hohe Gaspreis aber sofort durch.
Tja, warum sind die Strompreise in Deutschland und Europ gerade 2022 so drastisch gestiegen?
Ist halt Angebot und Nachfrage – Börsenhandel halt.
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Auf der Angebotsseite sind in Frankreich Ende 2021 (noch vor dem Ukraine-Krieg) reihenweise KKW wegen Wartungs- und Sicherheitsproblemen vom Netz gegangen. In der Spitze waren es 30KKW von 56KKW, die keinen Strom produzierten, sondern verbrauchten.
Selbst Anfang 2023 (also nach >1Jahr und zwei Wintern) sind immer noch 15KKW in Frankreich nicht wieder am Netz.
Es sollte nicht schwer fallen, dies als wichtigen Grund für die Preisentwicklung beim Strom 2022 zu identifizieren.
.
Evtl. sollte auch überdacht werden, wie sicher die KKW-Leistung also tatsächlich zur Verfügung steht und ob wirklich nur bei fluktuierenden EE-Stromerzeugern BackUp und Netzreserven benötigt werden.
In Frankreich mit seinen vielen KKW ist jedenfalls beides nicht ausreichend vorhanden.
Schon seit Jahren ist Frankreich zu Hauptbedarfszeiten („kalter Winter“) von Stromimporten abhängig.
Ganz im Gegensatz zu Deutschland übrigens.
In der Wissenschaftskommunikation musst du kurz und knapp einen Standpunkt rüberbringen. Nicht einmal in der Wissenschaft kannst du komplett bei einer Blank Slate anfangen.
Ich frage mich wirklich was dein wiederholter Nuklearkolonialismus gegenüber Frankreich bewirken soll. Willst du deutsche Ingenieure nach Frankreich schicken um den doofen Franzosen eine Lektion zu erteilen? So klingt das zumindest.
In Deutschland schalten wir perfekt gewartete AKW ab, die noch nicht einmal die Hälfte der möglichen Lebenszeit erreicht haben. Stattdessen bringen wir längst eingemottete Kohlekraftwerke wieder in Betrieb.
Auf welcher Seite der Grenze macht man es besser?
Sind die schlauer, die mangelhaft das Richtige tun
oder diejenigen, die perfekt das Falsche tun?
Ziemlich lustig. Joe Schmidt stellt doch ganz klar seine These vor: Der Strommangel in Frankreich führt zu erhöhter Nachfrage. Als BWLer solltest Du erkennen, das höhere Nachfrage zu höheren Preisen führt, was ja exakt das Thema hier ist. Wir hatten das ja auch bei Sprit schon mehrfach: Immer wenn den Amis wieder ne Raffinerie abgebrannt ist, haben sie den europäischen Markt leergekauft.
Zum Thema Backup noch: Jedes Kraftwerk ohne Ausnahme braucht ein Backup. Auch und besonders Atomkraftwerke. Diese müssen im Normalbetrieb immer für mindestens vier Wochen vom Netz. Für 12 GW Atom muss man also ein dreizehntes GW dazu stellen. Aber nur wenn man die Revisionen schon abwechselnd machen kann. Das ist in Frankreich offensichtlich nicht gelungen, da es wohl einen oder mehrere Design-Fehler in uralten Konstruktionen gibt. Ein Common-mode-failure. Daneben brauchen Atomkraftwerke auch einen tüchtigen Overhead für die Bedienung von Lastspitzen – rechnest Du das dann zu den Gestehungskosten dazu, so wie bei PV und Wind? oder verlässt Du dich dann – wie Frankreich über Jahre – darauf, daß das Netz in Europa dir deine Überschüsse im Sommer schon abnehmen wird? Und im Winter, wenns eh überall knapp ist wieder ordentlich liefert…..
Ja, EE brauchen mehr Backup als Konventionelle, das streitet niemand ab. Darum brauchen wir punktuell kluge Netzerweiterungen, so wie z.B. Nordlink. Aber sicher keine neuen EPR´s von denen bis jetzt noch immer kein einziger in Europa im Betrieb ist. Ganz abgesehen davon, daß die den Strompreis garantiert weiter nach oben treiben. Bei 11 ct vs. 5-8 ct aus Windstrom.
Also die Nichtverfügbarkeit der französischen AKW im Winter 2022 sorgte ab Jahresmitte 2021 für steigende Gaspreise und Kohlepreise mit parallel steigenden Strompreisen? Das halte ich für eine ziemlich gewagte Theorie.
Es gab keine deutlichen Gaspreissteigerungen Mitte 2021.
Diese begannen Mitte Oktober 2021 – als die Probleme in Frankreich bekannt wurden …
Diagramm bspw. hier:
https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Gaspreis-aktuell-wie-viel-kostet-Kilowattstunde,gaspreis142.html
Keine Gaspreissteigerungen vor Mitte Oktober 2021?
01.07.2021: 31€/MWh
01.08.2022: 37€/MWh
01.09.2022: 51€/MWh
01.10.2022: 89€/MWh
Quelle: Trading Economics
Das ist ne Verdreifachung seitdem Jamal gedrosselt wurde.
Hier ist ein ganzer Artikel dazu: Gaspreisentwicklung Deutschland 2022: Wieso ist die Gaspreisbremse nötig?
Russland hat ab Mitte 2021 die Gaslieferungen gedrosselt. Im gleichen Zeitraum stiegen die Gas- und Strompreise. Reine Korrelation oder vielleicht doch ein kausaler Zusammenhang?
Falsch, die ersten „Lieferprobleme“ beim Erdgas Sommer 2021 hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Strompreise.
Im Sommer deckt PV große Teile der Spitzenlast, so dass Gas-KWs selten eingesetzt werden müssen.
Es war damals nicht einmal absehbar, was die Ursachen /Gründe für die „Lieferprobleme“ beim Erdgas waren. Der Großteil des Erdgases wird in Deutschland in der Industrie benötigt und im Winter zum Heizen. 2021 wurden in Deutschland aus Erdgas knapp 90 Milliarden kWh Strom gewonnen.(zum Vergleich: allein aus EE in Deutschland 2021 rund 230 Milliarden kWh).
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Im November 2021 stieg nach dem Ausfall von zwölf AKW-Blöcken in Frankreich landesweit der Börsenstrompreis auf 21,7 ct/kWh in Frankreich und 17,7 ct in Deutschland. Im Dezember 2021 kam es zu einem Preisanstieg der Day-Ahead-Handelswerte, also im Großhandel von Strommengen ein Tag im Voraus, in Frankreich auf 27,4 ct und in Deutschland auf 21,6 ct/kWh.
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Anfang 2022 kündigte der französische Netzbetreiber RTE an, dass im Fall einer Kältewelle „Industriebetriebe heruntergefahren werden müssen oder es in Privathaushalten stundenweise zu Stromausfällen kommen könne“. Die Pressemeldungen von der BlackOut-Gefahr und die weiter gestiegenen Börsenstrompreise lassen sich leicht finden.
Natürlich verteuerten sich auch Kohle und Erdgas als klar wurde, dass die umliegenden Staaten ängerfristig mehr fossile Energieträger verstromen müssen, um Frankreich beliefern zu können.
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Der Gas-Lieferstop Putins nach Deutschland /der Ukraine-Krieg ist beim Strom in Europa lediglich die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.
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November 2022 (1Jahr nach Beginn der KKW-Ausfälle in Frankreich) stiegen die Großhandelspreise für Strom in Frankreich auf über 1 €/kWh nachdem der Betreiber weitere Probleme und Ausfälle in seinen Reaktoren und Verzögerungen bei der Wiederinbetriebnahme bekannt gegeben hatte.
Während man die Bevölkerung in Deutschland nach dem Erdgas-Lieferstop aus Russland zum Sparen von Erdgas aufforderte, wurde sogar mehr Gas als im Vorjahr verstromt, mehr Strom (vor allem nach Frankreich) exportiert … warum wohl?
Weil in Frankreich trotz der vielen KKW seit Jahren „gesicherte Leistung“ fehlt.
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Sie bezeichnen es also als “ mangelhaft das Richtige tun“ – wenn man sich in Frankreich sehenden Auges in eine Versorgungskatastrophe beim Strom manövriert?
Was deutschen Polititikern gerade mit Bezug auf die Energiewende hier vorgeworfen wird, obwohl wir nachweislich ausreichend gesicherte Kraftwerksleistung (ohne PV und Wind !) in Deutschland haben?
Das bezeichnen Sie dann in Bezug auf Deutschland als “ perfekt das Falsche tun“?
Nur weil ein seit Jahren beschlossener Plan tatsächlich umgesetzt wird – sogar noch mit Anpassungen an die aktuelle Situation?
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Sie bezeichnen es als “ mangelhaft das Richtige tun“ dass man in Frankreich eine überalterte, marode KKW-Flotte weiter betreibt /betreiben muss?
Der einzige KKW-Ersatzneubau in Frankreich ist seit Dezember 2007 im Bau und grob überschlagen hätte man jedes Jahr einen Neubau beginnen müssen – darauf bauend, dass üblicherweise nicht alle Blöcke so lange Bauzeiten haben und so teuer werden wie der erste Reaktorblock.
Man hat in Frankreich nicht „mangelhaft das Richtige“ getan, sondern (mangels Geld) gar nicht viel getan.
Den Betreiber der KKW in Frankreich EDF hat man verstaatlicht, um eine Insolvenz zu verhindern.
Russland erfüllte seit spätestens Mitte 2021 nur noch langfristige Lieferverträge und weigerte sich zusätzliche Gasmengen am Spotmarkt anzubieten. Aber es ist unklar, warum zeitgleich der Gaspreis gestiegen ist?
Also ich hätte da eine Theorie…
Der Strompreis am europäischen Spotmarkt war im September 2021 bereits bei 120€/MWh, rund doppelt so hoch wie in der ersten Jahreshälfte, Quelle energy-charts
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Also… der aktuelle Wiederbeschaffungspreis (heute 25.08.2022) laut Verivox 0,56 € / kWh für 1500 oder 3000 kWh (spielt anscheinend keine Rolle).
all in…
Folgende Preise habe ich bis jetzt bezahlt auch all in mit Gebühren Bonuses etc…
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 06.2021 – 05.2022
Gesamtverbrauch 2.234 2.469 2.282 2.324 2.270 2.351 2.439 2.655 2.380 1.675
Gesamtkosten 598,84 € 663,64 € 716,18 € 775,49 € 757,97 € 797,61 € 835,87 € 739,31 € 691,95 € 421,69 €
Kosten / KW – h 0,27 € 0,27 € 0,31 € 0,33 € 0,33 € 0,34 € 0,34 € #DIV/0! 0,28 € 0,29 € 0,25 €
Hi, hast du für die 56 Ct bitte nen Link?
Ich hab in den letzten Wochen mehrfach bei Verivox geschaut, aber es bleibt bei ~40 Ct/kWh:
https://www.verivox.de/strom/strompreise/
Alles ganz interessant.
Aber ohne Quellen ist alles nur Watte. „Quelle Global Petrol Prices (2020)“ als Teil des Images ist wertlos.
Korrekt wäre, es als Autor zu suchen und einen vollständigen Link angeben. „Google.com“ ist AUCH keine zuverlässige Quelle!
Quellenverzeichnis ist am Artikelende, einfach zu Erreichen mit Klick auf die jeweilige Fußnote im Text.
Habe dies dazu gefunden: https://correctiv.org/faktencheck/2022/06/17/warum-die-behauptung-deutschland-habe-die-hoechsten-strompreise-weltweit-zu-kurz-greift/
Die Aussage, dass in manchen Jahren Dänemark und Bermuda höhere Stromkosten haben ist natürlich korrekt. Sieht man ja auch in meiner Aufstellung. Ich verstehe aber nicht, was das an der Grundaussage ändert, dass Deutschland bei den Strompreisen auf einem Spitzenplatz liegt.
Und zum Thema Kaufkraft hatten wir schon eine Diskussion hier in den Kommentaren.
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Hallo Herr Blümm,
Können Sie mir die Quelle bei 3 nochmal aktualisieren oder mir den Link schicken? Dort sollte ja eigentlich der Strompreis hinterlegt sein, aber ich komme dort immer wieder auf die Statistik des Gaspreises
Vielen lieben Dank im Voraus!
Sorry, das war ein Fehler. Danke für den Hinweis und hier der richtige Link:
German Power Baseload Futures CMEGroup
„Große Verbraucher sind zentral. Die Industrie verbraucht rund ~50% des Stroms in Deutschland, in Zukunft mit Sektorkopplung in der Prozesswärme vermutlich noch mehr.
Danach kommen private Haushalte mit ~25% und Gewerbe/Handel mit ~15% sowie Öffentliche Einrichtungen mit ~10%. Da rund 60% der Deutschen in urbanen Zentren leben, ist auch die zweite Hälfte des Stromverbrauchs stark zentralisiert.
Deshalb stehen Kraftwerke immer in der Nähe von Industriestandorten oder urbanen Zentren – ohne Ausnahme! Die Überlandleitungen dienten früher größtenteils der Versorgung von ländlichen Gegenden. Der verstärkte Netzausbau ist erst nötig geworden, weil nun mehr und mehr Erzeuger in ländlichen Gegenden stehen.“
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Perfekt! Also wäre es somit am besten 60% der Energie zentral zu Erzeugen und 40% dezentral. Dann braucht man auch in Zukunft die Überlandleitungen für die ländlichen Gebiete nicht ausbauen, selbst wenn diese in Zukunft mehr Strom benötigen. Würden Sie alles zentral erzeugen, wie bisher und der Stromverbrauch der ländlichen Gebiete steigt aufgrund des nötigen Mehrbedarfs an elektrischer Energie, müssten Sie die Leitungen genauso ausbauen, nämlich die Leitungen von den zentralen Stellen zu den ländlichen Gebieten verstärken. Bauen die ländliche Gebiete nun aber dezentral Erzeuger und Speicher kann diesem Ausbau ein wenig entgegen gewirkt werden.
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Sie werden um den Ausbau der Leitungen in keinem Szenario hinweg kommen (außer der Verbrauch stagniert). Kommt nur an wie viel und in welche Richtung (von Urban auf Land oder von Land in Richtung urban).
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Ich plädiere für einen guten Mix aus Zentral- und Dezentral.
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ByTheWay: Ich hoffe nicht, dass jemand auf die Idee kommt rund um Berlin AKWs zu bauen. Wäre mir doch ein wenig zu riskant 😉
In welcher Welt sprechen denn 40% von 25% dezentrale Verbraucher für eine 40%-ige dezentrale Erzeugung. 40% von 25% sind 10%.
Aber auch 10% dezentral zu erzeugen ist nicht möglich. Wie schon gesagt liefern Wind und Solar keine gesicherte Leistung. Das heißt man braucht immer Backup-Kraftwerke und die sind wiederum zentral.
Ohne dezentral geht, ohne zentral geht nicht. Deshalb brauchen wir beide Infrastrukturen, zentrale und dezentrale Infrastruktur. Günstiger und effizienter wäre es, wenn alles zentral wäre.
Es stimmt auch nicht, dass das die gleiche Netzinfrastruktur ist. Um die Spitzen von wetterabhängigen Erneuerbaren transportieren zu können muss man die Netze ordentlich ausbauen. Die Auslastung ist halt dann grottig im Vergleich mit regelbaren Kraftwerken.
Übrigens bauen die Polen bei Berlin AKWs. Na gut, 450 Kilometer entfernt. Ich freu mich trotzdem schon auf einen Besuch.
Weil es mich interessiert hat, habe ich das nun nochmal genau nachgerechnet. Alle Daten von Eurostat und Jahr 2020. Betrachtet 19 Länder aus der Europäischen Union, für die die Daten verfügbar waren.
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Der Mittlere Strompreis prozentuell bezogen auf das Einkommen liegt in der EU bei 0,01%. Wobei Norwegen mit 0,005 % am besten und die schlechtesten Länder (Irland, Dänemark, Portugal, Spanien, Slowakei, Griechenland) gleich auf bei 0,013 % liegen. Deutschland liegt im oberen Mittelfeld bei 0,012 %.
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Nun habe ich von den Ländern, deren Strompreis über dem Mittelwert liegt den Anteil an Atom-, Erneuerbarer und Nicht erneuerbarer berechnet sowie für die Länder, deren Strompreis unter dem Mittelwert liegen.
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Ergebnis war, dass bei den Ländern, deren Strompreis im Vergleich zum Mittel erhöht ist der Anteil an Atomkraft bei 13%, Anteil Erneuerbarer bei 20% und Anteil nicht erneuerbarer bei 67% liegt.
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Bei den Ländern, deren Strompreis unter dem Mittelwert liegt (also günstiger ist) ist die Verteilung: Atomkraft 12%, Anteil Erneuerbarer bei 34% und Anteil nicht erneuerbarer 52%.
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Also ich würde meinen, die Atomkraft hat weder einen positiven noch einen negativen Effekt auf den Strompreis. Bei erneuerbaren zeichnet sich der Trend ab, dass tendenziell die Länder mit einem hohen Anteil an erneuerbaren auch geringere Stromgestehungskosten haben.
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Ist nur eine Abschätzung und ich denke die Statistik, die ich gemacht habe kann man keinesfalls 1:1 heranziehen oder für eine gültige Aussage halten. Sie zeigt lediglich einen Trend. Ich kann Sie Ihnen gerne zukommen lassen.
Gerne schau ich in die Zahlen rein, am liebsten als Google Docs.
Bei nem Update der europäischen und weltweiten Zahlen werde ich mir die Sache mit den Einkommen mal anschauen. Lohnt sich aber aktuell nicht, die Preise sind viel zu volatil.
Hab‘ leider kein Google. Ich lade es wo hoch und stelle hier einen Link ein. Wird paar Tage dauern …
Sie können ja einfach die aktuellen Zahlen Ihrer Statistik bereinigen, das kostet nicht viel Zeit. Wenn Sie mit Volatilität argumentieren müssten Sie die Daten komplett raus nehmen, da Sie ja so gesehen nie stimmen. Und die Aussage „Lohnt sich nicht“ bei einer nicht ganz korrekten Darstellung von Zahlen ist schon eine harte Aussage. Wie ich sehe hat ein VorPoster von mir den gleichen Kritikpunkt vor einigen Monaten schonmal angemerkt. 😉 Wollen Sie die Daten überhaupt ändern??? Nach Ihrer Aussage scheint mir Ihr Blog doch eher einer zu sein, der die Daten so darstellt, dass es zu der gewünschten Argumentationskette passt. Echte Wissenschaft würde die Daten sofort ändern oder zumindest mit einem Hinweis versehen, der darauf hindeuten, dass die Zahlen anders zu interpretieren sind. Das könnten Sie zB auch machen. Wikipedia tut das auch, wenn die Qualität eines Beitrags fragwürdig ist, wird ein Hinweis angezeigt. Schreiben Sie doch einfach oben groß hin, dass dieser Artikel noch überarbeitet werden muss und warum 😉
Zum dritten Mal, ich argumentiere, dass die Strompreise in Deutschland deutlich günstiger sein könnten.
Wenn dir das nicht gefällt, ist das dein gutes Recht, auch ohne Angabe von Gründen. Das heißt aber nicht, dass ich unbedingt deine Sichtweise „wir können es uns doch leisten“ in den Artikel aufnehmen muss. Das zu verlangen ist schon ziemlich frech.
Der Artikel und die Quellen haben Datumsangaben, wie alles hier im Blog. Auf die Idee, dass die Zahlen nicht aktuell sind, wenn wir aktuell in ner Energiekrise mit volatilen Preisen stecken, kann man als Leser eigentlich selbst kommen.
Sie unterstellen mir eine Aussage die ich nie getätigt habe. Ich habe nie und betone nie geschrieben mit der Meinung „wir können es uns doch leisten“ zu argumentieren. Und ich habe auch nie geschrieben dass der Strom in Deutschland nicht nicht billiger sein könnte. Ich habe argumentiert, dass Ihr Kosten Vergleich irreführend ist, in dem Sie schreiben, dass Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern teuren Strom hat und dort mit absoluten Zahlen argumentieren ohne die jeweilige Kaufkraft des Landes zu berücksichtigen. Wahrscheinlich ist es möglich in Deutschland Strom günstiger zu produzieren. Ich habe Ihnen meine Kaufkraft bereinigte Statistik gesendet. Dort ist ersichtlich, dass Norwegen am günstigsten ist und Italien am teuersten. Und ich habe die Anteile auf die Energiequellen betrachtet und es legt den Schluss nahe, dass Fossile am teuersten, Atomstrom genau im Mittel und Erneuerbare im Strommix die Gesamtkosten senken. Wobei ich nicht auf Korrektheit argumentiere sondern nur einen Versuch zeigen wollte, die Zahlen richtiger zu interpretieren.
Aber Sie lehnen alles ab, was nicht Kernenergie in brillanten Licht dastehen lässt. Nicht einmal Durchschnitt ist Ihnen genug, Ihr Ansatz ist nur Zahlen zu akzeptieren oder zu präsentieren die Kernkraftwerk gut aussehen lässt und alles andere lassen Sie aus und lasten mir dann Aussagen an die ich nicht gemacht habe 😉
„Ich habe argumentiert, dass Ihr Kosten Vergleich irreführend ist, in dem Sie schreiben, dass Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern teuren Strom hat und dort mit absoluten Zahlen argumentieren ohne die jeweilige Kaufkraft des Landes zu berücksichtigen.“
Aber Deutschland hat im Vergleich zu anderen Ländern teuren Strom! Ob wir uns den Strom dank unserer Kaufkraft leisten können ist eine andere Frage.
Mir geht es hier im Blog in erster Linie um Klimaschutz. Dafür brauchen wir weltweit viel günstigen und klimafreundlichen Strom. Die meisten Länder haben eben nicht die nötige Kaufkraft für eine deutsche Energiewende. Wenn klimafreundlicher Strom teuer ist, wird das aber nichts mit der Dekarbonisierung.
—
Ja, Wasserkraft wie in Norwegen ist die günstigste Energiequelle, siehe Vollkosten von Erzeugern.
Aber das hilft uns nichts, weil wir in Deutschland kein Potential für den Ausbau der Wasserkraft haben.
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Was hat denn dieser Artikel mit Kernenergie zu tun? Lass mal deinen Hass auf die Kernkraft außen vor bitte…
„Mir geht es hier im Blog in erster Linie um Klimaschutz.“
->
Das merkt man aber nicht als Leser, so wie du über PV- und Kernenergie schreibst.
„Ja, Wasserkraft wie in Norwegen ist die günstigste Energiequelle, siehe Vollkosten von Erzeugern. Aber das hilft uns nichts“
->
Nordlink ist eines der längsten Seekabel weltweit. Es verknüpft erstmals die Stromnetze von Deutschland und Norwegen miteinander. Das Kabel wurde für rund zwei Milliarden Euro zwischen dem norwegischen Dorf Tonstad und dem Städtchen Wilster in Schleswig-Holstein verlegt. https://www.mdr.de/nachrichten/welt/wirtschaft/nordlink-stromtrasse-zwischen-norwegen-deutschland-offiziell-betrieb-100.html
Was hat Nordlink mit der Strompreisentwicklung Deutschland zu tun? Bitte beim Thema bleiben.
„Den günstigsten Strompreis weltweit hat Venezuela. Im Land des gescheiterten Sozialismus ist der Strom für Privatabnehmer umsonst – so lange man ihn nicht für das Bitcoin-Mining nutzt.“
Die Aussage ist ja auch falsch 😀 Venezuela hat sicher nicht den günstigsten Strompreise, sondern der Staat übernimmt einfach die Kosten. Der Staat sind die Menschen die dort leben. Das heißt die Kosten verteilen sich einfach gleichmäßig auf alle. Wie viel der Strom wirklich kostet können wir schlichtweg aus dieser Statistik nicht entnehmen.
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Sie müssen vorsichtig sein, mit Ihren Argumenten, das fällt schon fast unter die Kategorie FakeNews oder bewusste Täuschung. Außer es war Ihnen nicht bewusst, dann ändern Sie bitte den Artikel und schreiben: „Die Stromkosten in Venezuela sind nicht bekannt, da er für Private vom Staat übernommen wird.“
Die tatsächlichen Verbraucherpreise in anderen Ländern sind Fake News? Bissl weit hergeholt, oder?
Nicht die tatsächlichen Verbraucherpreise, die Sie zeigen sind FakeNews (die sind aufs Komma korrekt, das habe ich geprüft) sondern Ihre unbewusste oder bewusste falsche Interpretation der Zahlen.
Hier der Link zum Download Ist eine Woche gültig:
https://c.gmx.net/@329956217885562731/e7I7PjUKToWq-yGIkSzCZw
Die Steuerfinanzierte EEG Umlage wurde auch nicht eingerechnet und obwohl dadurch die Stromerzeugung subventioniert wird. Hier werden Abnahmepreise vergleichen, die für Investitionsentscheidungen von Industrie- und Privatkunden relevant sind.
Ich bin ganz Ihrer Meinung, wir sollen immer bestrebt sein uns zu verbessern. Aber bei diesem Preisvergleich unterliegen Sie einem systematischen Denkfehler. Die Energie ist in anderen Ländern (wie oben Erwähnt als Beispiel Türkei) nicht billiger, sie ist sogar teurer, nämlich um fast das doppelte. Sie müssen die Zahlen immer in Relation zu der Volkswirtschaft sehen der sie entnommen wurden. Ich bin komplett Ihrer Meinung, dass die Energiewende nur gelingen kann, wenn die Energie leistbar bleibt oder sogar günstiger wird. Aber es stimmt nicht, dass sie in zB der Türkei – um bei dem Beispiel zu bleiben – günstiger ist, sie ist teurer. In der Türkei muss ein Mensch doppelt so viel Arbeiten um die gleiche Energiemenge einkaufen zu können wie ein in Deutschland lebender Mensch.
Was Sie vergleichen ist, dass ein Deutscher halb so viel arbeiten muss um Energie in der Türkei einzukaufen, als wenn er sie in Deutschland kaufen würde. Das macht die in der Türkei erzeugte Energie für einen deutschen günstig im Einkauf, nicht aber allgemein günstiger. Denn ein in der Türkei lebender Mensch muss doppelt so viel arbeiten um diese Energie in der Türkei einzukaufen. Das heißt sie ist für uns und paar andere reiche Länder günstiger nicht aber für den Rest der Welt. Haben Sie Ihren Denkfehler erkannt?
Es ist ja wie schon gesagt eben so, dass die Kraftwerke in anderen Ländern ungefähr das gleiche kosten. Wenn man jetzt von Ländern mit billigem Erdgas oder Erdöl absieht, sollte es keinen Grund geben, warum die Preise in Deutschland so viel höher sind.
Welche Preise wir uns leisten können ist eine andere Frage. Aber die aktuellen 40+ Cents pro kWh können sich auch in Deutschland viele Menschen nicht leisten.
Kann ich nicht beurteilen, wie viel der Bau in anderen Ländern kostet. Spielt aber denke ich keine Rolle. Wichtig ist das Verhältnis Einkommen zu Energiekosten. Es gibt verschiedene Studien zu den Gestehungskosten von Atomstrom, je nachdem welches Klientel sie veröffentlicht, ist von: die Kernkraft ist Spot billig bis; eigentlich Unbezahlbar alles dabei. Um gleichmal vorzubeugen 😀 Ihren Artikel kenne ich und der gehört zur Kategorie Atomkraftbefürworter (ich habe schon bemerkt, dass Sie nicht Technologieneutral argumentieren sonder eine klare Präferenz für Zentrale Atomenergie haben 😉 … – also genau sowenig valide wie die Zahlen der Atomkraftgegener. Ich suche noch nach neutralen unabhängigen Quellen, aber das ist schwierig, weil man entweder auf Seiten wie die Ihre stößt, die deutlich Pro Atom und gegen Erneuerbare argumentieren und Seiten die Pro Erneuerbare und gegen Atomkraft argumentieren. Wahre Wissenschaft betreiben die wenigsten, selbst viele unabhängige Institute nicht.
?? Ich habe nie behauptet, dass der Strompreis steigen soll, sondern nur angemerkt, dass Ihr Vergleich nicht korrekt ist. Sie können nicht einfach absolute Zahlen über Länder hinweg vergleichen. Außer Sie wollen das bewusst tun um eine Täuschung der Leserinnen zu erzeugen und damit Ihre Thesen zu untermauern. Wissenschaftlich ist das auf jeden Fall nicht. Ich habe auch nicht geschrieben, dass ein AKW in der Türkei günstiger produzieren muss, sondern dass es das einfach aufgrund andere Regeln, Normen etc tut.
Es würde doch auch niemand auf die Idee kommen zu sagen Brot wäre in Deutschland zu teuer nur weil es hier 1€ das kg und in China nur 10 Cent das kg kostet. Wahrscheinlich ist auf das Einkommen gerechnet Brot in China sogar teurer als hier zu lande. Was wollen Sie bezwecken, ich dachte es wäre ein Wissenschaftsblog, stattdessen verteidigen Sie sich wenn ich Sie auf eine offensichtliche Schwache in Ihrer Darstellung Hinweise.
Es sind halt 2 verschiedene Betrachtungen:
1. Du sagst wir können uns das leisten.
2. Ich sage, schau wie günstig das in anderen Ländern geht.
Sollten wir nicht versuchen uns zu verbessern?
Das hilft auch der Energiewende. Je niedriger der Strompreis, desto einfacher wird die Sektorkopplung.
Ich verstehe Ihre Argumentation nicht. Die Industrie wandert ab, weil in anderen Ländern die Personalkosten geringer sind und natürlich auch die Energie wenn man es mit uns vergleicht. Das hat aber nichts per se mit den Energiekosten an sich zu tun, sondern liegt einfach daran, dass ärmere Länder ein anderes Lohnniveau und einen anderen Standard haben. Ihre Statistik oben ist zwar korrekt was die Zahlen betrifft, stellt die Umstände aber verfälscht dar. Genauso könnte ich argumentieren, dass alles in China produziert wird, weil dort die Menschen weniger verdienen, also warum bei uns nicht einfach die Einkommen senken um wettbewerbsfähig zu sein. Das Ist eine verdrehte Darstellung der Tatsache. Ein AKW in der Türkei wird immer günstiger produzieren als in Deutschland, weil alleine das Personal schon günstiger ist, die Sicherheitsstandrads sind andere, es gibt keine Umweltauflagen etc. Das ist nicht vergleichbar. Der einzige annähernd sinnvolle Vergleich ist auf das Durchschnittseinkommen des jeweiligen Landes zu rechnen. Wenn Sie objektive Wissenschaft betreiben wollen, sollten Sie die Tabelle oben um das Haushaltseinkommen des jeweiligen Landes ergänzen und durch dividieren.
Ich verstehe das Argument nicht, man könne die Strompreise ruhig steigen lassen, weil wir es uns ja leisten können. Und das obwohl wir schon die höchsten Preise der EU, wenn nicht der Welt haben. Mit der Energiewende wird das auf jeden Fall bei hohen Strompreisen nix.
Ein AKW muss in der Türkei eben nicht günstiger produziert. Die Personalkosten sind ein Rundungsfehler in den Gestehungskosten.
Könnte Sie mir die Aussage Ihrer Strompreistabelle nochmals genauer erläutern.
Ich habe beispielhaft die Türkei, Frankreich und Deutschland heraus gepickt und das Durschnittseinkommen laut Eurostat herangezogen (siehe https://appsso.eurostat.ec.europa.eu/nui/show.do?dataset=ilc_di03&lang=de).
Demnach entfallen in der Türkei auf das Durschnittseinkommen 0,2% auf Energiekosten in Deutschland auf gerade mal 0,1%. Das heißt in der Türkei sind die Energiekosten für die Bevölkerung doppelt so hoch obwohl die dortige Regierung keinen Beitrag für den Umweltschutz zurück legt. In Frankreich liegt der Wert bei 0.09% also in etwa gleich wie in Deutschland. Ich würde also sagen, die Energiekosten sind in Deutschland sehr gering auf das Einkommen bezogen und das trotz EEG Umlage.
Aufs Einkommen umrechnen ändert nichts daran, dass die energieintensive Industrie abwandert. Da sind die niedrigen Einkommen dann nur ein zusätzlicher Pull-Faktor.
Heute bei „Kalte Sonne“ ein Verweis auf diesen Reuters Artikel: https://www.reuters.com/markets/commodities/weak-winds-worsened-europes-power-crunch-utilities-need-better-storage-2021-12-22/
Was sagt mir der:
1. Der Gas-Preis folgt dem Strompreis. Schon Ende 2020 hatte man europaweit das Problem mit dem geringen Wind und verbrauchte demzufolge mehr Gas. Doch da 2020 durch COVID die WIrtschaft weniger Strom brauchte, fiel das nicht so auf. Der Gaspreis reagierte natürlich prompt auf den höheren Bedarf und stieg – relativ moderat – an. Dann dachte man vielleicht: nun, 2021 wird sich das mit dem Wind schon wieder ausgleichen und die Gaspreise werden auch wieder sinken, und hat die Gaslieferungen nicht rechtzeitig angehoben – man wollte ja kein Geld verlieren. Aber nein: wieder im Herbst relative Flaute, Stromdefizit, Gaskraftwerke müssen verstärkt einspringen, Gasmangel, Spot-Gaspreis geht durch die Decke. Und das in einem relativ milden WInter.
2. Welche Schussfolgerungen ziehen die WindEurope Lobbyisten? Die jährlichen Investitionen in die Stromversorgung muss europaweit von derzeit 40Mrd Euro auf 66-80Mrd Euro für die nächten 30 Jahre gesteigert werden, um in Zukunft solche Durchänger zu vermeiden. Das muss aber irgendwer bezahlen und das ist eben jetzt in den langfristigen Strompreis eingepreist worden. Womit wieder bewiesen ist: Sonne und WInd schicken keine Rechnung.
3. Bezeichnend ist der letzte Absatz des Artikels: faktisch eine offene Erpressung. Es ist das alte Lied: man schafft ein Problem (volatiler Strom), das bisher nicht existiert hat (stabile Stromversorgung) und bietet dann eine Lösung an (noch mehr volatiler Strom, aber nun gaaaanz bestimmt mit Speicher), an der man super verdienen kann.
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Zunächst mal vielen Dank für die recht umfassende Website. Schöne Sammlung von Daten, Links und Meinungen zum Thema. Sehr nützlich.
Zum Thema „Wie kam es zur Energiekrise“.
Ja, der Erdgaspreis hat mal gezuckt. Hat bestimmt wieder jemand an der Börse gespielt. Aber jetzt liegt er auf dem Niveau von 2008/2009, und damals hat da keiner Panik geschoben bzw. die Strompreise exorbitant gesteigert. Das Gas ist vielleicht ein auslösender Faktor, ein Anlass eben, gewesen für die jetzige Strompreissteigerung, aber sicher nicht der eigentliche Grund. Irgendwas wird da gespielt. Auf jeden Fall sind die EE der Gewinner. Ab einem Erzeugerpreis von ca. 7c/kWh brauchen onshore WInd und PV keine Subventionen mehr, um satte Renditen zu zahlen (an die externen Geldgeber). Da kann man natürlich die EEG-Umlage abschaffen und das auch noch als Wohltat hinstellen. Wenn man sich die EEX futures ansieht, sind jetzt schon für alle Jahre bis 2031 mindestens 9c/kWh baseload eingepreist. Noch 2020 haben die Erzeuger rumgeheult, dass bei langfristigen Verträgen nur deutlich unter 4c/kWh erzielt werden. Da Deutschland der grösste Stromverbraucher und -produzent in Europa ist und der Stromhandel bzw. Stromaustausch Europaweit erfolgt, macht es sich wohl doch bemerkbar, wenn Deutschland mal eben so 13% (2021) seiner Stromerzeugungskapazität (KKW) wegwirft und das ganze System nun auf Kante fährt. Bezahlen werden für dieses Abenteuer alle Bürger Europas über den Strompreis (siehe EEX charts für die anderen Länder), was dem Beliebtheitsgrad der Deutschen sicherlich außerordentlich zuträglich ist. Deutschland ist jedenfalls mal wieder großer Stromexporteur. Offensichtlich produzieren die Kohlekraftwerke volles Rohr auf totalen Verschleiß, nach dem Motto: „Noch schnell alles mitnehmen und nach uns die Sintflut!“. Das wird aber eine schöne CO2-Bilanz geben für 2022 und natürlich auch 2023.
Aber mal ohne Polemik: warum ist denn nun der Strompreis so explodiert? Gibt es dazu seriöse Aussagen? Ich finde dazu nirgends schlüssige Infos.
Nö, der Gaspreis ist bei weitem nicht auf dem Level von 2008/2009. Wir sind im Dutch TTF NatGas bei rund 75 Euro, wieder gefallen von den Höchstwerten bei 170 Euro im Dezember.
Aber 2008/2009 waren wir zwischen 10 und 35 Euro. Der Gaspreis ist heute rund 4x so hoch wie im gesamten Zeitraum 2006 bis 2020.
Meiner Meinung nach ist der Gaspreis schon der signifikante Faktor für die Strompreisexplosion, gerade auch wegen dem langen Winter 2019/2020 und den leeren Speichern im Mai 2020. Aber hey, ich kann leider auch nur raten.
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„Ab einem Erzeugerpreis von ca. 7c/kWh brauchen onshore WInd und PV keine Subventionen mehr“
Das stimmt aber nur für Neuanlagen. Der Witz ist ja, dass die EEG-Umlage immer noch bei mehreren Cents pro kWh läge, wenn man sie nicht aus Steuergeldern finanzieren würde. Liegt aber zugegeben an den Altanlagen, die massiv subventioniert wurden und bald aus der Förderung rausfallen.
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Dass man abbezahlte und damit sehr günstige versorgungssichere Kernkraftwerke abschaltet hilft natürlich in so einer Situation nicht und es ist absoluter Irrsinn die Laufzeiten mitten in einer Energiekrise nicht notzuverlängern. Das Abschalten von klimafreundlichen AKWs ist leider das einzige, was bei der Energiewende nach Plan funktioniert…
Was die Gaspreise betrifft: Vielleicht reden wir von verschiedenen DIngen? Der von Ihnen angegebene Preis ist „month future“, also nächster Monat. Ich rede von langfristigen Verträgen, also mindestens calendar+1 und länger, zu dem die serösen Grundversorgungsanbieter ihre Verträge abschließen. Da liegen die Preise gegenwärtig bei 45E (nächstes Jahr, also für die die jetzt noch schnell für nächstes Jahr einkaufen wollen) bis runter zu 23E (in vier Jahren).
WIe gesagt: die langfristigen Gaspreise sind aus meiner Sicht nicht die Haupttreiber der Strompreise in Deutschland. Noch nicht: Kohle hat noch einen großen Anteil an der Produktion und die Gaskraftwerke arbeiten hauptsächlich auf Basis langfristiger Gaslieferverträge. Wenn aber die Kohle auch noch weg ist, sind die Deutschen herrlich erpressbar. Also brauchen wir eine Alternative, und das ist laut erklärtem WIllen unserer Regierung die teuerste mögliche Variante: grünes H2. Dagegen sind die gegenwärtigen Ergaspreise ein Witz. Aber das ist ja alles nicht neu.
Gibt es eigentlich eine seriöse Untersuchung, wie der Strompreis in Deutschland z.B. 2030 und 2040 für die verschiedenen Kundengruppen (Industrie, Gewerbe, Haushalte etc.) aussehen wird? Laut Frau Baerbock ist ja „alles ausgerechnet“, da sollte es doch kein großes Problem sein, das zu ermitteln.
Stimmt, es erscheint logisch, dass man sich als Versorger langfristig eindeckt und Restmengen dürften ja nicht so viel ausmachen.
Ich muss zugeben, dass das nicht mein Thema ist, deshalb tappe ich da auch im Dunkeln. Dieser Artikel hier kam mir seriös vor, aber 100% schlüssig ist das auch nicht: Preisrally an den Energiemärkten
Ja, H2 ist noch viel teurer als selbst die aktuellen Kurzfrist-Gaspreise. Laut Fraunhofer ISE sollen die Preise für Importe von grünen Wasserstoff aus ausländischer Produktion bis 2030 auf das zehnfache der Erdgaspreise (von 2020) pro kWh gesunken sein und bis 2050 auf das fünffache. Deutscher Wasserstoff kostet vermutlich noch mehr.
Zu Kosten und Preisen halten sich die meisten der EE-Studien ansonsten ziemlich bedeckt. Ich habe noch in keiner einzigen Studie die Investitionskosten für ein 100%-EE-System gesehen. Um auf 90% zu kommen sind es knapp 8.000 Milliarden Euro Investitionskosten bis 2050 laut Leopoldina. Aber die letzten 10% sind halt am teuersten. Würde mich nicht wundern, wenn sich das auf insgesamt deutlich über 10.000 Milliarden Euro beläuft.
Wenn man 10 Trillionen Euro Kosten innerhalb von 30 Jahren abbezahlen wollte, würde das bei den von Leopoldina angenommenen rund 2.000 TWh Stromverbrauch pro Jahr rund 17 Cents pro kWh kosten. Das ist aber noch ohne Zinsen, Betriebskosten und weiter laufender Zubau um Altanlagen zu ersetzen. Auch dürfte es deutlich teurer werden, wenn wir jetzt schon bis 2045 auf 100% EE kommen wollen statt bis 2050.
Die Strompreise werden also höchstwahrscheinlich immer weiter steigen, je näher wir an 100% Erneuerbare kommen.
Der EnergyBrainBlog-Artikel ist schon interessant – obwohl ich die Gas-These ablehne. Aber aus Sicht Oktober 2021 sah das vielleicht so aus. Interessant ist vielleicht noch, dass damals die langfristigen Strom-Preise für 2026 mit ca. 70E/MWh angezeigt wurden, während jetzt schon bei EEX für 2027 82E/MWh gehandelt wird.
DIe Frage ist doch: bisher, also bis 2020, lag der langfristige baseload Preis über Jahre immer um 40E/MWh und sogar deutlich darunter. Was genau hat den plötzlichen Sprung in 2021 vom langjährigen Niveau stabil unter 40E/MWh auf nunmehr langfristig stabil über80E/MWh bewirkt? Was hat sich während 2021 fundamental geändert?
Das Leopoldina-Papier ist sehr interessant. Danke für den Tipp. Leider zeigt das, mir zumindest, dass man sich das Leben schon schwer machen kann. Um die in der Studie für 2050 anvisierten 1070TWh Strom zu erzeugen, hätte man nicht mal 100 KKW vom selben Typ wie die drei noch laufenden KKW benötigt. Das hätte weniger als 500MrdE und maximum 100km2 gekostet und wir wären schon längst durch mit der Energiewende, zumindest was die Stromproduktion betrifft. Und völlig ohne umständliche Verrenkungen bei der Energiespeicherung machen zu müssen. Nun: das wäre dann wohl doch zu einfach gewesen. Der Mensch wächst eben lieber an seinen Herausforderungen.
Es ist ja auch nicht ganz so einfach, dass Versorger IMMER langfristig einkaufen. Die Preise steigen ja bereits seit Anfang 2021. Vielleicht haben viele Anfang des Jahres abgewartet, bis die Preise wieder sinken, um sich einzudecken.
Die Preise stiegen aber weiter und irgendwann mussten sie dann zu deutlich höheren Preisen zuschlagen um nicht leer auszugehen. Es gibt ja tatsächlich eine Knappheit von Gas mit entsprechendem Ausverkauf.
Ich würde die Gaspreiserklärung nicht kategorisch ausschließen. Schlüssig erklären kann das aber sicher nur jemand, der was davon versteht.
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Naja, es sind nicht nur 1070 TWh Strom, dazu kommt noch der Import-Anteil. Ich habe das beim Leopoldina-Paper nicht durchgerechnet. Bei Agora Energiewende steigt der Energieverbrauch durch Importe auf rund 170% der reinen Stromerzeugung. Und wenn man davon ausgeht, dass das mit dem Ausbau der globalen grünen Wasserstoffwirtschaft in 2 Jahrzehnten nicht klappt, dann stehen Importe für Nord Stream 2.
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Aber natürlich wäre es effektiver Kernkraftwerke zumindest für die Grundlast zu bauen. Da könnte man sich fast ne Größenordnung der sauteuren Speicher sparen und müsste auch nicht bis in alle Ewigkeit teuren Wasserstoff importieren. In der Spitzenlast können Wind und Solar gerne zeigen, was sie können Dort drängt man sie nicht in eine Rolle, die sie nicht beherrschen.
Hallo Florian, Kernkraftwerke sind nunmal leider nicht die Lösung für die Energiewende. Genauso wie Kohlekraftwerke lassen sie sich nicht schnell regeln und dienen maximal zur Grundlast. Gaskraftwerke sind hier viel besser, aber scheiden aus politischen Gründen (Russland-Krieg, Naher Osten-Monarchien, USA-Fraking, etc.) aus. Bleibt noch Lagekraftwerke, Chemische Speicher (Akku), Druckspeicher, Wärmespeicher, Pumpspeicher, Biogas oder Leitungen zu unseren Nachbarn. Wie Norwegen (da gibt es ja jetzt eine schöne Gleichspannungsleitung durchs Meer) und Österreich die viel Wasserkraft haben. Im Endeffekt wird es wohl ein Mix werden. Und wenn ich mich nicht wieder in eine Abhängigkeit von Konzernen oder anderen Ländern begeben will, dann muss das denzentral sein auf ganz D. verteilt. Dann brauchen wir auch nicht die Stromtrasen. Ich weis das gefällt den Aktionären der Großkonzerne gar nicht wenn sie ihr Monopol verlieren, ist aber das beste für die Bevölkerung. Ich produziere und verkaufe meinen Strom seit Jahren habe einen dezentralen Speicher und alles ist gut. Es gibt zwei Monate im Jahr wo ich damit nicht zurecht komme und hier kann Biogas z.B. eine Lösung sein. Das Gasnetz und -speicher sind in D. vorhanden und könnten dafür genutzt werden. Wasserkraft, Lagespeicher kann dazu kommen. Das Atomkraft nicht funktioniert haben wir letztes Jahr in Frankreich mit dem Ausfall von fast 30% gesehen und die Franzosen heizen noch viel mit Strom. Die folge war eine Stromenergiekrise in Europa, die haben alles aufgekauft was sie bekommen konnten und wir Deutschen haben das zu spüren bekommen. Da gab es noch keinen Ukrainekrieg, die Russen haben immer geliefert!
https://www.iwr.de/news/stromausfall-fast-30-prozent-der-franzoesischen-atomkraftwerke-sind-abgeschaltet-news37748
Was hat deine persönliche Meinung zu Kernkraftwerken mit der Strompreisentwicklung in Deutschland zu tun? Bitte beim Thema bleiben.
Also der Fakt, dass noch vor dem Ukraine-Krieg durch den unplanmäßigen Ausfall von ca. 30% der franz. (Kernenergie-)Stromerzeugungsanlagen die Preise am europ. Strommarkt – also auch in D – explodierten, ist alles andere als eine „persönliche Meinung zu Kernkraftwerken“.
Leider bleibt dieser Fakt bei Ihnen völlig unerwähnt.
Dabei ist es interessant, dass aktuell schon die Ankündigung, dass einige der franz. KKW wieder ans Netz gehen sollen, zu einem Preisverfall am Spotmarkt sorgte.
Danke für die Antwort. Mir ist klar, das technische und regulatorische Lösungen für die Probleme der Atomkraft theoretisch machbar sind.
Es erscheint mir aber etwas zweckoptimistisch zu sein vorzuschlagen, dass ALLE Atomkraftwerksbetreiber auf der Erde in einen Fonds einzahlen respektive das alle Regierungen den Strom aus den Kraftwerken ihrer Länder entsprechend besteuern, das Geld gut anlegen und dann für Entsorgung/Entlagerung/Störfallentschädigungen nehmen. Ich kann dir natürlich auch auf einer Serviette ausrechnen, wie man das deutsche Rentensystem rettet, indem man von der Umlage zu einem gut angelegten Staats-Rentenfonds übergeht. An der Theorie scheitert sowas nie.
Ebenso zweckoptimistisch erscheint mir die Annahme, das bestehende, deutsche Kernkraftwerke sicher und S-GAUs praktisch ausgeschlossen seien. Überall wo Menschen arbeiten, kommt es irgendwann auch mal zu menschlichem Versagen. Viele Unglücke sind eine Verkettung von unwahrscheinlichen Ereignissen/Umständen.
Mir fehlt in der Tat auch noch ein reales Beispiel für eine Nation, die vom sogenannten günstigen Atomstrom nachweislich deutlich profitiert. Und dabei gibt es Atomkraft schon so lange.
Bei den Reaktoren im britischen Hinkley Point C musste die britische Regierung bereits eine Strompreisvergütung zusagen, die über der von Anlagen zur Erzeugung von erneuerbaren Energien liegt, damit der Kraftwerksbetrieb zumindest auf dem Papier überhaupt rentabel möglich ist… also wenn sonst nichts dazu kommt. Über die Strompreise in Frankreich können wir auch gerne noch mal reden.
Ganz abgesehen davon glaube ich, dass die Zukunft der Stromnetze eher dezentral ist – also weg von großen Kraftwerken. Die Erzeugungskosten von regenerativer Energie liegen bereits unter den Netzentgelten. Wenn auch noch die Speicherkosten entsprechend fallen, dann wird der Netztransport von Strom in vielen (sicher nicht allen) Bereichen wenig Sinn mehr machen. Und ja – die Konzepte von neuen, kleinen und modularen Nuklearkraftwerken könnten dabei sogar helfen. Es sind die derzeit im Betrieb befindlichen Kraftwerke, die mir aus ganz verschiedenen Gründen Sorgen machen. Dann irgendwo zu lesen, dass die günstig und umweltfreundlich wären, stösst mir sauer auf, tut mir leid.
Wie gesagt, ich ziehe ebenfalls die deutsche Lösung vor. Damit meine ich die Verhinderung einer gefährlichen Freisetzung, selbst im Fall einer Kernschmelze. Was nicht passieren kann, muss man nicht versichern.
Wenn du eine Verkettung von Umständen weißt, bei der es in einem deutschen AKW zu einer signifikanten Freisetzung von Radioisotopen kommt, nur los. Aber bitte mit Schadenspfad.
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Hinkley Point ist doch ein gutes Beispiel für die Kostenvorteile der Kernkraft. Die CfDs von Hinkley Point liegen etwa ein Drittel niedriger als die von Erneuerbaren im gleichen Zeitraum. Und das obwohl es sich um einen EPR-Prototyp handelt. Serien-Reaktoren sind günstiger und schneller gebaut.
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Dezentral heißt leider hohe Systemkosten, weil fern vom Verbraucher – offshore sogar maximal entfernt. Der zentrale Ansatz mit Kraftwerken in der Nähe von Verbrauchszentren ist kosten- und ressourcensparend.
Ich verstehe auch den Vorteil des dezentralen Ansatzes nicht. Ja klar, Bürgerenergie. Aber der Ansatz eines Gemeinschaftskernkraftwerks ist doch genau das gleiche, oder nicht? Ist ja nicht so, als ob jeder Bürger ein eigenes Windrad besitzen kann.
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Ich finde es völlig in Ordnung zu sagen, dass Kernkraftwerke günstig und umweltfreundlich sind, aber nur dann wenn sie tatsächlich günstig und umweltfreundlich sind. Und das sind sie:
Umwelt
Kosten
Viele Dank Herr Blümm für Ihre Statistiksammlung.
Ihrer Argumentation gegen die Dezentralisierung der Energieerzeugung kann ich nicht ganz folgen. Sowohl zentrale als auch dezentrale Erzeugung habe Vor- und Nachteile, wieso schreiben Sie hier so vehement gegen eine Dezentralisierung? Es gibt viele verteilte Gemeinden und es macht durchaus Sinn den Strom dort zu produzieren und nicht in einem weit entfernten Atomkraftwerk. Es erscheint mir unpraktikabel in jeder Kommune ein AKW zu errichten. Ein viel geeigneterer Ansatz wäre so viel Energie wie möglich vor Ort zu produzieren und den Rest von zentralen Kraftwerken (zB AKWs) anzuliefern. Damit erspart man sich, von einigen wenigen zentralen Stellen eine immense Anzahl an Leitungen zu ziehen, die noch dazu auf die Maximallast der jeweiligen Endknoten ausgelegt werden muss. Steigt der Energiekonsum eines Endknotens muss dann diese gesamte, von einer zentralen Stelle ausgehende Leitung verstärkt/erneuert werden. Mir erscheint es viel naheliegender stattdessen dezentral Energie zu erzeugen und (ich betone) zu speichern und so die Entknoten zu entlasten und nur die Energiedifferenz anzuliefern.
Hier ein Literaturhinweis einer objektiven Betrachtung, der auch auf Ihren Kritikpunkt der geringen Effizienz eingeht, dies jedoch relativiert und widerlegt sofern es eine sinnvolle Netzplanung gibt: https://link.springer.com/book/10.1007%2F978-3-658-24854-3
Der Vorteil von zentraler Stromerzeugung ist die Nähe zum Verbraucher. Kraftwerke baut man nur in die Nähe von Industrie und urbanen Zentren.
Wenn man Windräder über das Land verteilt, sind die fern vom Verbraucher, das heißt man muss Netze ausbauen. Für Solar muss man auch Netze ausbauen, dank Eigenverbrauch etwas weniger. Offshore Wind ist maximal fern vom Verbraucher, dafür muss man sogar HGÜs quer durchs Land ziehen. Kostet halt alles Geld, dauert lange und ist nicht besonders umweltfreundlich.
Ich verstehe nicht, was verbraucherferne Erzeugung für Vorteile haben soll. Klar, wenn man sich vollkommen selbst versorgen könnte, kann man sich die Leitungen sparen. Aber das geht mit wetterabhängigen Erzeugern ja auch nicht.
? Ich habe nicht gegen zentrale Erzeugung geschrieben sondern war nur verwundert, dass Sie der dezentralen so gar nichts abgewinnen können. Meine Argumentation warum ich es zusätzlich zur zentralen Erzeugung auch sinnvolle finde, dezentral zu erzeugen können Sie oben samt Literaturvetweis einlesen. Ich dachte, dass ich hier auf einen Wissenschaftsblog gestoßen bin um über alle Möglichkeiten die Energiewende betreffend offen zu diskutieren. Nun habe ich eher den Eindruck gewonnen, dass es hier eher nur um die Verteidigung von AKWs geht und nicht darum für die jeweiligen Anwendungsfälle die beste technische Lösungen zu finden. Ich glaube auch, dass AKWs für die Großindustrie eine gute Wahl sind. Für Kommunen und ländliche Gebiete, glaube ich aber dass andere Formen besser geeignet sind.
Können Sie mir einen Blog oder Community empfehlen, wo tatsächlich Technologie offen ohne voreingenommene Meinungen diskutiert wird?
Vielen Dank auf jeden Fall für Ihre Mühen, Ihr Blog hatte zu Beginn einen guten Eindruck gemacht
Cio
Offen diskutieren ist gut, aber das mit der „dezentralen Versorgung“ ist doch schon zigtausend Mal diskutiert worden. Dezentral ist ein Euphemismus für Verbraucher-fern. Ich verstehe nicht, warum das gut sein soll.
Einfach mal ein Argument dafür ins Feld bringen, dann können wir reden.
Sie argumentieren, dass Zentrale Erzeuger nahe am Verbraucher sind. Diese Aussage impliziert automatisch, dass alle Verbraucher zentral sein müssen. Wäre ein Verbraucher nämlich nicht zentral, also dezentral, wäre er ja nicht mehr nahe am Erzeuger, da diese ja nur zentral existiert. Wir wissen aber, dass die Verbraucher dezentral verteilt über das Land zu finden sind, da es nicht nur zentrale Städte und nicht nur zentrale Industrie gibt, wie die Landkarte zeigt. Demnach weist Ihre Argumentation, dass Zentrale Erzeuger nahe am Verbraucher sind einen logischen Fehler auf. Nehmen wir nun an, dass Ihre Aussage korrekt wäre, also dass Zentrale Erzeuger nahe am Verbraucher sind. Da wir wissen, dass die Verbraucher dezentral über das Land verteilt sind bedeutet dies, dass die zentralen Erzeuger, da ja laut Annahme nahe am Verbraucher sind, auch verteilt über das Land sein müssen, sonst wäre unsere Annahme falsch und somit wären dann nach Definition eigentlich zentrale Erzeuger, in Wirklichkeit dezentrale Erzeuger.
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Wie Sie sehen haben Sie einen logischen Fehler in Ihrer Argumentation. Entweder sind Erzeuger zentral und damit zwangsläufig von den meisten Verbrauchern weit entfernt oder die Erzeuger sind dezentral und damit den meisten Verbrauchern nahe.
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Richtig wäre Ihre Argumentation nur dann wenn alle Menschen und die Industrie zentral leben würde, was sie aber nicht tut.
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By The way: OffShore Windparks erzeugen auch auf zentralen Plattform am Meer, sind dennoch Verbraucherfern.
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Ich denke also es kommt auf die Umstände und das jeweilige Gebiet an, wo es sinnvoll ist ein großes zB Atomkraft hinzustellen und wo es sinnvoller ist auf Wind, PV und Speicher zu setzen. In ein ländliches Gebiet ohne Industrie ein AKW zu setzen ist wahrscheinlich nicht rentabel, da die Energiemenge gar nicht benötigt wird und die Investitionskosten zu hoch. Da können Wind und PV einen großen Teil Decken und man kommt mit relativ schwachen und wenig Leitung vom großen Kraftwerk aus. Neben eine Alufabrik wäre es wahrscheinlich intelligent ein AKW zu stellen statt von überall im Land Stromleitung bin den dezentralen Quellen zu legen.
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Das meinte ich mit offener Diskussion und Technologieoffenheit.
Große Verbraucher sind zentral. Die Industrie verbraucht rund ~50% des Stroms in Deutschland, in Zukunft mit Sektorkopplung in der Prozesswärme vermutlich noch mehr.
Danach kommen private Haushalte mit ~25% und Gewerbe/Handel mit ~15% sowie Öffentliche Einrichtungen mit ~10%. Da rund 60% der Deutschen in urbanen Zentren leben, ist auch die zweite Hälfte des Stromverbrauchs stark zentralisiert.
Deshalb stehen Kraftwerke immer in der Nähe von Industriestandorten oder urbanen Zentren – ohne Ausnahme! Die Überlandleitungen dienten früher größtenteils der Versorgung von ländlichen Gegenden. Der verstärkte Netzausbau ist erst nötig geworden, weil nun mehr und mehr Erzeuger in ländlichen Gegenden stehen.
Schöner Artikel, aber Atomstrom als günstig zu bezeichnen ist schon ideologisch eingefärbt. Atomstrom ist nur günstig, wenn man die Endlagerung und die Absicherung gegen Unfälle externalisiert und nicht einpreist – und ja, Unfälle/Todesfälle sind in der Atomkraft selten, aber alleine die Evakuierung der Region um den Atommeiler Fukushima und die Entschädigung der Anwohner hätte jede Versicherung in den Ruin getrieben. Und selbst wenn diese Kosten externalisiert werden, beweist uns das Atomstromland Frankreich, das dort der Strompreis nur durch Quersubventionierung künstlich niedrig gehalten werden kann, da der Staats-Stromkonzern EDF trotz vieler alter und abgeschriebener Anlagen, die eigentlich günstig produzieren sollten, mit mehreren Billionen Euro verschuldet ist. Derzeit im Bau befindliche Atommeiler wie Hinkley Point oder Flamanville erweisen sich als Kostenfallen, die regelmäßig das Budget sprengen.
Die Endlagerung von Atommüll kostet rund 0,1 Cents pro kWh bei 60 Jahren Laufzeit.
Wenn man einen Super-GAU versichern wollte, wären das rund 0,69 Cents pro kWh. Besser noch, man macht es wie Deutschland und schließt einen Super-GAU durch Sicherheitsmaßnahmen wie gefilterte Druckentlastung und Wasserstoffrekombinatoren quasi aus.
In Frankreich sind die Stromkosten deutlich niedriger, sowohl in der Erzeugung als auch durch den Endnutzer. Die „Quersubventionierung“ in Frankreich sieht so aus: Ein großer Teil des Atomstroms darf nicht am Markt angeboten werden, sondern muss für Preise deutlich unter Marktniveau verkauft werden.
„Wenn man einen Super-GAU versichern wollte, wären das rund 0,69 Cents pro kWh.“ Witz oder?
Fukushima:
War mit sechs Reaktorblöcken und bis zu 4,5 Gigawatt elektrischer Nettoleistung eines der leistungsstärksten Kernkraftwerke in Japan.
Der Rückversicherer Swiss Re schätzte den volkswirtschaftlichen Schaden auf mindestens 161 Milliarden Euro.
-> 16.100.000.000.000 Cent / ~35.000.000.000kWh pro Jahr x 50 Jahre (danach Schrott) = 9,2Cent pro kWh
Quellen: Wikipedia und Berechnung (Physik 5 Klasse)
Du nimmst die Erzeugung nur von Fukushima als Bezugsgröße?
Das ist so, als ob du deine eigenen Versicherungsbeiträge in einem unwahrscheinlichen Haftpflichtschadensfall deine eigenen Versicherungsprämien vergleichst mit der Schadenssumme. Natürlich ist die Schadenssumme deutlich größer, so funktionieren Versicherungen.
Wer heute Geld übrig hat wird außer in Kapitalanlagen keine Zinsen bei Banken erwirtschaften können, im Gegenteil, steigende Inflation vermindert das Guthaben. Wir werden mit dem Invest in eine PV-Anlage inkl. Speicher unseren Strombezug aus dem Netz ganz sicher um 40% senken können. Abgesehen von jetzt noch drohenden Strompreiserhöhungen entspricht diese Senkung des Strombezugs einer deutlichen Verzinsung des eingesetzten Kapitals.
Nunja es geht mir nicht um alles im Artikel, sondern deine Aussage das Kernkraft nie subventioniert wurde… was nicht stimmt. Siehe alleine die Einleitung des Peer Reviews.
Abgesehen davon das „Kernkraft“ kein fertiges Konzept ist. Es existiert bis heute kein schlüssiges und sicheres Konzept für die Endlagerung des Mülls. Ich Frage mich immer wieder: Würden Kernkraft-Befürworter auch neben solch einem Werk oder Zwischenlager wohnen wollen? Nunja das hat ja aber alles nichts mit dem Strompreis zu tun… vielleicht irgendwann Mal 🙂
Wo steht denn in der Einleitung des Reviews, dass Kernkraftwerke gefördert worden? So weit ich weiß, ist das in Deutschland nicht passiert, sehr wohl aber in anderen Ländern.
Für die Endlagerung des Mülls gibt es tiefengeologische Endlager, auch in Deutschland. Ob du nen halben Kilometer über so einem Endlager wohnst oder nicht, macht überhaupt keinen Unterschied.
„In der Vergangenheit hat die Kernenergie in Deutschland sehr hohe staatliche Hilfen erhalten – umgerechnet etwa 2.000 Euro je installiertem Kilowatt. Die bisherige Förderung erneuerbarer Energien beträgt demgegenüber etwa 590 Euro je installiertem Kilowatt.“
https://www.streitpunkt-kernenergie.de/index.php?id=16
Hier eine Replik zu der Quelle DIW.
Moin Florian,
sehr schöne Zusammenstellung, vielen Dank!
Der Artikel erweckt den Eindruck das der Endverbraucher ausschließlich für die erneuerbaren Energien in die Tasche greifen muss.
Es wäre schön wenn du die Förderungen der „billigen“ Atomkraftwerke mit einbeziehst, auch wenn die nur indirekt durch Endverbraucher mitfinanziert werden. Die sind nämlich alles andere als billig 🙂
Viele Grüße
Was für Kernenergie-Förderungen sollen das denn sein? Laut meinem Wissensstand wurden Kernkraftwerke in Deutschland nie subventioniert, siehe auch diese Anfrage an den Bundestag.
Hier z.b. gibt es eine Studie: https://www.greenpeace-energy.de/fileadmin/docs/pressematerial/2020-09_FOES_Kosten_Atomenergie_Stand_final.pdf
Die Greenpeace-Studie ist leider Junk-Science und mit Subventionen hat das überhaupt nix zu tun. Zum Beispiel wird dort ein fehlender CO2-PReis in Rechnung gestellt, obwohl Kernkraftwerke gar keine CO2-Emissionen im Betrieb verursachen.
Hier ist dazu ein Peer-Review in einer Fachzeitschrift.
Florian keine Angst, wenn selbst die Kernkraftbetreiber sagen das sie sie nicht weiter betreiben möchten, dann kannst du davon ausgehen das das ohne Subvention nicht funktionier. Schon gar nicht bei einem Unfall (deswegen finden die keinen Versicherer und das trägt wie in Japan der Staat also wir) oder Entsorgung/Rückbau.
Aber zu deiner Frage: Hier die Anwort vom Wissenschaftlichen Dienst der BRD : https://www.bundestag.de/resource/blob/877586/4e4dce913c3d883a81adcf2697313c7d/WD-5-090-21-pdf-data.pdf
Die Betreiber würden gerne. Kein Wunder, die Kernkraftwerke waren schon bei den 60€/MWh Gelddruckmaschinen. Heute sind wir bei 160€/MWh für die MWh Baseload.
Übrigens wurden kommerzielle Kernkraftwerke in Deutschland noch nie subventioniert.
„gar keine CO2-Emissionen im Betrieb verursachen“ die werden aber schon mit irgenwas betrieben z.B. Uran 😉
Die Treibhausgase entstehen besonders vor und nach der Stromproduktion, etwa beim Uranabbau, beim Kraftwerksbau oder -rückbau bis hin zur Endlagerung.
Hier zu den CO2-Emissionen von Energiequellen. Kernkraft hat die geringsten über den Lebenszyklus.
Also Ihr Link belegt lediglich, dass die kommerzielle Stromerzeugung mit Kernenergie (also der Betrieb) nicht subventioiniert wurde. Die Errichtung der Anlagen wurde sehr wohl subventioniert. Mit Vergünstigungen, Bürgschaften usw.
Ach ja:
Ein nicht gerade kleiner Teil des Atommülls wurde „für Forschungszwecke“ als Rohstoff umdeklariert und so dem Steuerzahler aufgebürdet – neben den jetzt fast voll übernommenen Risiken.
Auch die Links zu den Strompreisen belegen nicht nimmer das, was Sie behaupten.
In Quelle [14] ist weiterhin Dänemarkt Spitzenreiter beim Haushaltstrom.
Dass dieser irgendwie in Relation zu den Einkommen /Kaufkraft gesetzt werden sollte (dann ist der Strom bspw. für den Bulgaren deutlich teurer …) fehlt als Hinweis.
Dass Sie den langen unplanmäßigen Ausfall von vielen franz. KKW mit keinem Wort erwähnen bei den Gründen für die Strompreisexplosion, irritiert mich ebenso.
Ich habe heute auch eine Benachrichtigung bekommen. Von 22,86 ct / kWh auf 43,71 ct / kWh. Das ist ja auch fast eine Verdoppelung des Preises. Dafür sinkt der Grundpreis um 5 ct pro Monat.
Das sind total irre Preise 🙁
Was ist da los ?!?
Hallo DLay,
bei welchem Anbieter, wenn ich fragen darf, bezahlt man denn heute nur 22,86 ct/kWh incl. aller Entgelte?
Danke für die Info und viele Grüße
Jeannine
Hallo Jeannine. Habe bei Montana bis 31.03.22 20,68ct/kwh (brutto, all in. ) bezahlt. Ab 01. 04. 40,96 ct und ab 01.06. 48.90 ct. Da hört der Spaß dann auf. 😭
Hallo Gunnar,
waren das tatsächlich nur 20,68ct/kWh incl. Stromsteuer, incl. MwSt.? oder kam das noch dazu?
Ich frage so ungläubig, da bisher in meinem Umkreis alle zw. 28 + 31 ct. zu zahlen hatten…
Bin seit 30 Jahren bei Vattenfall (Onlinetarif) und habe das Wechseln immer vor mir hergeschoben, liege derzeit bei knapp 30 ct./kWh.
Hi Florian,
wie aktuell sind die angegebenen Werte? Jetzt Ende Dezember 2021 ereicht uns die Nachricht, dass unser Strompreis (jetzt noch € 0,28 /kWh) ab 1.6.2022 auf € 0,5306 (Arbeitspreis+Grundpreis+MwSt) steigen wird, also nahezu 100% mehr – eine Zumutung! Gottseidank haben wir in 2021 eine PV-Anlage investiert, die hoffentlich unseren Stromverbrauch auf ca. 2.000 kWh/p.a. reduzieren wird….
Die Kosten sind einigermaßen aktuell. Es sind zwar Zahlen vom Dez 2020, aber ich habe die Brennstoffkosten von Gas und Kohle verdoppelt. Das ist zwar bei Gas auch schon wieder von noch höheren Preisen überholt (!), aber die Tendenz sollte passen. Ich will hier nicht jeden Monat aktualisieren, so ist das nicht gedacht.
Photovoltaik ist ca. 5% teurer geworden. Der Rest dürfte ungefähr gleichgeblieben sein.
Zu Strompreisen und deren Zusammensetzung habe ich nen eigenen Artikel.
„Photovoltaik ist ca. 5% teurer geworden.“
folgt man ihrem Link steht da genau das Gegenteil, nur 2021 gab es mal einen kleinen Anteil aber der ist nicht mal aufgerundet bei 5%.
PV: Der durchschnittliche Preisverfall liegt bei 8,99 % pro Jahr…2021 + 3,70%
Hallo Florian,
vielen Dank für Deine Arbeit und Deine Zeit um die ganzen Zahlen und Statistiken zusammenzusuchen, zu veröffentlichen und zu kommentieren. Es gibt mir einen sehr guten Überblick gegeben.
VG
Stefan
Übrigens:
* Wäre es nicht sinnvoller, den RedBull-Kosum der Länder im Verhältnis zum Strompreis darzustellen, dann könnte man viel besser das Energielevel der einzelnen Länder vergleichen. … *ironie:off
Wenn man die Menge der Arbeitszeit für eine bestimmte Menge an Strom sinnvoll darstellen will, dann muss man zwingend die Einkommensstruktur der Stromverbraucher kennen. So sind z.B. in den meisten Ländern Afrikas, lediglich 10-15% der Haushalte an das Stromnetz ageschlossen. Erfahrungsgemäß bestimmen aber die 90% der armen und ärmsten Bürger das mittlere Einkommen. Genau diese sind aber nicht an das Stromnetz angeschlossen, weil sie sich das nicht leisten können. Die Menschen, die Strom haben und nutzen, haben deutlich höhere Einkommen und müssen demzufolge vergleichsweise wenig für die KWH arbeiten. Die Statistik würde also durch die Verwendung des mittleren Einkommens ziemlich verzerrt werden.
Wäre es nicht sachlicher und gerechter darzustellen, wie viele Stunden ein Arbeitnehmer in den jeweiligen Ländern für 1 oder 100 KWh arbeiten muss? Was soll ich mit dem Vergleich Deutschland und Venezuela anfangen????
Guter Punkt.
Hallo!
Die PV-Anlagen-Vermarkter für Privathaushalte rechnen die Anschaffung von Anlagen schön, indem Sie immer von deutlich steigenden Strompreisen ausgehen. Gerade bei kleinen Anlagen mit geringer Netzeinspeisung und geringer Einspeisevergütung, rechnet sich eine Anlage aber dann oft nicht mehr, wenn der Strompreis im Vergleich zu heute langfristig gleichbleibt, oder sogar sinkt, sehe ich das richtig!? Die Anlagen müssten noch deutlich günstiger in der Anschaffung werden, der aktuelle PV-Anlagenboom wäre aber nach Ihrer Prognose nicht gerechtfertigt! Danke für den guten Artikel! VG
Hi Josh,
es gibt halt mehrere Strompreise. Der Marktwert für Windkraft und Solar am Spotmarkt hat tatsächlich wenig Einfluss auf den Strompreis für Endkunden, von dem ich hier größtenteils schreibe.
Insofern kann es schon stimmen, was die PV-Anlagen-Vermarkter nicht ohne Hintergedanken von sich geben. In der Tat sind 2021 die Marktwerte für Windkraft und Solar ordentlich gestiegen. Das liegt aber auch daran, dass 2020 ein absoluter Tiefpunkt war mit teilweise Marktwerten von unter 1 Cent pro kWh.
Trotzdem würde ich auf lange Sicht erwarten, dass die Marktwerte von Windkraft und Solar weiter sinken, falls mehr zugebaut wird. Das liegt ganz einfach an der Kannibalisierung durch Überproduktion in Zeiten mit viel Wind und Sonne.
Insofern ja, die Anlagen müssen immer günstiger werden. Das gilt insbesondere dann, wenn man irgendwann auch mal kostendeckend und subventionsfrei arbeiten will.
Das ist bei Dachsolar aber noch ein langer, langer Weg. Aktuell sind wir trotz sehr gutem Marktwert von 7 Cents pro kWh immer noch nicht kostendeckend bei rund 8 Cents pro kWh Kosten Dachsolar. Und da sind die Systemkosten (Netz, Backup, Regelenergie,…) sogar noch auf Dritte ausgelagert.
Es gibt nichts günstigeres als Solarstrom. Das mag vor 10Jahren anders gewesen sein, die Preise sind aber so massiv gefallen das das einfach nicht stimmt was sie schreiben.
https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/DE2021_ISE_Studie_Stromgestehungskosten_Erneuerbare_Energien.pdf
Keine Kraftwrke in D. werden ohne Subvention betrieben, das ist in irgendeiner Form immer gegeben (z.B. durch Militärischen Druck auf die Förderländern, Tote zu behandelnde durch Luftverschmutzung,…, Naturkatastrophen durch Klimaerwärmung). Speicher und Verteilung muss ich auch für alle Energieformen vorhalten, Deutschland kann für ca.3 Monate seinen Gasbedarf speichern. Brennstäbe oder Kohle muss ich auch vorlagern und kann sie nicht Just in Time abrufen.
Hier geht es zu den Vollkosten von Energiequellen. Fraunhofer betrachtet nur Gestehungskosten.
Bei der Auflistung der Industriestrompreise in Deutschland ist das Komma wohl etwas verrutscht. Es sollte dort 0,10 Euro 0,19 Euro bzw. 0,24 Euro pro kWh heißen und nicht Cent! Gruß von einem „Stromeinkäufer“ in der Industrie.
Ups, da hast du vollkommen recht. Danke für den Hinweis!
Da was interessantes https://www.youtube.com/watch?v=ZDREHRQVqWU&t=302s dazu das bis zu 90 Cent fast 1 euro Strom ,https://rp-online.de/wirtschaft/in-nrw-werden-immer-hoehere-aufschlaege-bei-den-lokalen-stromfirmen-faellig_aid-65115729 mir selber ging es so zum 8.1 2022 von 29 Cent auf 32 ,Cent da schluckte ich schon und jetzt zum 23. Februar auf 45 ,30 Cent ,wer soll das bitte bezahlen ,sollen wir erfrieren Gas Öl 600 700 euro hoch wen es reicht das sind einfach gesagt bei mir 2000 euro einfach so , wen die das nicht deckeln, was sie können, auf 30 Cent sorry dann sind die Corona-Spaziergänge das letzte Problem in diesem Land dann ist Kasachstan angesagt, das geht nicht bei aller liebe, wen die das nicht korrigieren war das die letzte linke Regierung in diesem Land zu Recht , , sorry ,
„wen die das nicht korrigieren war das die letzte linke Regierung in diesem Land zu Recht“
Seit wann ist den die FDP eine linke Regierung?