Tote pro TWh: Welche ist die sicherste Energiequelle?

Welche Energiequellen sind am sichersten? Es sind: Kernkraft, Geothermie, Solar, Wasser und Wind – in dieser Reihenfolge.

Kernkraft ist die sicherste Energiequelle noch vor Solar, Wasser und Wind. Überrascht?

Da bist du nicht allein. Gerade in Deutschland schüren die Medien die Angst vor radioaktiven Strahlen gerne durch Clickbait.

Doch selbst in Fukushima bei einem Super-GAU mit dreifacher Kernschmelze gab es kein einziges Todesopfer durch Radioaktivität.

Fossile Brennstoffe hingegen töten weltweit rund 24.000 Menschen pro Tag durch Luftverschmutzung 1, ohne dass man davon in den Medien hört.

Das ist so als ob täglich Tschernobyl 6 Mal passiert: um 4 Uhr, um 8 Uhr, um 12 Uhr, um 16 Uhr, um 20 Uhr und nochmal um Mitternacht – jeden einzelnen Tag!

Kernkraft, Geothermie, Solar, Wasserkraft und Wind sind hingegen um viele Größenordnungen sicherer als fossile Energien und Biomasse.

Sicherste Energiequellen nach Todesopfern ohne Klimawandel - Tote pro TWh: Welche ist die sicherste Energiequelle?

Tabelle: sicherste Energiequellen nach Unfällen & Luftverschmutzung pro TWh

Dies sind die Todesopfer pro erzeugter Terawattstunde Elektrizität durch Unfälle und Luftverschmutzungohne Klimaerwärmung:

  • 32,72 Tote durch Braunkohle
  • 24,62 Tote durch Steinkohle
  • 18,40 Tote durch Erdöl
  • 4,63 Tote durch Biomasse
  • 2,80 Tote durch Erdgas
  • 0,04 Tote durch Windkraft
  • 0,02 Tote durch Wasserkraft
  • 0,02 Tote durch Solar
  • 0,02 Tote durch Geothermie
  • 0,01 Tote durch Kernkraft

Die Todesopfer durch Unfälle sind um Größenordnungen kleiner als die durch Luftverschmutzung. Man sieht sie im Graph kaum.

Quelle für die Sterberaten von Kernkraft, Geothermie, Solar, Wasser und Wind ist eine Studie von Sovacool et al 2

Leider betrachtet Sovacool nicht die Todesopfer durch Luftverschmutzung. Deshalb stammt die Mortalität von Erdgas, Biomasse, Erdöl, Steinkohle und Braunkohle aus einer zweiten Studie von Markandya & Wilkinson 3

Die fossilen Backup-Kraftwerke für volatile Erneuerbare sind nicht berücksichtigt. Wind und Solar würden mit Erdgas-Backup jeweils rund 0,4 Todesopfer pro TWh verursachen. 4

Tabelle: Todesopfer durch Unfälle, Luftverschmutzung & Klimawandel

Sicherste Energiequellen nach Todesopfern - Tote pro TWh: Welche ist die sicherste Energiequelle?

88% der deutschen Treibhausgase entstehen bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen und Biomasse. Kohle, Öl, Gas und Biomasse haben also fast im Alleingang zur Klimakrise geführt und heizen die Atmosphäre Jahr für Jahr weiter auf.

Die Klimaerwärmung für sich genommen ist noch gefährlicher als die Luftverschmutzung. Sie ist für sich genommen schon Grund genug fossile Brennstoffe und Biomasse als gefährlichste Energiequellen einzustufen.

Die Todesopfer durch CO2-Emissionen lassen sich laut einer aktuellen Studie im Jahr 2020 auf rund 226 pro Millionen Tonnen CO2 beziffern. 5 Zugegeben, diese Zahl ist stark umstritten. Es geht mir in erster Linie um die richtige Größenordnung.

Wenn man die CO2-Emissionen von Energiequellen in Deutschland zugrunde legt, steigen die Todesopfer durch fossile Energiequellen um eine Größenordnung.

Todesopfer pro Terawattstunde inklusive Klimaerwärmung:

  • 293 Tote/TWh durch Braunkohle
  • 205 Tote/TWh durch Steinkohle
  • 199 Tote/TWh durch Erdöl
  • 188 Tote/TWh durch Erdgas
  • 57 Tote/TWh durch Biomasse
  • 17 Tote/TWh durch Solar
  • 9 Tote/TWh durch Geothermie
  • 6 Tote/TWh durch Wasserkraft
  • 4 Tote/TWh durch Windkraft
  • 3 Tote/TWh durch Kernkraft

Auch dies ist wieder ohne Backup für Wind und Solar gerechnet. Mit Backup wären es für Wind und Solar jeweils rund 26 Todesfälle pro TWh zusätzlich, also eine Vervielfachung.

Biomasse wird in dieser Auflistung als nachhaltig angenommen, also ohne die tatsächlich entstehenden CO2-Emissionen zu zählen. Nicht nachhaltige Biomasse dürfte noch tödlicher als Braunkohle sein. Dies gilt zum Beispiel für einen großen Teil der Holzverbrennung.

Im Vergleich mit Fossilen und Biomasse sind die ungefährlichsten Energiequellen Wind, Wasser, Solar, Geothermie und Kernkraft auch gleichzeitig die klimafreundlichsten.

Schadstoffe in der Luft: Luftverschmutzung tötet heute schon

Während die Todesopfer durch den Klimawandel vor allem in die zweite Hälfte des Jahrhunderts bis 2100 fallen werden, tötet Luftverschmutzung uns schon heute tagtäglich.

Braunkohle, Steinkohle und Öl sind in punkto Luftverschmutzung die gefährlichsten Energieträger. Erdgas und Biomasse stoßen weniger Luftschadstoffe aus, sind aber immer noch tödlich.

Schadstoffe in der Luft sind unter den größten Todesursachen unserer Zeit. Deutlich mehr Menschen sterben an Luftverschmutzung als an allen Krankheiten oder an Gewalt. 6

Die rund 8,7 Millionen Todesopfern durch Luftverschmutzung pro Jahr überschatten die Todesopfer durch Unfälle bei fossilen Energien und Biomasse. In den Graphen sind die Unfälle deshalb kaum zu erkennen.

Lokale Todesopfer durch Energieerzeugung in Deutschland

Während Todesopfer durch den Klimawandel vor allem im globalen Süden zu beobachten sein werden, passiert die Luftverschmutzung lokal in der Umgebung des Kraftwerks und je nach Wetterlage auch in weiterem Umfeld.

Mit dem Strommix in Deutschland 7 müssen rund 5.698 Deutsche pro Jahr sterben um gut 600 TWh Strom zu erzeugen – 90% der Todesopfer durch Kohle.

Das geht noch schlimmer: Wenn wir den Strom komplett mit Braunkohle erzeugen würden, müssten sogar 19.811 Deutsche pro Jahr sterben.

Es geht aber auch deutlich besser: Um 100% des deutschen Stroms mit nur einer Energiequelle zu erzeugen gäbe es pro Jahr – ohne Klimaerwärmung:

  • 19.811 Tote durch Braunkohle
  • 14.907 Tote durch Steinkohle
  • 11.159 Tote durch Erdöl
  • 2.803 Tote durch Biomasse
  • 1.708 Tote durch Erdgas
  • 21 Tote durch Windkraft
  • 15 Tote durch Wasserkraft
  • 12 Tote durch Solarenergie
  • 10 Tote durch Geothermie
  • 6 Tote durch Kernkraft

Wenn man über den Strom hinaus die gesamte Primärenergieerzeugung betrachtet, gibt es sogar 22.147 Todesopfer durch den Energiesektor in Deutschland pro Jahr. 8 9

Mit 11.677 Todesopfern gut die Hälfte davon sterben durch die Verbrennung von Erdöl, vor allem als Benzin und Diesel im Straßenverkehr.

Risiko Atomkraft: Aber was ist mit Tschernobyl?

Aber was ist mit Tschernobyl? Wenn man die Todesopfer von Tschernobyl mit einrechnet, dann versiebenfacht sich die Anzahl der tödlichen Unfälle in der Kernkraft von 0,01 auf 0,07 Todesopfer pro TWh.

Die sehr empfehlenswerte Webseite Our World in Data hat eine solche Rechnung aufgestellt. Noch dazu verwenden sie für die Anzahl der Todesopfer das Worst-Case-Szenario der Weltgesundheitsorganisation basierend auf dem veralteten LNT-Modell für Strahlenschäden. Vermutlich soll so jede Diskussion über Tschernobyl im Keim erstickt werden. Klar, das kann man machen und 0,07 Tote sind ja immer noch ok.

Andererseits ist es absurd den Graphit-moderierten RBMK-Reaktor der ersten Generation ohne Containment vom Typ Tschernobyl mit unseren Leichtwasserreaktoren zu vergleichen. Eine Explosion im Reaktor wie in Tschernobyl ist in Leichtwasserreaktoren unmöglich. Das Schlimmste, was passieren kann, ist ein Unfall wie in Fukushima mit einer geringen Freisetzung von Spaltprodukten und 0 Todesopfern.

Stell dir vor wir addieren zu jeder aktuellen Unfallstatistik im Straßenverkehr alle Unfälle mit Trabbis im Jahr 1986. PKW-Kritiker sagen, es ist wichtig Trabbis zu berücksichtigen, weil die weder ABS, noch Airbag noch Dreipunktgurt hatten. Klingt absurd? Genau das machen Anti-AKW-Vereine wie Ausgestrahlt oder BUND. Sie tun so, als würden wir immer noch Trabbis fahren oder gar neue Trabbis bauen wollen.

Weil Tschernobyl keine Relevanz für aktuell laufende Kernkraftwerke hat, findest du in diesem Artikel nur die Sterberate für Kernkraft aus der Sovacool-Studie. Dort wird Fukushima berücksichtigt, aber Tschernobyl nicht. Übrigens ist Sovacool ein leidenschaftlicher Kernkraftgegner. Seine Zahlen sind also vermutlich konservativ.

Exkurs: Die größten Energieunfälle

Wenn man historische Energieunfälle wie Tschernobyl berücksichtigen würde, dann wäre Wasserkraft die tödlichste Energiequelle nach Unfällen mit mehr als 50 Todesopfern pro TWh. 10 Allein der Dammbruch von Banqiao in China forderte mindestens 200.000 Todesopfer.

Hier ist eine Liste der tödlichsten Energieunfälle:11

  • bis zu 250.000 Tote in Banqiao, China durch Dammbruch eines Wasserkraftwerks
  • ~12.000 Tote in London, England durch Luftverschmutzung von fossilen Brennstoffen
  • bis zu 10.000 Tote in Machchhu, Indien durch Dammbruch eines Wasserkraftwerks
  • bis zu 4.000 Tote in Tschernobyl, Ukraine durch Dampfexplosion in einem Kernkraftwerk
  • ~2.200 Tote in Lake Conemaugh, USA durch Dammbruch eines Wasserkraftwerks
  • bis zu 2.500 Tote in Vajont, Italien durch Flutwelle eines Wasserkraftwerks
  • ~1.600 Tote in Möhne, Deutschland durch Dammbruch eines Wasserkraftwerks
  • ~1.500 Tote in Benxihu, China durch Kohleminenexplosion
  • ~1.100 Tote in Courrières, Frankreich durch Kohleminenexplosion
  • ~1.000 Tote in Tigra, Indien durch Dammbruch eines Wasserkraftwerks
  • ~1.000 Tote in Panshet, Indien durch Dammbruch eines Wasserkraftwerks

Auf Thoughtscapism (en) gibt es einen lesenswerten Vergleich von Energieunfällen.

Gefahr Atomausstieg: Kernkraft ist die sicherste Energiequelle

Egal ob du Tschernobyl berücksichtigst oder nicht: die Kernkraft rettet viele Leben im Vergleich zu fossilen Energiequellen und Biomasse.

Wir haben in Deutschland nach Fukushima im Jahr 2011 acht Kernkraftwerke sofort abgeschaltet und drei weitere in den folgenden Jahren. Diese elf Kernkraftwerke hätten 4.600 Todesfälle und 300 Megatonnen CO2-Emissionen pro 5 Jahre verhindern können. 12

Sollten wir wie geplant die restlichen 6 Kernkraftwerke abschalten, wird das zu 16.000 weiteren Todesfällen in Deutschland und 1.100 Megatonnen zusätzlichen CO2-Emissionen bis 2035 führen.

Das größte Risiko an der Kernkraft ist demnach der Atomausstieg. Noch ist es nicht zu spät die verbleibenden 6 Kernkraftwerke zu retten, die 25% unseres sauberen Stroms erzeugen. #SaveGER6#CriticalClimateAction

Ist Atomkraft mit Kernspaltung wirklich so gefährlich?

Nein, Atomkraft ist nur wenig gefährlich. Unter allen Energiequellen ist Kernkraft am sichersten.

Warum ist eine Kernschmelze so gefährlich?

Eine Kernschmelze führt bei Kernkraftwerken zum Totalschaden. Für die Biosphäre wird sie aber nur gefährlich, wenn die Containments nicht halten. In Fukushima hat das Containment vom Reaktor 2 ein Leck bekommen.

Warum kann ein Atomkraftwerk explodieren?

Unsere Kernkraftwerke sind Leichtwasserreaktoren. Eine Explosion ist physikalisch ausgeschlossen. Graphitmoderierte Reaktoren wie in Tschernobyl können explodieren.

Updates:

  • 18.12.2020: Erstmals veröffentlicht.
  • 01.08.2021: Neue Studie von Bressler zu Todesopfern durch CO2-Emissionen eingepflegt.

Quellen

  1. Fossil Fuel Pollution Kills 8.7 Million a Year Bloomberg (2021)
  2. Balancing Safety with Sustainability: Assessing the Risk of Accidents for Modern Low-Carbon Energy Systems Sovacool et al (2015)
  3. Electricity generation and health Lancet Markandya & Wilkinson (2017)
  4. Annahme 509 g/kWh Erdgas und 70g/kWh Backup nach Consequential environmental system analysis of expected offshore wind electricity production in Germany Pehnt et al (2008)
  5. The mortality cost of carbon Bressler (2021)
  6. Loss of life expectancy from air pollution compared to other risk factors: a worldwide perspective Lelieveld et al (2020)
  7. Stromerzeugung nach Energieträgern AG Energiebilanzen (2019)
  8. Primärenergieverbrauch nach Energieträgern Umweltbundesamt (2019)
  9. Annahme Wirkungsgrad Primärenergie-Nutzenergie: Braunkohle, Kernkraft (35%); Erdöl, Steinkohle (50%); Biomasse (60%); Erdgas (85%); Wind, Solar, Wasser (100%) – überschlagen nach Anteil Wärmesektor, Stromsektor, Verkehrssektor
  10. Fossil fuels are far deadlier than nuclear power New Scientist (2011)
  11. Energy Accidents Wikipedia (2021)
  12. Implications of energy and CO2 emission changes in Japan and Germany after the Fukushima accident Kharecha et al (2019)

Dieser Beitrag hat 50 Kommentare

  1. Fritz Bühler

    Methodischer Fehler: Zu Recht berücksichtigen Sie die indirekten Todesfälle durch Luftverschutzung der fossilen Energieträger. Dann müssen Sie aber auch die Todesfälle bei Uranabbau, Transport und Lagerung der Atomabfälle berücksichtigen und sich hier nicht auf den Betrieb beschränken. Da wird schon klar, dass Ihr Ansatz insgesamt fragwürdig ist, denn die größte Gefahr der Atomkraft ist nicht die Stromerzeugung selbst (da stimme ich Ihrer Statistik weitgehend zu) sondern die ungeklärte Frage der Lagerung des radioaktiven Abfalls über hunderte von Jahren hinweg. Das ist auch eine ethische Frage gegenüber zukünftigen Generationen.
    Fazit: Atomkraft ist nur sicher, wenn man den Blickwinkel eng genug fasst.

    1. Die Todesfälle bei Uranabbau und -anreicherung sowie Bau, Rückbau und Beschaffung sonstiger Rohstoffe sind berücksichtigt. Genauso ist ja auch die Rohstoffbeschaffung bei Erneuerbaren berücksichtigt. siehe Quelle Sovacool et al (2015)

      Bei Transport und Lagerung der Atomabfälle aus zivilen Kraftwerken ist meines Wissens noch nie jemand verletzt worden, geschweige denn gestorben. Gibt es da anderslautende Infos?

      Warum ist die Frage der Lagerung des radioaktiven Abfalls ungeklärt? In der BRD werden alle radioaktiven Abfälle laut Gesetz in tiefengeologischen Endlagern entsorgt, selbst die leicht- und mittelradioaktiven (Schacht Konrad, Morsleben). Hier mehr Infos zur Endlagerung.

  2. Rudi Amannsberger

    Sehr geehrter Herr Blümm,

    sind Sie wirklich so naiv? Ist ihnen bekannt, dass es in vielen Uranabbauländern Afrikas nicht einmal ein Strahlenschutzgesetz gibt? Haben Sie eine Vorstellung über die Arbeitsbedingungen in den Uranminen und über das Gesundheitswesen und über die Möglichkeit eine Krebserkrankung eines Minenarbeiters in diesen Ländern als Berufskrankheit anerkannt zu bekommen?

    Wissen Sie wieviel der radioaktiven Mülls in Konrad oder in anderen tiefengeologischen Endlagern bereits eingelagert ist? Und dass die einzige Einlagerung, die es bisher in der Bundesrepublik gab, in der Asse, wieder rückgängig gemacht werden muss?

    Es ist nicht böse gemeint, aber ich weiß wirklich nicht, ob sie manche Information einfach unterschlagen oder tatsächlich nicht wissen.

    1. In der Studie zu den Todesopfern von Sovacool sind Uranförderung und -anreicherung natürlich berücksichtigt. Genauso die Wiederaufbereitung.

      Die Expertengruppe der UN zu Strahlenfolgen hat Gesundheitsschäden in Uranminen untersucht. Es gibt keinen Unterschied zu anderen Metallerz-Minen:
      Effects of Ionizing Radiation UNSCEAR (2006)

      Der Großteil des Urans kommt sowieso aus Uranminen in Australien und Kanada, nicht aus Afrika. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Arbeitsbedingungen dort so grauenhaft sein sollen.

      Und die Mengen an benötigtem Uran sind winzig. Vergleich das mal mit den enormen Mengen an Metallen, die man für andere Energieerzeuger benötigt.

      Es ist noch nie jemand durch Atommüll aus kommerziellen Kernkraftwerken getötet oder auch nur verletzt worden. Es gibt auch keinen Grund anzunehmen, dass sich das ändert.

      Der Müll in der Asse stammt zu 80% nicht einmal aus Kernkraftwerken. Der Müll aus Kernkraftwerken wurde bisher vor allem im Endlager Morsleben eingelagert. Das war ausschließlich schwach und mittel radioaktiver Müll.

      Ich verstehe die Panikmache nicht. Gibt es einen Grund an den Zahlen der Sovacool-Studie zu zweifeln?

      1. Joe Schmidt

        Zitat:
        “Der Müll in der Asse stammt zu 80% nicht einmal aus Kernkraftwerken.”
        Da kann man durchaus anderer Meinung sein.
        Die AKW-Betreiber haben früher gern ihren Abfall “zu Forschungszwecken” der Hochschulforschung und der Industrie zur Verfügung gestellt … und dieser Abfall wurde dann eben nicht mehr den KKW zugeordnet. Ohne nachvollziehbare Inventarlisten wurde bspw. auch Plutonium in der Asse eingelagert …
        (Bericht des 21. Parlamentarischen Untersuchungsausschuss und Minderheitenberichte: Drucksache 16/5300 – Bericht 21. PUA)
        Rechnen Sie dabei eigentlich die Abfälle von der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) auch nicht der Kernkraftwirtschaft zu?
        Wie kommen Sie zu Ihrer obigen Behauptung?

  3. Memduh T.

    Herr Blümm!

    Erstmal möchte ich Sie bedanken. Auf dieser Weise zeigen Sie, wie wichtig eigentlich erneuerbare und Atomenergien für uns sind.
    Jedoch ist es schade, dass die Jugendlichen und junge Erwachsene kein Mitspracherecht besitzen und nach zahlreichen Widerstände trotzdem ignoriert werden.

    Ich hoffe nur, dass Sie weiterhin derartige Artikel/ Berichte/ Kommentare ins Web stellen, damit die Älteren auch bemerken, wie schädlich die Kohlekraftwerke für uns eigentlich sind!

    Mit freundlichen Grüßen,

    Memduh T.

  4. ernuwieder

    Herrje, geht denn wirklich jeder einzele der Apologeten der Kirche des heiligen Isotops mit dieser sinnfreien Sophisterei hausieren?

    Dass die Opferzahlen von Tschernobyl von der IAEO, vorsichtig ausgedrückt, nicht so ganz unumstritten sind und etwa die IPPNW mit durchaus wissenschaftlichem Aufwand auf etwas andere Zahlen kommen, geschenkt.

    Dass die Toten in Fukushima nicht Null waren, man mit der Windrichtung einen Heiden Dusel hatte und es auch durch die Evakuierung Tote gab, naja. (Ja, wenn ich jemand mit dem Dolch von einer Klippe evakuiere, tötet den zwar der Fall, aber bin ich daran ganz unschuldig? Mal irgendwer drüber nachgedacht von der keine-Strahlentoten-Fraktion?)

    Ist auch nicht so wichtig, da die Statistik dahinter eh offensichtlicher Bogus ist. Zumindest lese ich immer wieder Angaben über “Tote pro Petawattstunde”.
    Immerhin sind es dann bereits ganze Zahlen, also ein Toter oderer mehrere statt 0,2 Tote pro TWh.

    Eine Petawattstunde sind 1.000.000.000.000 kWh.
    Aber selbst in Deutschland wurde seit Erscheinen des EEG erst rund 0,4 PWh Solarstrom erzeugt.
    (Ja, ich hab nachgerechnet. Voriges Jahr waren es 0,051.)
    Und das dürfte schon mit Abstand die größte Stichprobe sein, die irgendwelche Arbeitsschutzregeln mit solider Statistik verbindet. China scheidet aus, USA, naja, dahinter kommt eh kaum noch was.
    Ham die Fans dieser “Statistik” den Begriff mal gegoogelt?

    Nein, die Quellen 1 und 4 habe ich nicht durchgelesen, aber aus den genannten Gründen mache ich mir auch wenig Hoffnung, da irgendwas Sinnvolles drin zu finden. Wäre auch eine etwas übertrieber Aufwand für einen Technologiepfad, der aus ganz anderen Gründen toter als ein Dodo ist. Is auch grad nicht mein Punkt.

    Nun, kaum ein aktiver AKW-Gegner hat sich in den letzten fünfzig Jahren dafür eingesetzt, Atomstrom durch Kohlestrom zu ersetzen. Ein paar spießige NYMBYs, sicher.
    Aber die Kohleverstromung war eh die Entscheidung von Politik und Konzernen, die obendrein meist ökonomische Gründe hatte.
    Wie man selbst hier sieht, war ja Erdgas, ohne den Klimaaspekt, allemal eine Alternative.
    Falsche Dilemmas und Strohmannvorwürfe helfen da leider nicht weiter.

    Aber vor allem, was an dieser dussligen Argumentation der wahre Kaiser ohne Kleider auf dem Elefanten im Raum ist, den ich bisher vergeblich suche:
    Tote durch Solarstrom?
    Ja, wer soll denn das sein?
    Unvorsichtige Dacharbeiter finden sich. Soll wohl vorkommen.
    Abgesehen davon, dass Dach-PV eher so n Häulebauerthema ist und gesamtwirtschaftlich und global kaum der Regelfall:
    Ja, schon denkbar, dass bei so einem extensiven Geschäft mehr Leute ganz konventionell verunglücken, als im Regelbetrieb von AKW und deren Rohstoffkette. Sogar plausibel.
    Nur: Das sind dann ja wohl in aller Regel Leute, die das freiwillig und als Beruf machen.
    Während die Geschädigten von Tschernobyl, Fukushima und potentiellen anderen Problemchen in aller Regel wirtschaftlich uninteressiert waren, ja zum Teil wohl nicht einmal in den Genuss des produzierten Stroms kamen.
    “Sorry, Leukämiekind, aber Du warst ingesamt das kleinere Risiko, damit der Chef von E-Werk seinen Pool heizen kann”.
    ?

    “Todesopfer durch Energieerzeugung” macht bewusst eine ethische Diskussion auf.
    Wer, wie immer wieder zu beobachten, diese Diskussion führt und dabei ganz offensichtlich überhaupt kein Bewusstsein für diesen feinen Unterschied von Risiko, Beteiligung und betroffener Gruppe zu haben scheint: Der soll sich nicht wundern, wenn er in demokratischen Staaten nicht so ganz an die Herzen der Menschen vordringt.

    Also, falls ich mich irre und die wunderbare, supergeile Renaissance der Atomkraft tatsächlich nur am irrealen Misstrauen der doofen Massen liegt:
    Liebe Lobby, das habt’er Euch aber auch redlich verdient, diese Misstrauen.

    1. Was ist denn deine Kritik an den Zahlen? Dass sie nicht deinen Erwartungen entsprechen? Sorry, aber so funktioniert das nicht…

      Wie wär’s, wenn du dir mal die Primärquelle zur Kernkraft und Erneuerbaren anschaust, also Sovacool. Wenn du dort gravierende Fehler findest, können wir gerne darüber reden. Sovacool ist sogar ein verbriefter Kernkraftgegner.

      Da siehst du dann auch, wie es zu Todesopfern durch Solarstrom kommt. Ist dir eigentlich nicht bewusst, was das für ne Materialschlacht ist? Die Ressourcen bauen sich nicht allein ab, dazu brauchst du Bergwerke für Kupfer, Zinn, Zink und Silber. Du musst energieintensives Aluminium herstellen. Noch dazu werden die Solarpaneele in China gefertigt und um die halbe Welt transportiert. Aber ne, da passiert nie ein Unfall…

      Und was die Art der Todesfälle angeht: Die rund 10.000 Toten pro Tag durch fossile Luftverschmutzung sind in der Bevölkerung gleichverteilt. Die rund 300 Toten in 70 Jahren ziviler Kernkraft sind hauptsächlich Kraftwerksarbeiter.

      Und was angebliche Strahlentode in Fukushima angeht, schau dir doch mal den aktuellen UNSCEAR-Report an. Da steht ausdrücklich, dass keine Strahlenfolgen in der Bevölkerung zu erwarten sind.

      Und was angebliche Leukämiefälle durch zivile Kernkraft angeht, wurden Leukämiecluster rund um Kernkraftwerke schon vor Jahrzehnten widerlegt. Nicht mal in Folge von Tschernobyl gab es Leukämie und da waren die Dosen deutlich höher.

      Ob du die Zahlen lieber in TWh oder PWh oder kWh oder mWh ausdrücken magst, ist völlig wurscht.

      1. Joe Schmidt

        Zitat:
        “… den aktuellen UNSCEAR-Report an. Da steht ausdrücklich, dass keine Strahlenfolgen in der Bevölkerung zu erwarten sind.”
        Wow!
        Erwiesenermaßen gibt es schon durch unterschwellige, natürliche Radioaktivität gesundheitliche Strahlenfolgen (bspw. Lungenkrebs durch Radongas im Erzgebirge) – aber die radioaktiven Expositionenen um Fukushima haben keine Strahlenfolgen?
        Deswegen hat die japanische Regierung die zumutbare Strahlenbelastung nach dem Reaktorunglück deutlich erhöht?
        Der UNSCEAR-Report steht durchaus im Verdacht, die Interessen der Atomindustrie stärker zu berücksichtigen als jene der Bevölkerung.
        Aber Sie leugnen ja sogar Todesfälle und Leukämie als Folge von Tschernobyl.
        https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Gesundheitliche_Folgen_Tschernobyl.pdf

        1. Ach da hat sich die UN-Expertenkommission für Strahlenfolgen also getäuscht? Dann mal her mit der Quelle für Strahlenfolgen unter 100 mSv Sofortdosis. Ebenso bitte eine Quelle für Leukämie infolge von Tschernobyl.

          Aber bitte keine “Hochrechnungen” der LNT-Fetischisten vom IPPNW.

          1. Florian Blümm

            Was hat die schlechte Wartung der französischen Kernkraftwerke mit irgendwas zu tun?
            Die deutschen AKWs liefen 2021 mit 93% Verfügbarkeit. Und wir schalten sie ab.

  5. Stefan Berreth

    Wenn Hans Rosling uns allen eins beigebracht hat, dann dass man mit soliden statistischen Zahlen emotional geladene und veraltete Sichtweisen überwinden kann. Factfulness. Gute Arbeit!

  6. Marc

    Oh wow, schöner Blog! Gerade entdeckt.
    Ich sehe das genauso. Die herkömmliche Kernkraft ist definitiv die bessere Brückentechnologie, anstatt fossiler Brennstoffe. Ja, vielleicht sind modernere Konzepte wie der Laufwellen- oder Thoriumreaktor sogar zukunftsfähig. Das weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass es dämlich ist nicht offen für alle Technologien zu sein.
    Mach weiter so, ich arbeite mich jetzt Stück für Stück durch die anderen Beiträge.

    1. Danke!

      Stimmt, Scheuklappen sind leider wenig hilfreich in der Debatte. Selbst unter Einsatz aller Technologien ist das Problem enorm.
      Die Tabuisierung betrifft ja in Deutschland nicht nur Kernkraft, sondern auch andere hilfreiche Technologien wie CCS, Gentechnik oder Geoengineering.

      1. Sebastian

        Vielen Dank für die Zusammenstellung. Ich finde, genau diese Einstellung (“Ökopragmatiker”, Klimaschutz durch Technologie) ist die Lösung und ein Ausweg aus altem Lagerdenken (grün gegen gelb zB).

  7. Boldo

    Hallo,
    mir ist ein Formfehler (jedenfalls würde ich dies als solch einen bezeichnen)aufgefallen, die Tabelle zu Toden pro TWh hat bei Steinkohle und Erdgas Punkte, was auf über 1000 Tode schließen ließe. Bei den anderen wird die Zahl mit einem Komma angegeben.

    32,720 Tote durch Braunkohle
    24.620 Tote durch Steinkohle
    18.430 Tote durch Erdö
    4,630 Tote durch Biomasse
    2,821 Tote durch Erdgas
    0,035 Tote durch Windkraft
    0,024 Tote durch Wasserkraft
    0,019 Tote durch Solar
    0,016 Tote durch Geothermie
    0,010 Tote durch Kernkraft

    1. Danke, ist korrigiert. Das kommt davon wenn man zwischen englischer und deutscher Schreibweise konvertiert.

  8. Peter Schierer

    Leider ist die angegebene Statistik für Tote durch Atomkraft kaum haltbar, denn ihr liegen Schätzungsweise kommuliert 100-200 Tote zu Grunde. (https://de.statista.com/infografik/14187/todesfaelle-nach-energiequelle/)

    Allein die Toten in Chernobyl werden jedoch zwischen 4.000 und 60.000 angegeben. (https://ourworldindata.org/grapher/estimated-number-of-deaths-from-the-chernobyl-nuclear-disaster)

    Heißt, die Toten pro TWh für Atomenergie ist schätzungsweise einen Faktor 40 – 500 unterschätzt.

    1. Es gibt Quellen mit 200 oder gar nur 120 Toten durch Tschernobyl. 4.000 Todesfälle ist das, was die Weltgesundheitsorganisation sagt und das anhand dem sehr pessimistischen und mittlerweile widerlegtem LNT-Modell.

      Ich habe Tschernobyl hier aber bewusst herausgelassen, weil das ein graphitmoderierter Reaktor war. Diese Statistik ist nur für Leichtwasserreaktoren, also rund 90% der Reaktoren in Betrieb und 100% der Reaktoren in Deutschland. Das steht aber auch schon im Artikel.

      1. Johannes Dorfer

        Ich denke, dass es nicht möglich ist eine Vernünftige Aussage über die tatsächlich mit Kernkraft in Zusammenhang stehende Todesfälle zu tätigen. Es kann schlichtweg nicht nachgewiesen werden wie viele Krebsfälle tatsächlich auf atomare Unfälle zurückzuführen sind. Um einen vernünftigen Vergleich anzustellen müsste dies aber berücksichtigt werden. Auch werden die Zahlen bewusst öffentlich gerne klein gehalten. Bis heute ist nicht bekannt wie viele Liquidatoren tatsächlich beim Aufräumen in Tschernobyl geholfen haben und wie deren gesundheitliche Zukunft aussah. Zitat: “Angaben der WHO in den folgenden Jahren auf 600.000 bis 800.000. Die Zahl ist nicht exakt bezifferbar, da nur 400.000 Liquidatoren registriert wurden und auch deren Daten unvollständig sind”. Bis heute gibt es Gebiete in Österreich (von wo ich her komme) in denen es nicht möglich ist Pilze aus dem Wald zu Essen da die Strahlendosis gesundheitsschädlich erhöht ist. Wie viele Menschen hier im Laufe der nächsten 1000 Jahre noch an dessen Folge erkranken wurde bis jetzt nicht erforscht. Daher würde ich alle diese Zahlen mit Vorsicht genießen.

        Abgesehen von der Debatte und der doch sehr einseitigen “Pro-Atom” Sichtweise möchte ich folgende Punkte anmerken:

        * Wie beziffern sie den Schaden wie verstrahlte und auf Menschen Zeiten unbewohnbare Gebiete (Schätzungsweise für Tschernobyl 6400 km² das entspricht der halben Fläche des 2. größten Österreichischen Bundeslandes Oberösterreich)

        * Wie beziffern Sie Nutzen zu Risiko? Bei der oben erwähnten Havarie wäre, der wirtschaftlichst stärkste Raum Österreichs auf immer unbenutzbar. Ein Totalzusammenbruch der Wirtschaft und Gesellschaft wäre die Folge. Fast 1 Mio Menschen müssten ihren Lebensraum umgehend verlassen und die Wirtschaft wäre am Ende.

        * Was ist Ihre Meinung zum offiziellen öffentlichen Umgang mit atomaren Unfällen? Viele Fakten sind bis heute nicht bekannt. Angefangen von der tatsächlichen Anzahl Betroffener bis hin zu willkürliche Erhöhung der max. erlaubten Strahlendosis (siehe Fukushima).

        * Als Wissenschaftler habe ich auch den Anspruch Fakten nicht nur einseitig zu betrachten. CO2 ist nicht das einzige Problem. Gibt es glaubwürdige Zahlen oder Untersuchungen zu den Auswirkungen von Strahlung auf die Meere und dessen Bewohner. In Japan wird langsam das radioaktive Wasser ins Meer geleitet und auf den Verdünnungseffekt berufen. Kann man die tatsächlichen Folgen abschätzen? Vor 200 Jahren hat auch keiner die Auswirkung von CO2 – Anstieg auf unser Ökosystem abschätzen können. Heute tun wir es und wir beginnen (viel zu spät) dagegen zu arbeiten.

        * Betrachten Sie dabei auch, dass nach Ihrem Szenario ein vielfaches an Atomkraftwerken und damit auch strahlender Müll anfallen werden.

        * Wie schätzen Sie die Risiken bei einem internationalen Atomausbau in anderen Ländern ein? Denken Sie, dass alle Länder die gleichen Standards hinsichtlich Sicherheit im Betrieb und der Endlagerung der Abfallprodukte haben?

        * Uran ist ein endlicher Rohstoff, wie Erdöl. Wie sieht ihr langfristige Zukunft der Energiegewinnung aus, wenn Sie nicht nur an Ihre eigene und vllt. eine nächste Generation denken?

        * Wie schätzen Sie werden sich die Uranpreise entwicklen, wenn plötzlich immer mehr davon für unsere Energieerzeugung benötigt wird und das leicht abbaubare zur Neige geht?

        * Wie Schätzen Sie die Gefahr für Transport und die Anfälligkeit für Terroranschläge sowohl während des Transports als auch im Betrieb ein?

        * Bedenken Sie immer, dass CO2 eine riesen Bedrohung für uns ist, jedoch relativ langsam steigt. Ein atomarer Unfall trifft viele Menschen sofort.

        Ihre Ausführungen mögen (ohne jede Quelle genau zu prüfen) korrekt sein – stellen aber eine Einseitige Sicht der Dinge dar. Das passiert bis heute den besten TechnikerInnen und WisschenschaftlerInnen.

        Die Frage sollte sich nicht darauf konzentrieren entweder hohe CO2 Werte oder Atomkraft sondern darauf wie können wir CO2 wirklich nachhaltig verringern. Atomkraft mag vllt. (obwohl sowohl das umstritten ist) eine kurzfritige Lösung sein viel Energie CO2 Arm zu gewinnen, reißt aber dafür eine ganze Reihe andere Probleme auf.

        Ich würde daher nicht gegen die Atomkraft sprechen, aber auf KEINEN fall dafür.

        Geld, welches in den Ausbau von Atomkraft fließt könnte vielmehr in der Forschung und Entwicklung echter erneuerbarer Energien bewirken. Damit schaffen wir sowohl einen CO2 neutrale Energiewirtschaft als such einen langfristig bewohnbaren (nicht verstrahlten) Planeten.

        Also bei allem Respekt zu Ihren Recherchen – vllt. konnte ich Sie überzeugen nicht weiterhin öffentlich die Atomenergie zu fördern. Sie brauchen Sie nicht verteufeln aber zumindest nicht fördern – denn es ist keine auf lange Frist nachhaltige Lösung – und würde nur die Langfristlösung echter Erneuerbarer verzögern.

        1) https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Tschernobyl

        1. Stimmt, man wird die Todesopfer von Tschernobyl nie zählen können. Das ist so bei stochastischen Gesundheitsgefahren. Aber wenn du den Artikel gelesen hättest, wüsstest du dass Tschernobyl gar nicht berücksichtigt ist. Ein Unfall wie in Tschernobyl kann in Leichtwasserreaktoren nicht passieren. Also bitte keine Vergleiche von Tschernobyl mit Leichtwasserreaktoren. Das ist wirklich schlechter Stil.

          Zu den anderen Themen, bitte die jeweiligen Artikel ansehen. Da sollten viele Fragen beantwortet werden:

          “Die Frage sollte sich nicht darauf konzentrieren entweder hohe CO2 Werte oder Atomkraft sondern darauf wie können wir CO2 wirklich nachhaltig verringern.”

          Stimmt! Und am schnellsten und günstigsten ist die Dekarbonisierung mit allen klimafreundlichen Energiequellen zusammen unter Nutzung der jeweiligen Vorteile, also in Deutschland Solar, Wind & Kernkraft.

  9. Johannes Dorfer

    Ich habe den Artikel gelesen 😉 und Tschernobyl wurde nicht berücksichtigt, richtig. Ist aber meiner Meinung nach eine verdrehte Tatsache. Wenn alte Technologie nicht berücksichtigt werden darf, dürften auch alte Kohlekraftwerke, alte Staudämme, alte Autos etc. auch nicht berücksichtigt werden. Wieso bei Kernkraft alte Technologie nicht berücksichtigen bei den übrigen Technologien schon?
    Aber Sie haben recht mit den ofiziellen Opferzahlen würde das keinen großen Unterschied machen.

    Ihren Artikel über Atommüll habe ich gelesen. Der Ansatz Müll zu vergraben ist sicherlich ein sehr nachhaltiger und spricht auf jeden Fall für die Atomkraft. Wir könnten dann unseren Plasikmüll auch einfach dazu kippen. Scherz bei Seite: Kommt Ihnen der Ansatz wirklich nachhaltig und sinnvoll vor? Kennen Sie eine Studie, die sich die Langzeitfolgen ansieht? Wie wirkt der Abfall auf die Tiere und das Erdreich aus? Wie sicher ist es, dass kein Grundwasser verunreinigt wird? Geologische verschiebungen werden die Fässer zum Brechen bringen können – es ist unmöglich zu beweisen, dass as nicht passieren wird. Das strahlende Material ist also keines wegs 100% sicher dort eingesperrt. Wie können Sie schlussfolgern, dass vergrabener Atommüll keine Probleme in Zukunft macht, wenn wir schon mit weitaus weniger gefährlichen Müll Probleme haben? Egal ob Tief unter der Erde oder an der Oberfläche: Der Müll zerstört dort wo er gelagert wird die Umwelt und macht sie für Mensch, Tier und Pflanzen unbesiedelbar. Das darf nicht verharmlost werden. Wieso erwähnen Sie eigtl. in keinem Wort Plutonium? (Plutonium entsteht unvermeidlich in den mit Uranreichen Isotopengemischen betriebenen Kernkraftwerken.) [1] [2]

    Die von Ihnen beschriebenen Verfahren der Wiederaufbereitung sind Jahrzehnte weg von einer praxistauglichen Anwendung, wenn die es überhaupt dorthin schaffen. Da Sie auch chemische Gifte erwähnen, die viel gefährlicher sind als Strahlung: Teile des Atommülls enthalten auch Plutonium [1] – strahlend und hoch gifit. Das PUREX verfahren, welches Sie erwähnen: Dafür werden Phosphorsäure verdünnt mit Kerosin benötigt, sowie Salphetersäure. Wieso erwähnen Sie das nicht? Alles extreme Umweltgifte. Und damit erreicht man, wie Sie selbst geschrieben haben eine Reduktion von 250.000 auf rund 10.000. Beides Zahlen, die unvorstellbar vor uns Menschen sind. Kann sich irgend jemand anmaßen soweit in die Zukunft zu blicken? Sie nehmen ein Beispiel; den Naturreaktor Oklo, und legen diesen auf anderen Fälle um. Das beweist nur, dass es in einem Fall vllt. möglich war Strahlung isoliert zu halten. Dieses eine Beispiel kann unmöglich als Präzedenzfall für den Rest der Welt herangezogen werden. Zitat: “Allerdings schreibt etwa die Schweizer Nagra, dass solche Natur-Analoga dennoch nicht als hundertprozentige „Beweise“, sondern lediglich als „Hinweise“ für das Verhalten von Endlagern betrachtet werden dürften.[3]”. Wieso erwähnen Sie das nicht in Ihrem objektiven Artikel?

    Sie benatworten meine Frage nicht:
    “Die Frage sollte sich nicht darauf konzentrieren entweder hohe CO2 Werte oder Atomkraft sondern darauf wie können wir CO2 wirklich nachhaltig verringern.” Sie beantworten die Dekarbonisierung, nicht den Punkt der Nachhaltigkeit.

    Ist für Sie Atomkraft nachhaltig? Obwohl ein endlicher Rohstoff verwendet wird und ein derzeit gar nicht und vllt. in ferner Zukunft ein nur schwer und teilweise verwertbarer Müll abfällt?

    Wie schon erwähnt. Ich stoße mich nicht per se an der Atomkraft sondern daran wie Sie diese Technologie hochzupreisen. Sie ist eine Technologie die uns evtl. durch Laufzeitverlängerung einige Jahre Zeit im Kampf gegen CO2 gewinnen hilft aber keine nachhaltige und keine ungefährliche Technologie. Solange die Kernkraft nicht den Ausbau und die Forschung an echten erneuerbaren Energiequellen behindert können diese gut co-existieren. Eine Einstufung als “Nachhaltig” wie es die EU aktuell vorsieht würde diesen Ausbau der echten erneuerbaren jedoch behindern, da Gelder umgeleitet werden.

    Eine persönliche Frage: Angenommen es ist möglich den Energiebedarf zu 100% aus Sonnen-, Wind-, Wasserkraft und zugehörige Speicher zu decken, würden Sie dann trotzdem noch Pro Atomkraft schreiben?

    Wenn die Förderung der Atomkraft auf Kosten des Ausbaues von Sonnen-, Wind-, Wasserkraft und zugehörige Speicher sowie deren weiterentwicklung und Erforschung geht würden Sie dennoch für die Atomkraft plädieren?

    Wieso verkaufen Sie in Ihrem Shop Shirts mit dem Scientists For Future Logo, wo sich doch Scientist for Future klar gegen Kernenergie ausspricht? [4]

    Machen sie Geld mit Ihrem Blog?

    ————-

    [1] https://www.derstandard.at/story/2686159/experte-iran-kann-auch-in-leichtwasser-akw-plutonium-fuer-atomwaffen-herstellen
    [2] https://www.chemie.de/lexikon/Plutonium.html
    [3] Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (NAGRA): Wie die Natur konserviert und entsorgt. In: Nagra info 22, November 2006, S. 3. PDF, 948 kB
    [4] https://de.scientists4future.org/kernenergie-keine-technologie-zur-loesung-der-klimakrise/

    1. Wenn keine alten Kohlekraftwerke, Wasserkraftwerke usw. mehr am Netz sind, warum willst du die dann berücksichtigen? Das macht doch auch niemand. Nur bei Kernkraft sollen wir in den Achtzigern stehengeblieben sein. Wieso?

      Der Ansatz eine winzige Menge Müll sicher von der Biosphäre fernzuhalten kommt mir sehr sinnvoll vor. Wenn ich an meine Coladose Atommüll denke, für lebenslange Energie, wird mir ganz wohl ums Herz. Wenn ich an die Materialschlacht mit Wind, Solar und Batterien denke, wird mir hingegen schlecht. Würdest du lieber um Größenordnungen mehr Müll erzeugen und den nachkommenden Generationen hinterlassen?

      Es gibt mehrere Studien mit einer Langzeitbetrachtung von Endlagern, z.B.:

      Alle kommen zu dem gleichen Schluss, dass kein Risiko für die Biosphäre anzunehmen ist. Ein sehr lesbarer Artikel dazu: Nuclear Waste: Ideas vs Reality

      Wiederaufbearbeitung ist schon seit Jahrzehnten Standard in der Industrie. Nur in Deutschland haben wir sie verboten. Zugegeben, Wiederaufbearbeitung ist nicht unbedingt nötig, aber wäre deutlich nachhaltiger.

      “Ist für Sie Atomkraft nachhaltig? Obwohl ein endlicher Rohstoff verwendet wird und ein derzeit gar nicht und vllt. in ferner Zukunft ein nur schwer und teilweise verwertbarer Müll abfällt?”

      Die Kernkraft ist wegen ihrer hohen Energiedichte deutlich nachhaltiger als andere Energiequellen, die wir als nachhaltig bezeichnen. Nur teilweise verwertbarer Müll fällt bei jedem Erzeuger an und es werden bei jedem Erzeuger endliche Rohstoffe verwendet.

      “Eine persönliche Frage: Angenommen es ist möglich den Energiebedarf zu 100% aus Sonnen-, Wind-, Wasserkraft und zugehörige Speicher zu decken, würden Sie dann trotzdem noch Pro Atomkraft schreiben?”

      Wenn es die Technologien dazu bereits gäbe, sie pro kWh günstiger als der billigste fossile Energieträger wären und die Dekarbonisierung mit ihnen so schnell wie möglich durchführbar wäre, sähe ich darin überhaupt kein Problem. Keines dieser 3 Kriterien ist auch nur annähernd erfüllt.

      “Wenn die Förderung der Atomkraft auf Kosten des Ausbaues von Sonnen-, Wind-, Wasserkraft und zugehörige Speicher sowie deren weiterentwicklung und Erforschung geht würden Sie dennoch für die Atomkraft plädieren?”

      Es geht mir nicht um den Ausbau von A oder B. Es geht mir um eine schnellstmögliche und sozial verträgliche Dekarbonisierung, die auch in Entwicklungsländern Sinn macht. All das ist die Energiewende nicht und sie wird deshalb auf ihrem jetzigen Pfad keine Wirkung entfachen. Nach unserem Wissensstand ist die Dekarbonisierung am schnellsten und am günstigsten, wenn wir die Synergien aller klimafreundlichen Energieträger nutzen. Es macht keinen Sinn sich eine Hand auf den Rücken zu binden, weil man naiverweise glaubt, man würde das mit links schaffen. Die Energiewende ist auch mit Kernkraft und CCS extrem schwer.

      Ich habe mit Scientists for Future nichts zu tun und verkaufe auch keine T-Shirts mit deren Logo. Tech for Future ist meine eigene Marke.

  10. Johannes Dorfer

    Danke für die Links.

    Wo sehen Sie bei Wind und Solar eine Materialschlacht. Solarpanele bestehen zum größten Teil aus Silizium. Dem Element das am zweit häufigsten in der Erdkruste vorkommt und sehr gut wiederverwendet werden kann. Etwas Alu für den Rahmen, auch perfekt wiederverwendbar. Der Rest wie Kadmium und Selen sind verschwindend gering bzw. in neuen Modulen gar nicht mehr nötig. Windrad: Eisenerz, Kupfer, Bauxit und Selten Erden für den Generatormagnet, den Generator benötigt man bei AKWs und überall sonst außer bei PV und Brennstoffzelle zur Stromgewinnung auch.

    Bei Akkus gebe ich Ihnen recht. Dort sehe ich langfristig Wasserstoffspeicher als Alternative. Jedoch ziehlt hier eher der Verkehrssektor und der wird auch mit Atomkraft nicht Batteriefrei funktionieren. Hier würde ich stark auf Wasserstoff setzen. Ich habe bedenken, dass bei zu großem Atomkraft Zuspruch die Fördergelder von der Atomwirtschaft aufgesaugt werden.

    PV, Wind etc. sind viel mehr als nur erneuerbare Energieträger, sie erlauben eine Dezentralisierung der Energieerzeugung und somit auch ein Verteilen der dadurch erzielten Gewinne auf einen größeren Teil der Bevölkerung und nicht nur auf wenigt große Konzerne. Und es sollte meiner Meinung nach ein gesellschaftliches Umdenken erzielt werden. Energiesparen wäre eines der effektivsten Mittel. Atomkraft suggeriert unendliche Energievorkommen ohne Konsequenzen. Wie gesagt ich möchte die Atomkraft nicht verteufeln, aber fördern auch nicht.

    Ich würde mich freuen, wenn Sie in Ihrem Blog genau so akribisch recherchierte Blog Artikel für den Ausbau von Wind- Sonne und Wasserstoff schreiben würden. Sie werden zu diesen Thema genau so viele Positiv- wie Gegenstudiuen finden, genau so wie zur Atomkraft.

    1. Allein das viele Kupfer, das man braucht um die vielen Anlagen mit winziger Energiedichte zu verbinden. Hier mal allein der Metallbedarf verglichen. Und bitte die Batterien und Elektrolyseure nicht vergessen. Die sind auch ressourcenhungrig, v.a. wenn man sie nur bei Überproduktion mit geringer Auslastung betreibt.

      Akkus sind meiner Meinung nach gar nicht das Problem. Die taugen ja heute schon recht gut für Regelenergie. Aber Saisonspeicher sind noch weit von der Marktreife entfernt. Ohne die werden wir 2050 noch fossile Brennstoffe raushauen. Hat man ja heute gut gesehen, was bei Dunkelflaute passiert. Da gehen die Emissionen in den Himmel.

      Dezentral ist Neusprech für verbraucherfern. Kraftwerke stehen alle in der Nähe von Großverbrauchern. Windanlagen sind weit entfernt von Verbrauchern und Offshore Wind ist maximal weit von den Verbrauchern entfernt. Nur Photovoltaik können in Verbrauchernähe sein, aber die sind auch eher auf dem Land anzutreffen.

      Energiesparen hilft halt den 7 Milliarden Menschen überhaupt nichts, die in Energiearmut leben. Die wollen auch mal auf bescheidenen Wohlstand kommen. Und wir haben kein Recht ihnen das zu verbieten, nachdem wir 150 Jahre CO2 in die Luft geblasen haben. Deshalb brauchen wir eine klimafreundliche Energiequelle, die günstiger als der billigste fossile Energieträger ist – ohne Subventionen. Mit Wind und Solar geht das nicht.

      Mein Blog ist deutschsprachig und in Deutschland herrscht eine enorme Unausgewogenheit zwischen den klimafreundlichen Energieträgern. Ich erreiche also am meisten, wenn ich helfe die Kernkraft wieder ins Rennen zu bringen. Für Wind und Solar muss ich mich nicht einsetzen, das tun schon genug.

  11. Eric

    Guter Artikel,
    Du hättest vielleicht noch auf Grid Base Load und Peaker Plants eingehen können.
    Für die Mindestspannung ist ein konstanter kostengünstiger Energieträger am besten, Kernkraft ist der einzige Co2 freie Energieträger der dafür allgemein in frage kommt (Geothermie und Wasserkraft gehen auch sind aber von geologischen Gegebenheiten abhängig), und für Peaker Plants ist zur zeit noch Biogas die “beste” Co2 neutrale Variante da sie schnell hochfahren können, solar und wind mit energy Storage ist noch besser, aber wir haben noch keine guten Lagermöglichkeiten (Elektrolyse zu geringer Wirkungsgrad, und Akkumulatoren zu Rohstoffintensiv).
    Daher ist ein Stromnetz das hauptsächlich auf AKWs für die Grundspannung und erneuerbaren+Storage bzw Biogas auf Maximalspannung setzt.

  12. Johannes Dorfer

    Also ist der Artikel nicht objektiv sondern doch bewusst Pro Atomkraft. Energiesparen bringt sehr wohl etwas, da dadurch – egal welche Technologie verwendet wird – es zu einer weniger belasteten Umwelt kommt. Wie kommen Sie darauf, dass Energiesparen nichts bringt??? Verdienen Sie am Stromverkauf? Würden wir Energiesparen bräuchten wir gar keine zusätzlichen Atomkraftwerke oder zumindest weniger davon. Und Atomkraft hilft einem Dorf in Afrika auch nicht viel. Ganz im Gegenteil: Es wäre für ärmere Länder nie finanzierbar geschweige denn aus geografischer Sicht möglich dort Atomkraftwerke zu bauen, da kein Wasser zum Kühlen vorhanden ist. Außerdem wäre eine Gefahr in instabile Länder vor einem Anschlag auf ein solches Kraftwerk imens! In Afrika erzeugen dezentrale PV Anlagen Strom auch für Arme Dörfer. Atomkraft hilft genau den hoch entwickelten Industriestaaten aber keinesfalls den armen Menschen die auf dieser Erde leben.

    Atomkraft hat außerdem Auswirkungen auf die Flüsse, da sie durch die enorme Abwärme aufgeheizt werden. An heißen Sommertagen kam es in Frankreich bereits zu Abschaltungen wegen zu geringer Kühlleistung. Der Ausfall eines großen Kernkraftwerks kann genau gravierende Folgen für die Netzstabilitat haben wie volatile Erneuerbare.

    Atomkraft trägt somit auch zur Klimaerwärmung bei, da sie zusätzliche zur Entropieerhöhung beitragen. Solar und Wind wandeln nur die ohnehin auf die Erde fallende Sonnenenergie in elektrische um. Atomkraft setzt ansonst gebundene Energie frei.

    Ich habe keine Zeit weiter zu schreiben aber Atomkraft ist keineswegs die Lösung der Probleme. Es löst ggf. eine kleine Facette in der Erderwärmungsdebatte. Aber Sie haben eh bereits erwähnt, dass Sie hier keinen objektiven Blog schreiben.

    1. Richtig, die Zahlen sprechen für Kernkraft. Und die stammen nicht etwa aus einer Kernkraft-freundlichen Studie, sondern vom Anti-Atomiker Sovacool.

      Gerade für ärmere Länder muss es eine klimafreundliche Alternative zu Kohlekraftwerken geben.

      Wenn die Aufheizung der Flüsse jemals zum Problem in Mitteleuropa werden sollte, dann bauen wir eben Kühltürme.

      Eine vorübergehende Erwärmung trägt nicht zum Treibhauseffekt bei. Übrigens erwärmen auch Wind und Solar ihre Umgebung.

  13. Johannes Dorfer

    Auf welche Quelle berufen Sie sich. Seine neueste Studie von 2020 besagt dass Länder die auf Atomkraft als Energiequelle im Gegensatz zu jenen die auf erneuerbare setzten keine signifikante Reduktion der CO2 Emissionen erreichen.
    https://www.nature.com/articles/s41560-020-00696-3

    —-

    “Gerade für ärmere Länder muss es eine klimafreundliche Alternative zu Kohlekraftwerken geben.” sie zitieren sich selbst und gehen nicht auf meinen Kommentar ein. Kernkraftwerk hilft den ärmeren Ländern nicht viel, da Kosten zu hoch, die nötige Infrastruktur nicht vorhanden und die Gefahr von Missbrauch und Anschlägen bei instabiler politischer Lage zu hoch. Und wie soll ein Armes Land mit Endlager, Störfälle etc umgehen wenn sogar hoch entwickelte Länder nur schwer Lösungen dafür finden. Also nochmal Kernkraftwerk hilft wenn nur den hochentwickelten Ländern die nicht Energiesparen wollen oder können jedoch keinesfalls armen Ländern.

    Sonneneinstrahlung erwärmt die Erde aber das tut sie ob wir sie nutzen oder nicht. Und PV kann schon zu einer (auch wenn eher eine nutzlose Annahme, da der Effekt wohl marginal sein wird) reduzierten Erwärmung beitragen. In der Physik gilt der Energieerhaltungssatz. Teile der Strahlung der Sonne werden in einem PV Panel in elektrische Energie umgewandelt. Nutzt man nun diese Energie um den Strom in zB Bewegungsenergie umzuwandeln und nicht um zu heizen, fehlt dieser Anteil an ansonst angegebener Wärmeenergie, die das Hausdach aufheizen würde. Nun kann man argumentieren, dass eine freie Fläche im Gegensatz zu OV wahrscheinlich mehr Strahlung ins All zurück reflektieren würde und damit den Effekt zu Nichte macht etc. Ich möchte Ihnen damit nur zeigen dass Dinge in der Physik und unsere Welt komplexer sind. Sie präsentieren eine sehr vereinfachte Darstellung und Lösung für ein spezielles Problem ohne den Rest herum genauer zu betrachten. Genau diese Sichtweise hat uns auch das CO2 Problem eingebrockt. Viele Menschen glauben es gibt einfache Lösungen, das Gesamte ist komplexer und selbst ich würde mir niemals anmaßen trauen nur annähernd zu behaupten eine perfekte Lösung zu haben, sehe nur massive Problem darin eine nicht nachhaltige Technologie als Nachhaltig zu verkaufen.

    1. Genau, Sovacool versucht in jeder seiner Studien Gründe gegen Kernkraft zu finden. Aber auch die Zahlen seiner aktuellen Studie zeigen das Gegenteil von dem was er in seinem Kommentar dazu behauptet, wie dieses Peer Review zeigt und ebenso dieses Peer Review. Kernkraft UND Wasserkraft senken natürlich beide CO2-Emissionen – nicht nur die Wasserkraft allein.

      Eben, die Kosten von Kernkraftwerken in Entwicklungsländern sind noch zu hoch um es mit heimischer Kohle aufnehmen zu können. Genau das muss sich ändern um eine Chance gegen den Klimawandel zu haben. Der wachsende Energiehunger im globalen Süden wird sonst all unsere Anstrengungen in Industrieländern neutralisieren.

      Endlager für Atommüll sind weder teuer noch kompliziert. Das Problem ist der NIMBYismus – genauso wie bei fast allen anderen Technologien zur Dekarbonisierung, egal ob Solarparks, Windparks, Hochspannungsleitungen, CCS, Batteriespeicher, Pumpspeicher, Gaskraftwerke oder eben Kernkraftwerke. Ich wünsche Habeck viel Glück damit…

      Sonneneinstrahlung erwärmt die Erde stärker, wenn sie in einem Solarpanel zu Strom umgewandelt wird. Das liegt erstens an der schwarzen Fläche, die weniger Sonnenstrahlen zurückwirft und zweitens daran, dass Elektrizität letzten Endes immer in Wärme umgesetzt wird – auch die kinetische Energie eines E-Autos.

      Aber wie gesagt, das ist wie beim Wärmekraftwerk auch erstens ein winziger Effekt und zweitens nicht dauerhaft. Der Treibhauseffekt ist ein dauerhafter Effekt. Grund dafür sind einzig und allein Treibhausgase. Das ist keine vereinfachte Darstellung, es ist wirklich so einfach.

  14. Dominik

    Danke für diesen unglaublich wertvollen Beitrag. Ich kann nur hoffen, dass er was bewirkt. Leider sieht es so aus als ob unsere links grüne Regierung sich mehr um ihr Image und Wiederwahl als dem tatsächlichen klimaschutz und der Dekarbonisierung kümmert. Der Vorstoß der EU Atomkraft als nachhaltig zu klassifizieren wird als ‘geschichsvergessen’ gebrandmarkt und abgelehnt… persönlich denke ich, dass Kernkraft die beste Übergangslösung auf dem Weg zur Fusion ist. Und… fun fact am Rande, es wird für ein Rotorblatt eines Windrades im Schnitt 15m³ Basalholz im Regenwald abgeholzt.

  15. Johannes Dorfer

    Lesen Sie den Artikel https://de.m.wikipedia.org/wiki/Uranbergbau und den Punkt Risiken. Weil auch der Begriff NIMBYismus gefallen ist. Wieso fordern wir denn in Europa kein Uran mehr? Weil es keiner haben will, wahrscheinlich Sie auch nicht. Aber für Atomkraft schreiben, dass schon. Sie sind Pro Atom, würden Sie denn dann auch in einer Uranerzmiene arbeiten? Irgendwo muss der Rohstoff auch herkommen. Oder blenden Sie das einfach aus, nach dem Motto Strom kommt aus der Steckdose – Uran bringt der Kastor!? Etwa 70 % der Lagerstätten befinden sich unter dem Land von indigenen Völkern, die dadurch besonders von den Folgen des Uranabbaus betroffen sind.

    Also zuerst belasteten wir die armen Länder durch hohen CO2 Ausstoß und damit verbundener Erderwärmung, um das Problem zu lösen lassen wir die Menschen in diesen Ländern nun für uns Uran abbauen. Ich glaube wir Menschen, vor allem im Westen sollten eher den Weg einschlagen Energie zu sparen. Unnötige Autofahrten oder Flüge zu vermeiden, sinnlose Leuchtreklame verbieten, denn ganzen Schrott den wir produzieren und keiner braucht eindämmen … Erneuerbare wie Sonne und Wind zeigen und die Endlichkeit und das würde unsere Gesellschaft sehr gut tun. Atomkraft suggeriert unendliche saubere Energie, was aber nicht stimmt. Sie ist mit Konsequenzen verbunden, genauso wie das Verbrennen von Kohle. Wir verlagern unsere Problem halt wieder Mal in andere Länder und auf unsere Kinder.
    —-
    “Eben, die Kosten von Kernkraftwerken in Entwicklungsländern sind noch zu hoch um es mit heimischer Kohle aufnehmen zu können. Genau das muss sich ändern um eine Chance gegen den Klimawandel zu haben. Der wachsende Energiehunger im globalen Süden wird sonst all unsere Anstrengungen in Industrieländern neutralisieren.”
    Sie gehen wieder nicht auf meine Argumente ein. Wie stur kann man den sein. Geben Sie doch zumindest zu, dass Atomkraft keine geeignete Form der Energieerzeugung in Drittländer ist. In Afrika wo die Sonne fast 12h scheint, die Bevölkerung Arm, das Stromnetz nicht vorhanden, die Politik instabil, die Infrastruktur schlecht ist, ist definitiv Solar die bessere Alternative. In Europa kann man als Übergangslösung darüber diskutieren aber auch sicher keine Lösung auf Dauer. Ich fände ist intelligent Atomkraft als Bruckentechnoligie zu genehmigen und die Gelder weiter in die Forschung saubere Erneuerbare zu stecken.

    1. Das Schöne am Uranbergbau ist ja gerade, dass niemand mehr in einer Uranmine arbeiten muss – zumindest nicht so wie man sich einen Bergarbeiter vorstellt. Hier ein Artikel zum In-Situ-Leaching.

      Und wenn der Uranpreis weiter steigt holen wir das Uran dann aus dem Meerwasser. Das ist dann noch schonender.

      Vergleich das mal mit dem Ressourcenbedarf anderer Erzeuger, da werden wir weiterhin um Bergbau nicht rumkommen.

      Es macht keinen großen Unterschied, ob wir in Industrieländern uns enorm einschränken oder nicht. Selbst ein sehr energieeffizientes Land wie Schweden verbraucht immer noch viel zu viel Energie.

      Wenn der globale Süden zu Schweden aufschließt, dann brauchen wir enorme Mengen bezahlbarer und sauberer Energie. Hier ist ein guter Artikel zu unseren beiden enormen Energieproblemen.

      Warum denn bloß sollte Kernkraft keine geeignete Form der Energieerzeugung für Entwicklungsländer sein? Gönnst du den Menschen im globalen Süden keine Energie? Ich finde es super, dass Indien, Bangladesch und Pakistan Kernkraftwerke bauen. Auch mehrere Länder in Afrika denken über den Einstieg in die Kernkraft nach.

      Solar ist ohne Infrastruktur erst recht keine Alternative. Ohne unser Netz und unsere Kohle- und Gaskraftwerke würde nur mit Wind und Solar regelmäßig das Licht ausgehen. Es gibt keinen Weg aus der Energiearmut ohne Infrastruktur. Siehe auch We Do Not Want Fake Energy.

      Wir wären mit einer unzuverlässigen Stromversorgung auch nicht zufrieden. Also bitte nicht versuchen die Menschen im globalen Süden mit Solar abzuspeisen. Das führt zu einer Nigerianisierung der Stromversorgung, wenn plötzlich jeder Verbraucher sich einen
      Diesel-Generator zulegt.

  16. Heinz Pfeifer

    Sehr geehrter Herr Blümm,

    ich möchte Ihnen zu Ihrer Internetseite https://www.tech-for-future.de herzlich gratulieren.
    Es ist eine große Sammlung an Informationen, Statistiken, Zahlen und Fakten im Zusammenhang mit Klima und unserer Energieerzeugung, oder banaler ausgedrückt, im Zusammenhang mit unserem Wohlstand.

    Es ist nur zu erahnen, wieviel Zeit und Kraft Sie dafür investieren.

    Auch in Ihren Kommentaren greifen Sie immer wieder auf Quellen zurück, die im Netz offen nachgelesen werden können. Auch dafür ein große Lob.

    Es ist natürlich verständlich, dass richtige Atomkraftgegner vielen Zahlen und Fakten nur schwer glauben können und darum alles in Frage stellen.

    Aber wie hat W. Churchill schon gesagt hat:
    „Ich glaube nur an Statistiken, die ich selbst gefälscht habe“

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es für überzeugte Menschen, die 20 Jahre mit einen Aufkleber „Atomkraft nein danke“ auf ihrem Auto rum gefahren sind, unerträglich ist Kernkraft zu befürworten. Dieser Paradigmenwechsel ist extrem groß. Auch ich weiß nicht, ob ich es könnte.

    Es ist auch zu Verstehen, dass Ihre Kritiker Sie als absoluten Kernkraft-Befürworter ansehen, und gerade darum nicht mit Ihren Beträgen einverstanden sein können.

    Es ist schon interessant, dass weltweit auf Forschung, Fortschritt und Weiterentwicklung, wie bei Medizin, Computer, Umwelt, Ernährung, Luft- und Raumfahrt, Klimatechnik usw. gesetzt wird. Nur die Kerntechnik ist tabu und steht darum bei vielen Kraftwerken auf dem Stand der 80iger Jahren.
    Leider ist in Deutschland das Know-how nicht mehr vorhanden, denn diese Fachgebiete werden an keinen Hochschulen mehr gelehrt. Von der neuen Technik, die Sie beschreiben müsste alles eingekauft werden.

    Wenn wir es nicht schaffen, alle Möglichkeiten offen zu diskutieren und abzuwägen, dann rückt unser Klimaziel in weite Ferne und wird uns noch viel mehr Geld kosten. Nicht Umsonst haben wir hier in Deutschland die teuersten Stromkosten von ganz Europa.

    Also machen Sie weiter so und lassen Sie uns an Ihrer Arbeit teilhaben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Heinz Pfeifer

    1. Danke für den Kommentar und die empathische Sichtweise auf den teilweise ruppigen Stil der Atomkraft-Gegner.
      An meinen Statistiken sehe ich, dass nur eine winzige Minderheit der Leser solche Kommentare schreibt. Klar, lassen sich über Jahrzehnte verhärtete Fronten mit Infos allein nicht auflockern.

      Gute Frage, ob so eine 180-Grad-Wende für einen Atomkraftgegner überhaupt möglich ist. Vermutlich nicht, wir sind ja alle nur Menschen.
      Ich überlege mir auch hin und wieder, welche Belege mich zu einem Umdenken bringen würden. Eine funktionierende Energiewende wäre allerdings das Allermindeste. Fat Chance! 😉

  17. Johannes Dorfer

    Gute Frage, ob so eine 180-Grad-Wende für einen Atomkraftbefürworter überhaupt möglich ist. Vermutlich nicht, wir sind ja alle nur Menschen.
    Ich überlege mir auch hin und wieder, welche Belege mich zu einem Umdenken bringen würden.

    Den gleichen Blog könnte man mit genauso validen Zahlen und Statistiken gegen Atomkraft verfassen. Es kommt immer darauf an von welchem Institut man sich die Daten holt und welche Seite man beleuchten möchte.

    Es gibt in der Debatte kein schwarz weiß und die Wahl der Technologie hängt ganz klar von der Zielsetzung ab, die man erreichen möchte. Jede hat ihre Vor- und ihre Nachteile. Und so gut wie jede Technologie kann man übertrieben positiv wie auch negativ darstellen. Ich kann ihnen wenn ich genug Zeit hatte wochenlang Argumente gegen Atomkraft senden und Sie könnten alle widerlegen mit irgendeiner Studie. Umgekehrt würde das genauso klappen.

    Das einzige was ihr Blog zeigt, ist dass sie eben keine differenzierte Meinung zulassen. Würden Sie das tun, würden sie auch die unumstritten vorhandenen negativen Seiten der Atomkraft in gleichem Umfang beleuchten, was Sie nicht tun.

    Genauso verabsäumt es die Politik die negativen Seiten eines frühzeitigen Atomausstiegs zu diskutieren.

    Ergo ist Ihr Blog genauso gut oder schlecht wie jede andere extreme Sichtweise in Hinblick auf den Umgang mit der Energiewende und den verwendeten Technologien. Egal ob von PV, Wind, Gas oder Atombefurwortern.

    Und in Wirklichkeit verfolgen ohnehin alle nur das Ziel das Überleben der Menschheit zu sichern. Der Biologie sind paar Grad mehr egal, aussterben wird der Mensch an der Umweltzerstörung. Ist der Mal weg, geht das CO2 in der Atmosphäre zurück und das Klima pendelt sich wieder ein. Was bleiben wird, auch wenn der Mensch nicht mehr existiert und das CO2 wieder geringer geworden ist, der strahlende Abfall, zumindest ein paar Tausende Jahre mehr. Aber auch das ist in Wirklichkeit nur ein Problem für den Menschen, denn wie man in Tschernobyl sieht, gibt es dort reges Tierleben, für den Menschen wird das Gebiet allerdings für den Rest unsere Geschichte unbewohnbar bleiben.

    Schreiben Sie also gerne für Atomkraft und schimpfen gegen Atomgegner, denn die, wie Sie sie bezeichnen zu ja das selbe.

    Und bitte wenn Sie über In Situ Leach Mining einen Artikel der world-nuclear Organisation zitieren, dann suchen Sie zumindest eine andere Quelle und geben Sie den LeserInnen die Chance auch zu erfahren, dass dafür Schwefelsäure in das Erdreich gepumpt wird um das Uran zu lösen, Fassung vielen Gebieten dadurch das Grundwasser für immer verseucht würde und es keineswegs eine Alternative ist, die keine Risiken oder Gefahren für die Umwelt birgt.
    “the impossibility of restoring natural groundwater conditions after completion of the leaching operations.” Ich würde das als Nachhaltig zerstört bezeichnen ohne jetzt eine Art der Energieerzeugung zu nennen die besser wäre, denn ich weiß es nicht, da ich nicht alle Fakten geprüft habe und wahrscheinlich auch nur tun würde können.

    https://www.wise-uranium.org/uisl.html
    https://nuclear.foe.org.au/isl-uranium-mining-environmental-impacts/

    Noch alles gute mit Ihrem Blog!
    Und freue mich zu sehen wie Deutschland in ein paar Jahrzehnte ohne Atom, Kohle und Gas die Energiewende schaffen wird. Es ist nur eine Frage des Willens, der Weg ist hart, wenn er aber geschafft ist profitieren auf diesem Weg die meisten Menschen, weil jeder die Möglichkeit hat am Energiemix mitzuwirken und nicht nur ein paar wenige große.

    Beste Grüße

    1. Es stimmt einfach nicht, dass ich die Nachteile der Kernkraft nicht beleuchte. Ich vergleiche alle Energiequellen und nehme dafür repräsentative Studien.

      Dem von dir favorisierten Thema Bergbau zum Beispiel widmet sich hier ein großer Teil eines Artikels. Und dort werden alle Erzeuger gleichermaßen behandelt:
      Energie & Umwelt: Welche Energiegewinnung ist am umweltfreundlichsten?

      Du bist es, der eben nicht vergleicht. Du pflegst lieber deine Doppelstandards bezüglich der Kernkraft. Hier, lies mal was zum Chrombergbau und dem anfallenden Arsen. Als müssten die Metalle für Erneuerbare nicht abgebaut werden…

  18. Volker Buba

    Sehr verehrter Herr Blüm,

    in ihrem Block kann man sehr interessante Infos zur Atomkraft nachlesen und ich finde es sehr gut, dass Sie die “Gegenseite” zu der in Deutschland verbreiteten Sichtweise darstellen. Sie sollten jedoch nicht behaupten, dass Sie Ihre Infos objektiv auswählen! Das ist nämlich meines Erachtens der Kern des Vorwurfs von Herrn Dorfer.

    Die Auswahl der Informationen auf dieser Website haben Sie aber offensichtlich nach subjektive Gesichtspunkten (Sie sind ja schließlich auch ein Mensch oder?) und getreu Ihrem Motto gewählt:
    “Mein Blog ist deutschsprachig und in Deutschland herrscht eine enorme Unausgewogenheit zwischen den klimafreundlichen Energieträgern. Ich erreiche also am meisten, wenn ich helfe die Kernkraft wieder ins Rennen zu bringen.”

    Dazu sollten Sie auch stehen. Alles Andere erscheint mir unseriös und konträr ihrem Anliegen.

    Neben dieser Kritik bleibt mein Dank an Sie, die dargebotenen Fakten zusammengetragen zu haben.

    1. Ja, bei der Themenauswahl richte ich mich danach, welche Themen schon gut behandelt sind. Und zu Erneuerbaren gibt es wahrlich genug hilfreiche deutschsprachige Infos im Netz. Ich richte mich auch danach was die Leute interessiert. Von mir aus käme ich nicht auf die Idee über so ein langweiliges Thema wie Endlagerung oder Uranvorkommen im Meerwasser zu schreiben.

      Aber bei der Quellenauswahl richte ich mich nach der besten verfügbaren Wissenschaft. Niemals würde ich irgendwelche Junk-Science zitieren, nur weil dort die Zahlen stehen, die zu meiner Meinung passen. Wenn die Zahlen nicht passen, ändere ich meine Meinung, nicht umgekehrt – so wie letzte Woche mit Kohlekraftwerken geschehen.

      Auch wenn es morgen eine bessere Alternative zur Kernkraft gäbe, würde ich nicht aus Nostalgie an Kernkraftwerken festhalten. Es ist die beste Energie-Lösung, die wir aktuell haben – aber das muss ja nicht so bleiben.

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